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Festival-Bericht

Walpurgis Metal Days X

mit Samael, Benediction, Unleashed, Artillery, God Dethroned, Graveworm, Desaster, Final Breath, Omnium Gatherum, GodHateCode, Excrementory Grindfuckers, Angmar, Seasons In Black, Outrage, Nazarene Decomposing, Ultrawurscht, Exotoxin, Full Of Anguish & Devastating Enemy

Hauzenberg, Hauzenberg 07. - 08.05.2010

(Fotogalerien: Wmd10 Freitag, Wmd10 Samstag)

Das Wetter hatte uns die ganze letzte Woche ordentlich geärgert. Ständiger Regen und für die Jahreszeit viel zu niedrige Temperaturen - wie soll da denn bitteschön so etwas wie Festival-Feeling aufkeimen? Aber schlussendlich hat man es ja noch nie von ein paar Wolken abhängig gemacht. Und wenn die Walpurgis Metal Days schon in die zehnte Runde gehen, überlegt man auch nicht lange. Schließlich ist das Billing zu diesem besonderen Event auch ein ganz besonderes!

Als die Heavyhardes-Crew am frühen Nachmittag in Hauzenberg eintrifft, muss sie allerdings feststellen, dass auf dem Zeltplatz inmitten des ortseigenen Kurparks noch verdammt viele Parzellen übrig sind. Letztes Jahr zu dieser Zeit konnte man von Glück reden, wenn man noch irgendwo eine kleine Lücke ergattern konnte, die obendrein nicht von den Nachbarn für ihre Kumpels reserviert war und mit gefletschten Zähnen verteidigt wurde. Liegt's also vielleicht doch am Wetter? Oder ist der Konkurrenzdruck vom Metalfest Austria, das kommendes Wochenende gleich um die Ecke ausgetragen wird, so groß? Wir werden es nicht erfahren und die Laune lassen wir uns davon auch nicht verderben!
(Dagger)

Freitag, 07.05.2010

Full Of AnguishDer Eröffnungspart fällt dieses Jahr den aus der Passauer Region stammenden Full Of Anguish zu, die vor ziemlich spärlicher Kulisse das Festival eröffnen. Alarmsirenen läuten das Set ein, bevor der old-school-lastige Thrash Metal des Fünfers durch die Boxen knallt. Der Sound ist recht fett und druckvoll, wenn auch ein klein wenig zu laut aufgedreht. Sänger Marco Oswald ist gut unterwegs auf den Brettern, die die Welt bedeuten und nützt die Bühne ordentlich aus, was man von der Saitenfraktion leider nicht behaupten kann. Die Anwesenden vor der Bühne gehen zu dieser frühen Uhrzeit noch recht wenig mit, aber an Beifall nach den Songs wird nicht gespart. Ein guter Einstand in das Festival.
(Ray)

Nazarene DecomposingMit einem dezenten "Wir sind Nazarene Decomposing aus Passau, Fuck You" machen die ebenfalls vor der Haustür wohnhaften Blackies klar, was die nächsten 40 Minuten auf dem Programm steht. Ein übergroßes umgedrehtes Kreuz hängt am Mikro, als passend zum Beginn des Sets kurzzeitig die Sonne durch die Wolken bricht. Das Zelt ist etwas voller geworden als noch beim Opener, jedoch noch weit von gut gefüllt entfernt. Das Trio (ohne Bassist) bringt den Black Metal mit einer minimalistisch-statischen Bühnenaktion dar, so wie Black Metal eben sein muss: roh, rau und mitten auf die Zwölf. An den Songs gibt es nichts auszusetzen, die drei Düsterheimer wettern mit "Burn The Crucified Whore" und "Walk The Satanic Way" kräftig gegen die Sonne an, die auch alsbald wieder hinter dunklen Gewitterwolken verschwindet. 1:0 für den Black Metal.
(Ray)

