7 Headbänga online
22.11.2017 W.A.S.P.
23.11.2017 Testament
24.11.2017 Manowar
25.11.2017 Manowar
28.11.2017 Europe
29.11.2017 Solstafir
29.11.2017 Epica
MinReviews (9921)
MinNavigation
MinKommentare
MinArtikel des Tages
Review:
Star One

Interview:
God Forbid

Live-Bericht:
Xandria

Video:
Skydancer
MinRSS RSS
MinAtom Atom
MinIn eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Interview

Interview mit Greifenstein (25.04.2009)

CDs von Greifenstein kaufenZur Druckversion dieses Artikels

buy, mail, print

Logo Greifenstein

Neues Futter für den Black Metal-Untergrund gab es vor nicht allzu langer Zeit aus Österreich. Arkan von Greifenstein legte mit seinem Debüt Von Inneren Welten im Alleingang ein interessantes und ambitioniertes Werk vor, das eine Weile benötigte, ehe es endlich den Weg in die Verkaufregale gefunden hat...

HH: Hi Arkan! Zunächst interessiert es mich, wie du auf den Namen Greifenstein gekommen bist. Es gibt ja Burgen in Deutschland, Südtirol und auch in Österreich, die diesen Namen tragen. Hat dich eine von diesen Anlagen vielleicht inspiriert?

Arkan: Hallo Kai! Auf den Namen kam ich nicht durch eine Burg oder einen Ort; der Name Arkan von Greifenstein entstand schon vor einigen Jahren im Zuge eines mittelalterlichen Onlinerollenspieles. Als ich irgendwann auf die Idee kam neben der Band, in der ich damals mitspielte, noch ein eigenes Projekt zu machen, fand ich Greifenstein als Bandnamen recht passend.

HH: Laut Booklet wurde Von Inneren Welten im Jahreswechsel 2006/2007 eingespielt und produziert. Erschienen ist es dann aber erst Mitte 2008. Warum hat das denn so lange gedauert?

Arkan: Das war durch diverse Probleme bedingt. Zum einen löste sich das ursprüngliche österreichische Label zu genau dem Zeitpunkt auf, an dem das Album in Produktion hätte gehen sollen. Danach entstand natürlich wieder eine längere Pause auf der Suche nach einem neuen Label. Dies hat dann mit Sleaszy Rider Records auch funktioniert, allerdings kann man nach meinen Erfahrungen dem Vorurteil, dass Griechen alles ein wenig lässiger nehmen, durchaus ein wenig Glauben schenken. Das vom Label beauftragte Presswerk ließ sich mit drei Monaten unglaublich viel Zeit. Das hielt sie allerdings nicht davon ab, auch noch die Umlaute im Booklet wegzulassen. Nach einer Intervention seitens des Labels hat man sich dann darauf geeinigt noch 300 Booklets nachzudrucken. Dies hat natürlich wieder drei Monate gedauert, und so wurde es schließlich Mitte 2008, als das Album dann endlich fertig war.

HH: Und wie kam es schließlich zu dem Deal mit dem griechischen Label?

Arkan: Ich habe mehrere Labels angeschrieben und bin letztlich bei Sleaszy Rider Records gelandet, ein mittleres Label mit ein paar bekannteren Bands.

HH: Du hast dich entschlossen, Greifenstein als Solo-Projekt an den Start zu bringen. Darf man fragen warum?

Arkan: Wie schon erwähnt hatte ich damals, als ich Greifenstein begann, noch in einer anderen Band gespielt, in der wir oft live aufgetreten sind. Quasi im Kontrast dazu wollte ich meine eigene Musik genauso umsetzen wie ich mir das vorstellte. Da ich auch nicht noch eine zweite Liveband wollte und Greifenstein hauptsächlich als Studioband betrieb, war für mich auch nie eine Frage, ob es etwas anderes als ein Soloprojekt werden sollte. In der Vergangenheit war ich bereits in diversen Bands tätig, aber wer eine Band hat, weiß wie schwierig es oft ist Musiker zu finden oder gemeinsam weiterzukommen. Dies habe ich mir eben ersparen wollen - ich wollte einfach nur Musik machen und mich um nichts anderes kümmern müssen.
HH: Das leuchtet ein. Aber meinst du nicht, dass es für das Endprodukt durchaus fruchtbar sein kann, im Entstehungsprozess eines Albums auch eine zweite Meinung einzuholen? Diese Art von Kooperation und kreativem Austausch führt doch oftmals zu einem besseren Ergebnis.

Arkan: Das kann durchaus stimmen. Aber oft ist es auch so, dass der andere eine andere Stilrichtung bevorzugt oder gewisse Dinge anders geregelt haben möchte. Ein Soloprojekt hat auch seine Vorzüge. Falls ich aber mal jemanden aus Österreich treffe, dem die gleichen Dinge in der Musik gefallen, würde ich es mir vielleicht überlegen jemanden in die Band zu nehmen. Aber auch ohne einen Mitmusiker, ist es mir möglich andere Meinungen von Leuten einzuholen die sich mit der Materie auskennen.

HH: Zum Album: Du hast ja nicht nur die Lieder geschrieben und eingespielt, sondern hast dich auch ums gesamte Layout gekümmert. Das scheint ja eine sehr persönliche Angelegenheit für dich zu sein...

