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Konzert-Bericht

DevilDriver, Behemoth, Scar Symmetry & Arsis

Neckbreakers Ball

Backstage, München 07.11.2009

Vier derzeit angesagte Bands ziehen durch das Land und sorgen überall für volle Hallen. Damit kann eigentlich nur der Neckbreakers Ball gemeint sein, der am 07.11.2009 auch einen Zwischenstopp in München einlegte und zu dem nicht wenige Anhänger des Extreme Metal ihren Weg ins Backstage fanden.

Den Anfang machen die Amis Arsis, die die halbvolle Halle mit ihrem Death-Thrash zum Kochen bringen und für einen Haufen Mosher und Headbanger sorgen. Das Quartett spielt einen routinierten Gig runter und zeigt den Anwesenden, dass sie Bock auf den Gig haben. Die Leute danken es den Jungs mit viel Applaus und einem schönen Moshpit. Nach einer halben Stunde ist die Sache dann auch vorbei und es wird erstmal Zeit den Merch-Stand aufzusuchen.
Beim T-Shirt-Preis von 20 Euro vergeht mir dann etwas die gute Laune und so plane ich mein Geld lieber für mehr Bier ein.

Also mit neuem, kalten Bierbecher warte ich gespannt auf den Auftritt der Schweden-Prog-Deather Scar Symmetry, die erstmals mit zwei Sängern auf Tournee sind. Es ist mittlerweile etwas voller geworden und auch beim Sextett sind überall Headbanger und Mosher auszumachen, sodass die Band den Gig als vollen Triumph sehen kann. Es werden alte Gassenhauer, wie "The Illusionist" und Granaten jüngeren Datums ausgepackt und die Menge singt textsicher mit. Nach etwas mehr als 40 Minuten ist dann Schicht im Schacht und die Combo verlässt schweißgebadet die Bühne.

Nun folgen fast 30 Minuten Umbaupause, welche durch düstere, sphärische Musik untermalt wird und so lässt man die Anwesenden ziemlich lange auf den Gig der Polen Behemoth warten. Mit Evangelion haben diese wieder mal einen Monolithen von einem Metal-Album veröffentlicht und so ist der Andrang heute besonders groß. Als Nergal und seine Gefolgschaft schlussendlich die Bühne betreten, wird es ungemütlich und augenblicklich bricht ein gigantischer Moshpit los. Dass die Jungs sich live extrem präzise durch das durchaus komplizierte Song-Material knüppeln, ist ja mittlerweile zum Markenzeichen geworden und auch an diesem Abend bleiben sie sich in dieser Hinsicht treu. Bei Behemoth fällt erstmals auf, wie unterschiedlich die beiden Headliner und ihre Fans sind. So geht leider nur die halbe Halle auf den teuflischen Death-Black der Polen ab und die anderen Fans können den Gig von DevilDriver gar nicht erwarten und müssen das während den Song-Pausen auch laut kundtun.
Nach fast 60 Minuten ist dann endgültig Schluss und Nergal hinterlässt eine glückliche Fanschar und ungeduldige DevilDriver-Fans.

Nun folgt eine kürzere Umbaupause und vor der Bühne wird schon vorsorglich richtig schön gequetscht, so dass quasi die komplette Halle sich in der Arena befand. Kaum ertönt die erste Note von DevilDriver, rasten fast alle Anwesenden aus und es wird extrem heftig gemosht und getanzt. So wird es unerträglich in der Arena des Backstage-Werks und so fliehen einige doch recht schnell auf die Ränge der großen Halle. DevilDriver ziehen derweil sämtliche Register, liefern eine arschtighte Show ab und machen viele Fans glücklich. Das laufende Tattoo Dez ist auch sichtbar glücklich mit der Meute und treibt diese mit leicht prolligen Ansagen an.
Nach einem mehr als genialem Behemoth-Konzert fällt es mir an dem Abend schwer, mich mit dem doch sehr prolligen Metalcore-Sound der Amis anzufreunden und so trete ich nach 60 Minuten und Ende der regulären Spielzeit die Heimreise an.

Fazit: Behemoth, Arsis und Scar Symmetry waren eindeutig die Gewinner des Abends und DevilDriver eine Spur zu, ich wiederhole mich, prollig für dieses Billing. Doch insgesamt kann man den Abend als vollen Erfolg werten.

Basti

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