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Festival-Bericht

Wacken Open Air

mit Nightwish, Judas Priest, Arch Enemy, Danzig, Doro, Running Wild, Extrabreit, Skyline, The Waltons, Tremonti, Ingrimm, Pike's Edge, Schidl 'n' Schedl, Dirkschneider, Blechblos'n, Belphegor, Watain, Blessed Hellride, Feuerschwanz, Jack Broadbent, Korpiklaani, Children Of Bodom, Herrschaft, Asrock, Clawfinger, Lee Aaron, Arkona (Rus), Wasteland Warriors, Otto Und Die Friesenjungs, Victims Of Madness, Lovebites, Betontod, The Charm The Fury, Erik Cohen, Gojira, Die Apokalyptischen Reiter, Madball, Metusa, Dalriada & Helloween

Wacken, Wacken 01. - 04.08.2018

(Fotogalerien: Woa2018 )

Samstag, 04.08.2018

Am letzten Festivaltag zeigt das Wetter dann tatsächlich etwas Erbarmen mit uns. Die Temperatur bleibt ein paar Grad niedriger, Wolken zeigen sich, spenden vorübergehenden Schatten und ein angenehmes Lüftchen weht. Kurz: die Motivation steigt deutlich an und die Heavyhardes-Crew macht sich schon zur Mittagszeit auf in Richtung Holy Wacken Land.
(Dagger)

Es ist zwar weiterhin ein Kampf gegen die Hitze, aber die Neugier siegt dann doch. Also mache ich mich auf zu den beiden Zeltbühnen. Im Inneren angekommen, liegen Victims Of Madness gerade in den letzten Zügen ihrer Interpretationen von Metal-Klassikern. Das Areal ist soweit gut besucht und die Stimmung schon mal gut für diese Uhrzeit. Die Band dankt es den Fans mit einem inflationären Verschenken von Drumsticks, die fast schon wie ein Pfeilhagel über die Köpfe niedergeht.
(Ray)

Lovebites

Nicht nur mich treibt die Neugier an, der Fan-Strom ins Zelt nimmt kein Ende und so wird der Platz vor der Bühne schnell eng. Immerhin bekommt man auch nicht alle Tage eine All-Girl-Band aus Japan zu Gesicht. Die Damen von Lovebites lassen auch nicht lange auf sich warten und erst recht nicht lange bitten. "The Hammer Of Wrath" bildet den Einstand und sofort ist das Stimmungsbarometer ganz oben. Dabei wirken die Damen sehr routiniert, von Anspannung scheint zumindest keine Rede zu sein. Hier wird seitens der Gitarrenfraktion gepost, als ob sie den ganzen Tag nichts anderes machen würden. Gut, das ein oder andere Lächeln können sich die Damen dann doch nicht ganz verkneifen, was angesichts des Fanzuspruchs aber auch kein Wunder ist. Sogar ein Pit ist zu verzeichnen. Mit dem hochmelodischem "Shadowmaker", mit dem man sogar Dragonforce Konkurrenz machen könnte, ist dann die halbe Stunde Spielzeit auch viel zu schnell wieder vorbei. Ein mehr als gelungener Gig, einzig die Stimmlage von Asami (Vocals) war ab und zu etwas zu hoch. Sollte man(n) im Auge behalten.
(Ray).

Betontod

Weiter geht es bei prügelnder Hitze und ohne Schatten zur Faster-Stage, wo Betontod ihre Punkrocksongs gerade zum Besten geben. Der Platz vor der Bühne ist sehr ordentlich gefüllt und die Fans gehen auch recht ordentlich mit... Respekt, bei der Hitze. Betontod selbst wirken für meine Begriffe auf der großen Bühne etwas verloren und gefallen mir auf kleineren Bühnen deutlich besser. Der Stimmung tut dies jedoch keinen Abbruch und so werden Songs wir "La Familia", "Traum Von Freiheit" oder "Hömmasammawommanomma" ordentlich gefeiert, incl. Pit. Lediglich das obligatorische Mitsingspielchen bei "Glück Auf" könnte etwas mehr mitgesungen werden. Dafür wird das Hinknien als Zeichen gegen Nazis von fast allen Anwesenden mitgemacht. Jetzt ist aber erstmal Schatten angesagt.
(Ray).

