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Festival-Bericht

Wacken Open Air

mit Nightwish, Judas Priest, Arch Enemy, Danzig, Doro, Running Wild, Extrabreit, Skyline, The Waltons, Tremonti, Ingrimm, Pike's Edge, Schidl 'n' Schedl, Dirkschneider, Blechblos'n, Belphegor, Watain, Blessed Hellride, Feuerschwanz, Jack Broadbent, Korpiklaani, Children Of Bodom, Herrschaft, Asrock, Clawfinger, Lee Aaron, Arkona (Rus), Wasteland Warriors, Otto Und Die Friesenjungs, Victims Of Madness, Lovebites, Betontod, The Charm The Fury, Erik Cohen, Gojira, Die Apokalyptischen Reiter, Madball, Metusa, Dalriada & Helloween

Wacken, Wacken 01. - 04.08.2018

(Fotogalerien: Woa2018 )

Freitag, 03.08.2018

Jack Broadbent

Es ist erneut etwa 7:30 Uhr, als die gnadenlosen Sonnenstrahlen ein Ausschlafen unmöglich machen. Die Hitze von gestern soll heute ihre Fortsetzung finden und vereitelt die ersten geplanten Konzertbesuche. Ewig kann man dem Infield natürlich nicht fern bleiben...
Eigentlich wären da z.B. Epica auf der Faster Stage auf dem Plan gestanden, doch im Biergarten läuft ein Programm, das kontrastreicher nicht sein könnte. Dort die epische und orchestrale High-End-Produktion, hier ein einziger Typ auf einem Stuhl und mit zwei Gitarren bewaffnet. Die Rede ist von Jack Broadbent, dessen Videos auf Youtube schon millionenfach geklickt wurden. Der passionierte Blues-Rocker spielt unter Zuhilfenahme eines Edelstahlflachmanns eine famose Slidegitarre und kommt überhaupt extrem sympathisch rüber. Viel los ist zwar nicht vor der Beergarden Stage, die Anwesenden geben aber ordentlich Applaus und freuen sich über in die Songs geflochtene bekannte Rhythmen, etwa von ZZ Top, Lynyrd Skynyrd oder Jimi Hendrix.
(Dagger)

Korpiklaani

Kurzer Schwenk zur Louder Stage im Infield: hier ist der Gig, äh die Party von Korpiklaani bereits in vollem Gange. Das Areal ist gar prächtig gefüllt und die Fans gehen gut mit. Angesichts von "Happy Little Boozer" aber auch nicht verwunderlich. Danach wird die Schnapsbar eröffnet, "Tequila", "Beer Beer" und "Vodka" ausgeschenkt, was für glückselige Gesichter um mich herum sorgt. Zu guter Letzt sorgt Sänger Jonne noch für eine Laola-Welle, ehe das obligatorische Foto vor den Fans gemacht wird.
(Kaska)

Children Of Bodom

Children Of Bodom sind ein Garant für mächtig Betrieb in der Einflugschneise. Das ist auch heute so. Es ist mächtig was los vor der Faster-Stage, die Fans stehen bis ganz hinten am Einlass. Ein Blick über die Köpfe der Anwesenden zeigt, was für eine Menge Staub dank des trockenen Wetters liegt. Die Fans sorgen dafür, dass der Staubnachschub nicht versiegt: bei jedem Song wird mittels eines ordentlichen Pits gehörig was in die Atmosphäre gewirbelt. Derweil sorgen Alexi Laiho und seine Mannen für die passende musikalische Untermalung. "Are You Dead Yet?", "Angels Don't Kill" oder "Hate Crew Deathroll" passen da auch wie die berühmte Faust aufs Auge. Die Finnen haben sichtlich Spaß an ihrem Set, was man unter anderem am inflationären Gebrauch der Wörter "Shit" und "Fuck" erkennen kann. Kaum ein Satz kommt ohne damit aus. Nach einer Stunde ist dann jedoch Schicht im Schacht, Zeit, sich den Staub aus den Klamotten zu klopfen.
(Ray)

Herrschaft

Auf dem Weg über's Gelände komme ich auf der Suche nach was Essbarem an der Wasteland Stage vorbei, wo die Franzosen Herrschaft gerade ihren Industrial Metal zum Besten geben. Es ist recht wenig los und auch die Reaktionen halten sich eher in Grenzen. Schlecht ist die Mucke einerseits zwar nicht, aber andererseits auch nichts, was man nicht schon gehört hätte. Irgendwie scheinen die GoGos der Wasteland Warriors, die zu den Klängen der Franzosen tanzen, für nicht wenige interessanter zu sein.
(Kaska)