Arkan: Das hat auch viel damit zu tun, dass ich als Grafiker arbeite. Da war es natürlich auch der Spaß an der Sache ein eigenes Booklet zu layouten. Aber es stimmt natürlich auch, dass die ganze "Band" eine persönliche Sache für mich ist, also wollte ich das auch nicht aus der Hand geben.

HH: Wie steht's mit einer Anmerkung zum Cover-Artwork?

Arkan: Ich habe mich bemüht zu jedem Lied ein passendes Foto zu finden. Ich finde es schön, wenn man auch etwas zum Ansehen hat und sich ein wenig in eine andere Welt versetzen kann. Das Cover selbst soll darstellen, wie vielleicht innere Welten aussehen könnten. Traumhafte Schemen, verbunden mit dem Unendlichen.

HH: Wenn man sich ein wenig mit dem Album befasst, wird sehr schnell klar, dass dir neben der Optik auch die Lyrik sehr am Herzen liegt, und eine poetische Ader kann man dir keinesfalls absprechen. Mit welcher Art von Lektüre befasst du dich denn in deiner Freizeit?

Arkan: In der Vergangenheit habe ich mich viel mit esoterischen und magischen Büchern beschäftigt. Im Moment lese ich aber lieber Stephen Kings "The Dark Tower".

HH: Kannst du kurz umreißen, worum es in den Texten geht?

Arkan: Es ist zwar nicht immer direkt in den Texten zu lesen, aber das ausgehende Thema war bei Greifenstein vorwiegend die menschliche persönliche Realität. Ein wenig schwierig zu beschreiben, aber sagen wir mal so, ich denke, dass hinter unserem Leben und hinter allem etwas existiert, mehr steckt als purer Zufall. Auf eine gewisse Weise, das ist zumindest meine Meinung, sind viele Dinge miteinander verbunden: Träume, Realität, Zufälle, Vorahnungen, Intuition, usw... Ich glaube, dass wir auf eine sehr persönliche Weise unsere eigene Realität und damit auch die Wirklichkeit formen und auch beeinflussen können.

HH: Warum hast du dich schließlich für Black Metal als Ausdrucksform entschieden? Rein thematisch wäre das ja nicht zwingend nötig gewesen.

Arkan: Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Aber ich denke eher, dass Black Metal mich überhaupt dazu gebracht hat. Ohne die Einflüsse der Bands, die ich gerne mag/mochte, wäre dies vielleicht nie zustande gekommen.

HH: Und welche Bands wären das, die dich in dieser Weise beeinflusst haben? Ich meine zum Beispiel ein Quäntchen Falkenbach in "Search For Asgard" vernehmen zu können.

Arkan: Stimmt - da hast du recht, "Search For Asgard" ist sicherlich von Falkenbach beeinflusst. In letzter Zeit höre ich nicht mehr so oft Musik, wenn ich mir die Zeit nehme, arbeite ich lieber selber an meinen Liedern, aber Burzum, Summoning, Falkenbach und einige andere Bands waren sicherlich ein Einfluss für Greifenstein.

HH: Du hast eben noch Summoning erwähnt. Wie ist deine Beziehung zu dieser Band? Die kommen ja aus deiner Gegend und im Promotext zu deinem Album stand, dass du - glaub ich - schon Texte für sie geschrieben hast.

Arkan: Ich bin gut mit ihnen befreundet. Wir kennen uns jetzt schon seit einigen Jahren und irgendwann war auch die Frage ob ich den orkischen Text für Mirdautas Vras machen möchte.

HH: Summoning sind ja eine reine Studio-Band und waren meines Wissens nach auch noch nicht live zu sehen. Wie steht's da mit dir? Ist ja nicht gerade einfach, mal eben eine Besetzung für ein Konzert zusammen zu kriegen...

Arkan: Ich möchte auch nicht live auftreten. Ich könnte ehrlich gesagt nicht mal die meisten Lieder auswendig spielen. Abgesehen davon finde ich, ist es auch immer eine Frage, ob man überhaupt gut performen kann. Das gehört ja nicht unbedingt zusammen. Einer kann vielleicht gut auf der Bühne eine Show bieten, dafür ist vielleicht die Musik nicht sehr komplex oder hat eine gute CD-Produktion (nicht dass ich das von mir behaupten will); ein anderer macht vielleicht gute Musik, ist aber eher langweilig auf der Bühne. Schön für jemanden der beides kann. Aber die großen Bands die erfolgreich durch die Welt touren sind ja auch eher die Ausnahme, gemessen an der Zahl der Bands, die es gibt. Aber dies war auch nie meine Intention. Ich nutze die Zeit, die man für Proben verwenden müsste, lieber für neue Lieder. Ganz zu schweigen von der Zeit die man oft durch einen miesen Soundtechniker umsonst spielt. Momentan habe ich daran einfach kein Interesse.

HH: Wir kommen zum Ende und ich sage Danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Die letzten Worte gehören dir.

Arkan: Sage euch meinen Dank. Black Metal und Bier!

0 Kommentare

Dagger

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos

© www.heavyhardes.de