The Charm The Fury

Wieder im Bullhead City Circus. Hier spielt um kurz nach eins ein Newcomer auf der Headbangers Stage, der zuletzt schon mächtig Staub aufgewirbelt hat. Die Holländer von The Charm The Fury haben sich in erster Linie durch ihre energetischen Bühnenshows einen guten Namen in der Szene erarbeitet. Nicht zu Unrecht, wie man gleich feststellen darf! Der furiose und äußerst technische Mix aus Melodic Death, Hardcore und gelegentlichen Pop-Einsprengseln sprüht nur so vor Dynamik und Leidenschaft. Die halbe Miete im Erfolgsrezept des Fünfers ist jedoch Frontfrau Caroline Westendorp. Die Sängerin ist in ihrem sportlichen Outfit nicht nur Hingucker, sondern auch echtes Energiebündel und Brüllwürfel in Persona. Während sie unermüdlich über die Bühne wirbelt, kommt so ziemlich alles an Screams, Growls und Shouts aus diesem Mädel heraus, was man sich nur vorstellen kann. Den mehr als zahlreich anwesenden Fans taugt's ohne Ende, was sich in einem Dauer-Moshpit durchs ganze Set hindurch äußert. Zur klasse Nummer "Songs Of Obscenity" lässt sogar die Wall Of Death nicht lange warten, schließlich darf bei "Echoes" mitgesungen werden. Ein beeindruckender Gig einer jungen Band, von der man hoffentlich noch viel zu hören und sehen bekommt.
(Dagger)

Erik Cohen

Kurz die Bühne gewechselt: auf der W:E:T Stage ist gleich im Anschluss ein echter Underdog und Ausnahmemusiker zu sehen, nämlich Erik Cohen. Mit seinem eigenwilligen Mix aus Deutschrock, klassischem Hardrock, Metal, Wave und Punk in Kombination mit den unkonventionellen Texten geht der Kieler Musiker und Ex-Fronter der Hardcoreler von Smoke Blow völlig eigene Wege. Was jetzt kompliziert klingt, geht in Wirklichkeit aber runter wie Öl, wie gleich die beiden ersten Nummern vom aktuellen Dreher "Fährmann" und "Fehmarn" beweisen. Witzig: der sympathische Musiker verbringt während des gesamten Gigs keine fünf Minuten auf der Bühne, sondern springt permanent zwischen und auf den Boxen, auf dem Absperrgitter und im Fotograben herum. Näher könnte er den Fans dabei kaum kommen. Einen kleinen Jungen holt er sogar zu sich auf die Lautsprecherbox, setzt sich daneben, gibt ihm seine Sonnenbrille und lässt ihn mitten im Song mit ins Mikro kreischen. Was für eine Aktion! Zwischen den Songs immer wieder lustige Ansagen und kleine Anekdoten trotz maximaler Coolness. Wirklich schade, dass nur recht wenig Publikum diesen Gig miterlebt. Erik Cohen ist eben noch ein echter Geheimtipp, hat aber erstklassige Songs im Gepäck, wie neben "Omega Mann" oder "Englische Wochen" vor allem der Rausschmeißer "Chrom" demonstriert.
(Dagger)

Nach kurzer Stärkung am Zelt geht es am späten Nachmittag in Richtung Infield. Die französische Band Gojira, die ab 17:00 Uhr die Faster Stage belärmt, wurde mir von einem Kumpel wärmstens empfohlen. Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und so richtig viel kann ich mit dem bizarren und experimentellen Groove Metal der Band dann tatsächlich nicht anfangen. Das mag vermutlich daran liegen, dass ich die Songs nicht kenne und daher beim ersten Anlauf hier in Wacken so meine Probleme mit dem Material habe. Andererseits ist vor der Bühne viel los, in der Menge herrscht aber vergleichsweise wenig Bewegung. Anscheinend geht's anderen also doch ähnlich wie mir.
(Dagger)