Doro

Wieder zurück im Infield: um 19:15 Uhr steht dort Doro auf dem Programm. Die hat man zwar im Grunde schon oft genug gesehen, aber sie ist halt auch ein Garant für eine gute Show. Diese Tradition wird heute sowas von fortgeführt! Schon der Einstieg mit "I Rule The Ruins", "Burning The Witches" und "Raise your Fist In The Air" macht richtig Laune. Ganz toll auch das Sweet-Cover "Ballroom Blitz", zu dem sich die Sweet-Recken Andy Scott und Peter Lincoln auf die Bühne gesellen. Sie sind übrigens nicht die einzigen Gäste an diesem Abend. Johan Hegg von Amon Amarth ist bei gleich drei Songs mit an Bord, der Metal-Chor Doom Birds, der heuer hier und dort auf dem W:O:A sein Unwesen treibt, verstärkt die Hymne "We Are The Metal Heads" und den brandneuen Song "All For Metal". Schließlich greift beim finalen Priest-Cover "Breaking The Law" kein geringerer als Annihilator-Boss Jeff Waters in die Saiten. Wie gesagt - Doro ist Garant für eine gute Show... grundsätzlich und in Wacken erst recht!
(Dagger)

Kurze Verschnaufpause im Biergarten. Dort spielt gerade Asrock und liefert wieder allseits bekannte Klassiker zwischen Thin Lizzy und AC/DC. Die richtige Beschallung für nebenher eben. Die Band hat ja auch schon letztes Jahr hier gespielt und man weiß, was man zu erwarten hat.
(Kaska)

Eigentlich sollten nun die Bömbers auf der Biergarten Stage spielen, immerhin ist auch bereits alles soweit hergerichtet. Doch der Gig muss leider abgesagt werden, da es dem Sänger/Bassisten nicht gut geht und er sich gerade in ärztlicher Behandlung befindet. Gute Besserung!
(Kaska)

Clawfinger

Nun, ein Ersatz für den ausgefallenen Gig auf der Biergarten Stage ist schnell gefunden, immerhin zocken zur gleichen Zeit Clawfinger auf der Louder-Stage. Also "schnell" dorthin, was sich als gar nicht mal so einfach darstellt, denn es ist mächtig was los vor der Bühne. Will man was hören, muss man sich auch so weit wie möglich in Richtung Bühne orientieren, sonst gerät man in die Soundüberschneidungen mit der Faster-Stage, wo zeitgleich Nightwish ihren Set abhalten. Sänger Zak Tell ist aufgrund des Andrangs vor der Bühne sichtlich begeistert und geht direkt nach "Don't Get Me Wrong" aus Dankbarkeit auf die Knie. "Catch Me If You Can" folgt und Zak lässt es sich nicht nehmen, singend eine Surfeinlage auf den Fans einzulegen. Das nenn ich mal Fannähe. Bei "Nothing Going On" wird dann auch der nicht gerade kleine Pit auf der Videowall gezeigt, den man von den hinteren Reihen nicht unbedingt mitbekommt. Ein gelungener Gig, doch mein Weg treibt mich weiter, immerhin sind auch heuer nicht geringe Distanzen zu überwinden.\
(Ray)

Nightwish

Das ganz große Kino bereiten im Anschluss Nightwish als Headliner des heutigen Abends auf der Faster Stage. Was wir hier und heute erleben dürfen, kann man getrost als den perfekten Gig bezeichnen, denn da sitzt wirklich alles! Pyros, Lightshow, Sound - alles absolut beeindruckend. Insbesondere Frontfrau Floor Jansen scheint endgültig in ihre Rolle gefunden zu haben. Im hautengen Gewand ist die große Sängerin ohnehin ein Hingucker, was sie an diesem Abend stimmlich leistet, stellt die optische Erscheinung aber bei weitem in den Schatten. Ja, heute ist sie definitiv die bessere Tarja! Sie meistert alle Klassiker vom energetischen "Wish I Had An Angel", über das zarte "Elan" bis hin zum kommerziellen Hit "Nemo" mit Bravour und beeindruckender stimmlicher Bandbreite. Im finalen Mammut-Track "Ghost Love Score" schießen die Pyros dann noch einmal aus allen Rohren, während der gewaltige Sound für zehn Minuten lange Gänsehaut sorgt. Mein lieber Schwan, Nightwish haben heute Abend geliefert, aber sowas von!
(Dagger)