Excrementory GrindfuckersDer erste Publikumsmagnet des Festivals spielt frei nach der Devise: ein bisschen Grind muss sein. Die Excrementory Grindfuckers ziehen eine ganze Menge Leute vom Campingplatz ins Festivalzelt, wo das erste Mal so richtig Stimmung aufkommt. Irgendwie aber auch kein Wunder, denn die Band zeigt sich bestens gelaunt und auch optisch kann man mit einer rosaroten Hello Kitty-Gitarre Akzente setzen. Vor der Bühne ist einiges an Bewegung zu verzeichnen, es wird gebangt und gemoscht und auch die geforderte Mosh-Polonaise ("Fata Morgana") wird bereitwillig mitgemacht. Nur mit dem Spruch "Wir haben gutes Bier, Becks, mit nach Bayern gebracht..." macht man sich keine Freunde. Egal, nach der Ode an Hannover ("Hannover (Du Fotze)") wird mit dem Spruch "So Kinder, jetzt wird erst einmal gekackt..." das Stimmungslevel etwas weiter empor gehoben, da schadet auch etwas Dancefloor ("Kein Grindcore") nicht. Mit mächtig viel Beifall werden die Grindfuckers nach "Grindcore Out Of Hell" und "Hallo Bomme" verabschiedet und die Mosher wanken bierselig wieder von dannen.
(Ray)

Omnium GatherumNach viel Krach zu Beginn des Festivals steht mit Omnium Gatherum der erste etwas melodischere Act auf der Bühne. Die Finnen bewegen sich musikalisch im Bereich alte In Flames, d.h. Melodic Death der härteren und qualitativ besseren Sorte. Das Zelt hat sich nach den Grindfuckers wieder geleert, so dass eine rechte Stimmung leider nicht aufkommen kann und das, obwohl wir bereits nach 18:00 Uhr haben und ohnehin nur noch vier Bands am ersten Tag warten. Schade, denn die Skandinavier sind aus meiner Sicht die bis dato beste Band des WMD X und hätten wesentlich mehr Zuspruch verdient. Insbesondere die Songs vom aktuellen Album The Redshift - z.B. "The Return" und "A Shadowkey" - machen so richtig Lust auf mehr. Ich denke, der Silberling wird demnächst in meiner Sammlung zu finden sein. Ich kann nur sagen "Finland twelve points".
(Jan)

ArtilleryFür manch einen Alt-Thrasher mag die Anwesendheit der Dänen Artillery den Ausschlag für seinen Festivalbesuch gegeben haben. Schließlich war die Band satte zehn Jahre von der Bildfläche verschwunden, ehe sie letztes Jahr mit dem Album When Death Comes und einem Paukenschlag in die Szene zurückkehrte. Dass die Gebrüder Stützer, die beide noch aus dem '82er Ur-Lineup übrig sind, und der Rest ihrer Truppe in all den Jahren nichts verlernt haben, davon kann man sich an diesem Abend livehaftig überzeugen. Denn es scheint den Herrschaften so richtig Freude zu bereiten, wieder auf den Brettern zu stehen. Und das überträgt sich nur zu schnell auf die Audienz. Los geht's mit "Rise Above It All" vom aktuellen Album, dicht gefolgt von dessen Titeltrack und schon zum dritten Song "By Inheritance" vom gleichnamigen Album entbrennt vor der Bühne der erste Pit. Also nichts wie rein ins Getümmel... Für Frodo! Das Hauptaugenmerk der Liedauswahl an diesem Abend liegt zwar klar auf der aktuellen Scheibe - "10.000 Devils" und "Upon My Cross I Crawl" stehen noch auf dem Plan - aber Fans des älteren Materials kommen mit Titeln wie "Into The Universe" und dem finalen "Warhead" natürlich auch auf ihre Kosten. Die Stimmung vor der Bühne ist jedenfalls von der ersten bis zu letzten Minute genial. Wo nicht gerade der Pit am Toben ist, kann man diverse Fans beim Headbangen oder Mitsingen erspähen - wirklich schade, dass der Gig nach 50 Minuten schon wieder ein Ende hat!
(Dagger)