Also wieder in Bewegung gesetzt und hinüber zur Louder Stage marschiert. Hier liegt der Stimmungspegel nämlich deutlich höher! Kein Wunder, denn wo Die Apokalyptischen Reiter einen Gig absolvieren ist im Grunde immer ordentlich was los. So auch jetzt zum Song "Reitermania", zu dem in gewohnter Weise zwei Schlauchboote zu Wasser, also auf die Wogen der Fans, gelassen werden und ein Wettsurfen von der Bühne zum hinteren Publikumsrand und wieder zurück veranstaltet wird. "Auf Und Nieder" - der nächste Song passt vom Titel her ganz gut zu diesem Spektakel. Auch Nummern wie "Der Rote Reiter" und der Klassiker "Friede Sei Mit Dir" werden von den Fans ordentlich gefeiert. Ein Termin im Biergarten treibt mich dann voran. Schließlich kann eine kurze Pause vor dem Finale nicht schaden.
(Dagger)

Beergarden

Im Biergarten ziehen derweil die Blechblos'n wieder ihre Show ab. Wieder ist das Publikum bestens gelaunt, einige bilden am Boden sitzend sogar eine Kette und albern herum. Eigentlich sind wir aber nicht wegen den Blechblos'n hier, sondern wegen des Biers. Nein Quatsch. Die norwegische Motörhead-Cover-Band Bömbers, bei der seit 1996 auch ein gewisser Olve Eikemo, besser bekannt als Abbath, tätig ist, wollten wir uns gestern schon ansehen. Nur sind sie kurzfristig wegen gesundheitlichen Problemen eines Bandmitglieds ausgefallen, wie bereits erwähnt. Auch ihren heutigen Termin im Biergarten kann die Band leider nicht wahrnehmen. Stattdessen steht nun ein Trio namens Volter im Programm. Die Band stammt aus Hannover, spielt stilistisch genau die gleiche Mucke wie einst Motörhead, und hat von denen natürlich auch ein paar Cover im Programm. Das füllt zwar die hinterlassene Lücke, so richtig Stimmung will aber leider nicht aufkommen.
(Kaska)

Madball

Gepflegten New York Hardcore gibt es auf der Headbanger Stage auf die Ohren. Madball bitten zum Tanz. Die Stimmung ist gut, auch wenn gefühlt kein Sauerstoffmolekül sich mehr vor die Bühnen verirrt hat. Aber egal, sowohl die Band als auch die Fans geben reichlich Gas. Ein schweißtreibender Gig.
(Ray).

Metusa

Mein Weg führt mich erneut an der Wackinger Stage vorbei, wo eben Metusa mitten im Set sind. Zwar spielt die Band (fast) zur besten Zeit, doch das Areal vor der Bühne ist mehr als überschaubar "gefüllt". Vielleicht liegt es daran, dass sich die meisten schon auf dem Weg zur Faster-Stage befinden, wo alsbald Arch Enemy spielen werden, vielleicht liegt es aber auch an der etwas unspektakulären Mischung aus Ska, Folk und Punk, die man in dieser Art schon mehrfach gesehen bzw. gehört hat. Das fallen mir spontan Fiddler's Green ein, die die gleiche Zielgruppe haben, nur das ganze souveräner auf die Bretter bringen. Die Band steckt das mangelnde Interesse jedoch gut weg und zockt ihren Set routiniert.
(Ray)

Arch Enemy

Noch ehe der Mambo Kurt hier loslegt, fliehen wir quasi wieder zurück ins Infield und stehen rechtzeitig vor der Faster Stage, um den Auftritt von Arch Enemy nicht zu verpassen. Die Schwedischen Death-Metal-Stars liefern bei Sonnenuntergang dann auch ein Konzert der Superlative. Geboten werden ausschließlich die besten Hits ihrer zahlreichen Alben, an erster Stelle der brandneue Killer "The World Is Yours", gefolgt von Granaten wie "Ravenous", "You Will Know My Name", "Bloodstained Cross" und und und. Neben der hervorragenden Instrumentalarbeit ist die Klasse des Konzerts einmal mehr der furiosen Frontfrau Alissa White-Gluz zu verdanken. Was die dort oben an Action abliefert, ist einfach sagenhaft. Zudem hat sie sich stimmlich nochmal weiter entwickelt und setzt zunehmend auf höhere Screams, die perfekt zu den Songs passen. Nach "We Will Rise" dann eine kurze Pause und schließlich hält die Zugabe "Avalanche", "Snowbound" und das großartige "Nemesis" für uns bereit. Ein richtig starker Gig, der definitiv in Erinnerung bleiben wird.
(Kaska)

