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Danzig - Black Laden Crown

Danzig - Black Laden Crown
Stil: Doom-Rock
VÖ: 26. Mai 2017
Zeit: 45:54
Label: AFM Records
Homepage: www.danzig-verotik.com
MySpace: www.myspace.com/danzig

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Ganze sieben Jahre mussten sich die Fans gedulden, doch nun steht endlich das neue Album Black Laden Crown von Kampfknilch Glenn Danzig in den Läden. Das gute Stück ist nur etwas anders ausgefallen als es die meisten wohl erwartet hätten.

Gleich der Opener und Titeltrack kriecht ultra-schleppend durch die Boxen. Leidend und lamentierend legt sich Danzigs urtypischer Gesang über schwere Riffs und beschwörende Choräle, während man als Hörer nach und nach hypnotisiert wird. Dann plötzlich ein unerwarteter Umbruch, das Drumming zieht an und beschert dem gemächlichen Auftakt doch noch ein düster und morbide rockendes Finale. Für das neue Material hat Danzig allen überflüssigen Ballast über Bord geworfen. Die Produktion klingt entschlackt und reaktionär - die Snare-Drums scheppern und der Gesang ist leider etwas zu laut abgemischt, sodass man hier und dort glatt den Eindruck bekommt, für die CD wären versehentlich die Rehearsal-Tapes und nicht die finalen Aufnahmen verwendet worden. Der Meister selbst? Der schwankt zwischen vorzüglicher Darbietung, wie etwa den gefühlvollen Vocals in "Pull The Sun", und doch recht schütteren Passagen an manch anderer Stelle, beispielsweise in "Devil On Hwy 9".

Auch bei den Songs selbst fühlt man sich in ein Wechselbad der Gefühle geworfen. Die Nummer "But A Nightmare" ist textlich und musikalisch an Coolness kaum zu toppen. Die eindringlichen Riffs stehen auf einem unerschütterlichen Doom-Fundament, gegossen aus frühen Black Sabbath-Referenzen, und wieder zieht die Nummer erst zum Schluss hin richtig an. Durch Mark und Bein geht das atmosphärisch dichte "Skulls And Daisies", während "Last Ride" den Hörer dann tatsächlich auf einen immer intensiver werdenden Trip in die Finsternis entführt. Dennoch muss man trotz all dem Lob erwähnen, dass es der Band nicht immer gelingt, die Spannung aufrecht zu halten. Auf seltsame Weise scheinen sämtliche Riffs auf diesem Album miteinander verschwägert zu sein und durchgehend zügige Rocksongs sind einfach nicht zu finden.

Stattdessen erweist sich Black Laden Crown als fieser und puristischer Doom-Brocken, der in seiner gesamten Aufmachung recht gut in die aktuelle Szene der Retro- und Okkult-Rock-Bands eingeordnet werden kann. Cool und böse, keine Frage - aber eben doch auch schwer verdaulich und mit einigen Schwächen beladen.

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4 von 6 Punkten

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