GravewormAls Fan der ersten Stunde sind Graveworm für mich natürlich Pflicht, zumal ich die Südtiroler längere Zeit live nicht gesehen hatte. Wie die letzten Alben aber schon vermuten ließen, hat die Combo seit ihren Anfangstagen härtemäßig deutlich zugelegt, was dann auch beim Live-Gig bestätigt wird. Leider ist der Sound nicht ganz ausbalanciert, so dass beispielsweise die Keyboard-Melodien nicht richtig zur Geltung kommen. Sei es drum, der Stimmung tut das keinen Abbruch. Zu den überwiegend neueren Stücken wie "Vengeance Is Sworn" oder "Forlorn Hope" vom aktuellen Diabolical Figures und einigen Songs von der Collateral Defect bildet sich ein Dauer-Moshpit. Mit dem Österreicher Moritz Neuner an den Drums knüppeln die Jungs aber auch älteres Material wie "Hateful Design" vom (N)utopia, "Legions Unleashed" vom Engraved In Black und einem Song vom Scourge Of Malice von der Bühne. Die Menge hat ihren Spaß und das Festival nun endgültig Fahrt aufgenommen.
(Jan)

BenedictionMit 20 Minuten Verspätung betreten schließlich die Herren von Benediction die Bühne. Nun dürfte sich wohl so ziemlich jeder, der im Besitz eines Festivaltickets ist, im Zelt eingefunden haben und das mit gutem Grund. Denn die Briten zählen zu den großen Pionieren des Genres und haben bis heute kaum an Faszination eingebüßt. So wundert es auch nicht weiter, dass der erste Pit nicht allzu lange auf sich warten lässt. Zu "Nothing On The Inside" ist es dann soweit und die Menge vor der Bühne kommt ordentlich in Bewegung. Überhaupt darf sich der Fan über eine ausgiebige Reise durch die komplette Discografie der Briten freuen, denn jedes Album soll berücksichtigt werden. Nach "Shadow World" nimmt sich Frontmann Dave Hunt einige Minuten, um mit dem Publikum zu plaudern. Gerne kommt er in unser Land, wie er uns verrät, weil er dann an seinen Deutschkenntnissen feilen kann. Infolge dessen hält er auch die ganze Rede in einem erstaunlich guten Deutsch und lässt es auch nicht aus, uns noch eben Neuzugang Nick Barker in der Schießbude vorzustellen. Doch genug der vielen Worte - es warten noch etliche Groovemonster auf den geneigten Hörer, so "Unfound Mortality", "They Must Die Screaming", "I", "Burying The Hatchet" oder "The Dreams You Dread". Schließlich entbrennt zu "Suffering Feeds Me" der vermutlich größte Pit des Abends. Als Dankeschön erzählt uns Dave, dass die Band nun lieber einen Song mehr aus ihrer Kiste kramt, als obligatorisch erst einmal von der Bühne zu verschwinden, um dann eh noch mal zurück zu kommen. Die Zugabe besteht schließlich aus drei Nummern: "Magnificat", "Jumping At Shadows" und zuletzt der Titeltrack vom 1990er Debüt-Album Subconscious Terror.

Nach 70 Minuten Old-School-Death haben wir uns alle den Feierabend redlich verdient. Ekelhaft kalt ist es draußen, man kann sogar den eigenen Atem sehen. Aber Meckern hilft ja nicht und schließlich warten am Wagen noch ein Fläschchen Billig-Scotch und das eine oder andere Dosenbier auf unsere Crew. Wann der Tag dann tatsächlich mal sein Ende findet, soll im Nebel (oder vielleicht doch eher im Dunst) liegen...
(Dagger)

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