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Festival-Bericht

Bang Your Head

mit Twisted Sister, Axel Rudi Pell, Omen, Delain, Atlantean Kodex, Europe, Grave Digger, Anthrax, Exodus, Stryper, Michael Schenker, Ektomorf, Sebastian Bach, Rob Rock, Mad Max, More, Obituary, Grave, Riot, Kissin' Dynamite, Vain, Warlord, Accuser, Traitor, Stormwarrior, Victory & Bullet

Messegelände Balingen, Balingen 10.-12.07.2014

(Fotogalerien: Bangyourhead2014 )

Wechselnde Wetterverhältnisse! Eine Nacht im Grottental! Sternstunden der gepflegten metallischen Unterhaltung! Ein Billing, das allenthalben für Begeisterung sorgte! So, wenn ihr wissen wollt, welche von diesen vollmundigen Bekundungen wahr und welche frei erfunden sind, dann bleibt nur eines: weiterlesen.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Back to the 80s, unter diesem Motto stand das diesjährige Bang Your Head - und das nicht nur, weil die alljährliche Versammlung der Schwarzkittelzunft auf der Hohenzollernalb sich zum 25ten Male zutrug, sondern weil Mastermind, Veranstalter und Urgestein Horscht auch noch Geburtstag feierte. Da dürfen wir selbstverständlich nicht fehlen und quälen uns am Freitag um die Mittagsstunden durch die unzivilisierten Gebiete in Schwaben, wo wir wie stets von Wegelagerern und Banditen (heutzutage oftmals in Geländewagen und Kleintransportern anzutreffen) aufgehalten werden. Aber das Wetter bessert sich zusehends, bald herrscht eitel Sonnenschein - und ebenfalls wie stets können wir obsiegen, dem zuverlässigen Gasthof Grottental den üblichen Kurzbesuch abstatten und dann in einer atemberaubenden Testfahrt über die Serpentinenstrecke dem Messegelände entgegenbrausen.
(Holgi)

In die 80er zurückversetzt fühlt sich auch der zweite Heavyhardes-Schreiberling, als er nach schier endlosen Bummelzugumsteigeaktionen endlich am Bahnhof Balingen-Süd eintrifft und schon beim Spaziergang durchs Städtle erstaunlich viele Kuttenträger zu Gesicht bekommt. Beachte: bereits am Donnerstag, um einen logistisch ideal gelegenen Zeltplatz zu ergattern, was letztlich auch gelingt. Heringe fixiert und auf Richtung Entrance, denn die Warm Up-Show hat längst begonnen. Ärgerlich ist der stolze Preis von 35 Euronen. Will einer sich das komplette Programm geben, muss dieser entrichtet werden, plus Festival- und Camping-Ticket, aber Balingen ist ja nur einmal im Jahr.

Die letzten beiden Songs der Schweden Bullet bekommen wir gerade noch mit: die inoffizielle Festivalhymne (natürlich neben Quiet Riots "Metal Health") "Bang Your Head" und "Bite The Bullet". Die Halle ist bereits gut gefüllt, die Zuschauer zeigen sich bestens aufgewärmt und die Band macht Laune auf mehr. Auch scheint der Sound bei Bullet noch in Ordnung, wenn auch nicht optimal, auf die Lokalität eingestellt zu sein, was sich beim nächsten Act jedoch schlagartig ändern soll.

Stormwarrior erwischen nämlich zunächst einen selten schlechten Start ins Set. Soundmatsch par excellence, in welchem "Iron Gods", "Thunder & Steel" und "Metal Legacy" stecken bleiben, wenn nicht gar ersaufen. Erst bei "Steelcrusader" werden die Regler so gedreht, dass die Hamburger Urgesteine einen Draht zum Publikum finden können, das die Verbesserung mit einem aus vielen Kehlen mitgegrölten Refrain zu würdigen weiß. Sänger und Gitarrist Lars Ramcke und seine Sturmkrieger geben danach bei "Heavy Metal Fire", "Heading Northe" und vor allem "Odin's Warriors" noch mal alles, um einen positiven Gesamteindruck zu hinterlassen, was den sympathischen Norddeutschen auch einigermaßen gelingt. Dennoch: kein Vergleich zum exzellenten Auftritt im Vorprogramm von Gamma Ray vor ein paar Monaten.

So liegt es bei den Hannoveranern Victory, das Steuer herum zu reißen. Die Band rund um Szeneveteran Herman Frank und Gesangsteufelchen Jioti Parchiridis liefern einen souveränen Gig mit einigen Highlights ab, wenn auch der 80s Hard Rock des Quintetts nicht uneingeschränkt den Geschmack des an diesem Abend hauptsächlich aus Traditional Metal-Anhängern bestehenden Publikums zu treffen scheint. Frenetischer Applaus hört sich anders an, vor allem nach so klasse Stücken wie dem Opener "Take The Pace", dem Klassiker "Are You Ready", "Power Strikes The Earth" oder "On The Loose". Toll in Szene gesetzt von einer ausgeklügelten Lightshow hat die Band jedoch sichtlich Spaß an ihrer Darbietung und beendet ihr Set mit dem Doppelschlag "Check's In The Mail" und "Rock The Neighbours". Starker Auftritt einer selbst zu ihren Hochzeiten stets unterschätzten Formation, aber wo blieb DER Überhit "Never Satisfied"??

Victory avancieren so zu den Gewinnern des Abends a) weil sich bei den ersten drei Grave Digger-Stücken "Return Of The Reaper", "Hell Funeral" und "Knights Of The Cross" der Sound erneut verschlechtert, b) da sich gesamtatmosphärisch gesehen ein wenig Langeweile breit macht und c) weil uns die Zugfahrt noch in den Knochen steckt und wir den Entschluss treffen, den Abend lieber bei einem gemütlichen Bierchen mit den Zeltnachbarn ausklingen zu lassen. Es mag andere Stimmen geben, aber bei allen, mit denen wir danach noch sprechen, rangieren Grave Digger nicht unter den echten Highlights des Festivals. Die sollten jedoch am Freitag folgen.
(Fuxx)

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