Dalriada

Noch einmal zum Abschluss treibt es mich vor die Wackinger Stage, diesmal zu den Ungarn Dalriada. Der Soundcheck wird noch von der Band selbst durchgeführt, ehe es mit "Thury György Balladaja 2. resz" dann endlich in den Set losgeht. Das Areal ist gut gefüllt, was zeigt, dass die ungarische Metalszene durchaus im Fokus der Fans ist. Die Band hat sichtlich Spaß an ihrem Gig und auch die Fans gehen gut mit. "Napom, Fenyes Napom", "Áldas" sowie "Komamasszon" folgen, ehe mit "Búsirato" dann schon der letzte Song des Sets auf dem Plan steht. Dalriada zeigen, dass Ungarn mehr als nur Ektomorf zu bieten hat. Danke dafür!
(Ray).

Helloween

Um 21:30 Uhr steht die für uns letzte Band des diesjährigen W:O:A auf dem Programm. Mit einer Spielzeit von zweieinhalb Stunden sind Helloween Headliner des heutigen Abends und warten als solche auch mit einer ganz besonderen Show auf. Unter dem Banner "Pumpkins United" stehen heute die ehemaligen Kürbisköppe Sänger Michael Kiske und Gitarrist Kai Hansen neben dem aktuellen Line-Up auf der Bühne und absolvieren bei beeindruckender Lightshow und aufwändig programmierten Sequenzen auf der Video-Wall ein Best-Of-Programm, das sich gewaschen hat. Auftakt bildet das fast viertelstündige Epos "Helloween" und sorgt mit seinem fetten Sound aus drei Gitarren und dem Wechselgesang von Kiske und Deris nicht nur einmal für Gänsehaut. Knüppeldick geht's weiter mit den Hits "Dr. Stein", "I'm Alive " und "Are You Metal". Dazwischen immer wieder das obligatorische Geplauder der Musiker untereinander und mit dem Publikum. Irgendwie muss man die zweieinhalb Stunden ja auch voll kriegen, nicht wahr? Drum gibt's am Ende nach "How Many Tears" auch nicht nur eine, sondern gleich zwei Zugaben, die dann aber zeitlose Metal-Klassiker wie "Eagle Fly Free", "Future World" und "I Want Out" auffahren. Letzteres wird dank instrumentalem Zwischenpart ordentlich gedehnt und zum letzten Refrain von einem amtlichen, den Wackenhimmel erleuchtenden Feuerwerk begleitet.
(Dagger)

Mond über Wacken

Für die Wacken-Crew endet mit diesem Gig das heurige Programm, wenngleich der Gig von Dimmu Borgir mit Sicherheit auch noch sehenswert gewesen wäre. Aber wie gewohnt geht es morgen wieder verdammt früh auf die Rückreise, um nicht in irgendwelchen Staus stecken zu bleiben. Schön war's wieder, das W:O:A, trotz der Bullenhitze. Das buchstäbliche Schlammassel der letzten drei Jahre hat mit Sicherheit niemand vermisst. Um zuletzt noch auf die eingangs erwähnten Unkenrufer zurückzukommen: die werden wohl verstummen. Denn schon am vierten Tag nach Beginn des Ticketverkaufs ist die letzte Karte über den Tresen gegangen. Woran's wohl liegen mag? Zumindest die bislang bestätigten Bands (Sabaton, Powerwolf, Parkway Drive, Rose Tattoo und ein paar weitere) dürften daran keinen Anteil haben. Möglich, dass es damit zusammenhängt, dass das W:O:A kommendes Jahr seinen 30. Geburtstag feiert und alle eine richtig große Überraschung erwarten. Bis die - vermutlich so um die Weihnachtszeit - enthüllt wird, müssen wir uns aber noch etwas gedulden...
(Dagger)

Sonnenuntergang über Wacken

Dagger & Ray

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