Running Wild

Wir bleiben gleich vor Ort und schwenken nach rechts zur Harder Stage. Hier formieren sich gerade die Fans von Old School Metal made in Germany. Running Wild steht ab 22:30 Uhr auf dem Programm, um eine exklusive Show zu absolvieren. Dass das nach dem Superlativ von Nightwish ein wenig blass wirkt, ist zu erwarten. Denn rein showmäßig hat der Rock'n Rolf außer ein wenig Feuer nicht allzu viel zu bieten. Der Sound ist arg flach und leider ist auch die Setlist ein wenig unglücklich geraten - zu wenig der ganz großen Klassiker, von denen es ja mehr als genug gäbe und zu viel Material von aktuellen Album Rapid Foray. Freilich ist die Scheibe nicht übel, aber Junge - die Fans, die jetzt hier stehen, sind doch fast alle gut über 40 und wollen das Zeug aus den 80ern und 90ern hören. Bei Nummern wie "Bad To The Bone", "Riding The Storm" und "Blazon Stone" schlägt dann das Stimmungsbarometer deutlich aus. Auch "Port Royal" - das gleichnamige Album feiert heuer seinen 30. Geburtstag - kommt sehr gut an. Aber wo sind beispielsweise allein die großen Klassiker von Branded And Exiled? Ja, da fehlt so einiges. Als kleine Entschädigung kann zwar "Under Jolly Roger" herhalten, dafür fällt die Zugabe mit "Soulless" und dem neuen "Stick To Your Guns" wieder denkbar mager aus. Schade eigentlich, mit einer besseren Setlist hätte das ein richtig feines Konzert werden können.
(Dagger)

Lee Aaron

Im Bullhead City Circus angekommen, dauert es auch nicht lange bis Lee Aaron ihr Set beginnt. Selbst mit der Gitarre in der Hand wird der Opener "Metal Queen" mit einer derartigen Spielfreude durch die PA gedrückt, derer man sich nur schwer entziehen kann. Das nenn ich mal ehrlichen, erdigen Rock. Die Jahre scheinen (fast) spurlos an der Kanadierin vorbei gezogen zu sein, so gestaltet sich der Gig nicht nur zu einem Ohren- sondern auch zu einem Augenschmaus. Dabei hatte es die "Metal Queen" nicht leicht, immerhin war ihr Flug gute 25 Stunden verspätet und sie ist quasi vom Flugzeug direkt auf die Wacken-Bühne. Alle Achtung. Weiter geht's mit "Diamond Baby". Die Fans zeigen Lee Aaron, warum sie zu Recht auf dieser Bühne steht und quittieren jeden Song mit ordentlichem Beifall. Dieses Set macht einfach Spaß!
(Ray)

Arkona

Weiter geht's mit Frauenpower, zum Abschluss des Tages vor der Wackinger Stage. Das Areal ist ziemlich voll besetzt, als Arkona ihren Slot beginnen. Schon zum Intro wird klar, dass die Russen um Masha "Sream" den Set nicht nur spielen, sondern vielmehr zelebrieren. Mit reichlich Nebel und Hall auf den Vocals werden die Schamanen-Trommeln angestimmt, ehe die musikalische Reise ihren Lauf nimmt. Leider gibt meine Tastatur bzw. mein Sprachgebrauch kein Kyrillisch her... muss es aber auch nicht, denn die Songs verfehlen ihre Wirkung nicht. Angefeuert von ständigen Masha-Rufen steigert sich Madame von Song zu Song, sofern das überhaupt möglich ist. Das volle Areal dankt es den Paganisten mit reichlich Beifall.
(Ray).

Wasteland Warriors

Auf dem Weg zurück zum Schlafgemach gibt es noch eine kleine Feuershow der Wasteland Warriors bzw. zweier leicht bekleideter Damen zu bewundern, die sich nicht über mangelnden Zuspruch beschweren kann. Ein nettes Betthupferl.
(Ray).

Es ist wohl die Neugier, die mich um kurz nach Mitternacht noch vor die Louder Stage treibt. Dort soll nämlich Deutschlands Kultkomiker Otto Walkes, der kürzlich seinen 70. Geburtstag gefeiert hat, zusammen mit seiner Band, den Friesenjungs, das W:O:A rocken. Warum nicht? In Flames, die nebenan auf der Faster Stage spielen, hat man hier ja eh schon mehrfach erleben können. Mit dieser Ansicht bin ich offenbar nicht allein, denn das Feld vor der Bühne ist brechend voll! Tatsächlich vergeht mir die Laune, als Herr Waalkes in seinem gewohnten Hoppelgang mit angezogenen Armen zum Mikro hüpft und die Menge mit einem obligatorischen Jodler begrüßt. Der Mensch kann offenbar nicht ernst bleiben. So muss auch erst mal ein Witz ran, bevor es zur Musik kommt, bei der bekannte Rock-/Popsongs auf friesisch umgetextet werden. Viel verstehen kann man davon allerdings nicht, da In Flames mit brachialer Lautstärke den Otto-Gig regelrecht wegblasen. So stellen sich hier in der Menge schon im zweiten Song die "Lauter-Lauter-Lauter"-Chöre ein. Ich bin überzeugt, dass das Problem noch in den Griff bekommen wird und dass sich Otto nicht lumpen lässt und noch ganz ordentlich auf den Putz hauen wird. Aber irgendwie taugt mir das Ganze hier nicht wirklich. Also noch mal vorbei an In Flames, zu "Cloud Connected" kurz die Mähne gekreist und dann ganz allmählich in Richtung Exit marschiert. Das Basiscamp wartet nämlich schon.
(Dagger)

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