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Festival-Bericht

Summer Nights Open Air

mit Kreator, Satyricon, Swashbuckle, Arch Enemy, Ensiferum, Hackneyed, Grailknights, Eisregen, Lyfthrasyr, Equilibrium, Bitterpiece, Belphegor, Scale Of A Bloody Ruin, Endstille, Alestorm, Emergency Gate, Die Apokalyptischen Reiter, Kataklysm, Legion Of The Damned, Misery Speaks, Ultrawurscht, Sabaton, Neaera, Keep Of Kalessin, Behemoth, Varg, Wolfchant, Sodom, Obscurity, Sycronomica, Mercenary, Graveworm, Cataract, Scarecrow N.W.A., Lovekraft, Mortipherus & Grotscent

Burg Frauenstein, Mining am Inn 22. - 24.05.2009

(Fotogalerien: Summernightsopenair2009 Freitag, Summernightsopenair2009 Samstag, Summernightsopenair2009 Sonntag)

Als Vorhut der Heavyhardes-Crew hatte ich mich schon am Donnerstag auf den Weg nach Mining am Inn gemacht, wo zum zweiten Mal das Summer Nights Open Air im Umfeld der idyllisch gelegenen Burg Frauenstein stattfinden sollte. Gegen 17:00 Uhr erreichte ich die kleine Ortschaft Ering, wo Camping- und Parkplätze untergebracht waren. Beide waren zu diesem Zeitpunkt schon gut gefüllt und ich konnte froh sein, dass mir ein Platz freigehalten wurde.
Ein ruhiger und entspannter erster Abend mit dem einen oder anderen Bierchen hätte es eigentlich werden sollen. Doch zu unser aller Überraschung kam es dann doch ganz anders. Dunkelheit hatte bereits die Zeltplätze bedeckt, als urplötzlich ein Sturm heraufzog, der nicht nur die Zelt- und Parkplätze in eine riesige Schlamm-Wüste verwandelte, sondern auch zahlreiche Zelte und einen großen Teil der aufgebauten Pavillons mit sich riss. Zu acht mussten wir unser ohnehin schon marodes Bauwerk umklammern, trugen nach einer etwa 30-miütigen Schlacht am Ende aber den Sieg über das Unwetter davon.
Der CampingplatzDoch es gab auch Verluste. Am nächsten Morgen verließen einige Camper frustriert den Ort des Geschehens, nachdem ihnen der Sturm offenbar alles genommen hatte. Auch die Veranstalter wurden von den Geschehnissen überrascht, die Hauptbühne hatte offenbar einigen Schaden erlitten und so konnte mit dem Programm erst gegen 18:00 Uhr gestartet werden, anstatt wie geplant um 11:35 Uhr. Einige Bands mussten daher abgesagt werden, das Programm auf der Metalcore-Stage im Mininger Burghof wurde komprimiert und so konnte der Schaden einigermaßen begrenzt werden.
(Dagger)

Freitag, 22.05.2009

Am Freitag Vormittag traf dann der zweite Teil der Heavyhardes-Delegation am Ort des Geschehens ein. Nachdem wir in Ering angekommen waren mussten wir feststellen, dass der Acker, der als Parkplatz fungieren sollte, nicht mehr da war. An seiner Stelle war ein großer brauner See getreten (aus welchem man nur gegen Bares vom Bauern mit seinem Traktor wieder herausgezogen wurde). Nun, da ich meine Schwimmflügelchen ausnahmsweise nicht mit dabei hatte, entschieden wir uns, im Ort selbst zu parken. Ein entsprechendes Plätzchen war schnell gefunden, so dass sich der Fußmarsch nur marginal verlängerte. Also erstmal alles gepackt und los gings: Wohl dem, der eine Sackkarre mit dabei hatte, denn so konnten wir all die schwer schleppenden und fluchenden Fans überholen, die versuchten, so viel wie möglich auf einmal zu tragen, um die Sohlen zu schonen. Je näher wir an das Campingareal kamen, desto mehr schlammverkrustete Menschen kamen uns entgegen. Und die meisten sprachen die gut gemeinte Warnung aus, nicht mehr auf den Zeltplatz zu gehen, was sich alsbald als sehr guter Ratschlag entpuppen sollte. Gottlob haben wir noch ein gutes Plätzchen bei den Wohnmobilen bekommen, wo uns meine Kumpels vom B.B. Events e.V. etwas freihalten konnten. Mit dem Domizilaufbau konnten wir uns dann etwas Zeit lassen, denn aufgrund von Sturmschäden an der Hauptbühne wurde der Beginn erst auf 14:00 Uhr, später auf 15:00 Uhr verlegt. Warum jedoch auch die Running Order der kleinen Nebenbühne über den Haufen geworfen wurde, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden, denn von Schäden an dieser Bühne war nicht die Rede. Dann war es endlich soweit und es ging zur Bändchenausgabe. Doch dort, wo meine Schreiberkollegen tags zuvor ihres erhalten hatten, wurde man abgewiesen, da es die Gästeliste nur noch vor der Hauptbühne gäbe. Da die angedrohten Bändchenkontrollen am Eingang Zeltplatz doch nicht statt fanden, konnten wir so ungehindert den langen Marsch antreten. Nachdem wir dann endlich ausgestattet waren, ging es zur ersten Ortsbegutachtung.
Was sofort auffiel und sich auch im Laufe der drei Tage als mangelhaft herausstellen sollte, war das Angebot an fester Nahrung. Gegenüber dem Vorjahr wurden die Futterstände reduziert und auch das Angebot wurde eingeschränkt, so gab es z.B. den Apfelstrudel nicht mehr, auf den ich mich schon gefreut hatte. Auch der Bierpreis ließ einen erst einmal schlucken. Durch die räumliche Trennung der beiden Bühnen gegenüber dem Vorjahr waren nun separate Einlasskontrollen nötig, die jedoch nicht wie befürchtet zu allzu langen Schlangen führten. Als suboptimal stellten sich hier jedoch die Ausgänge heraus, denn nicht selten musste man warten, um aus dem Gelände heraus zu kommen. Dies war vor allem angesichts von gerade einmal fünf Minuten Pause (Hauptbühne - Nebenbühne) etwas eng. So musste man sich entscheiden, entweder den letzten Song der gerade spielenden Band oder den ersten Song der folgenden Band zu verpassen. Doch nun zum musikalischen Geschehen.

UltrawurschtNach langem Warten und einigen Verschiebungen ging es dann nun endlich um 15:00 Uhr los. Ultrawurscht hatten, wie eigentlich erwartet, ein leichtes Spiel mit den zahlreich anwesenden Fans. Die Stimmung war sofort top und die lange Wartezeit vergessen. Nach "Here Comes The Wurscht" war es Zeit für die "Dry-Cunt-Salami", die "aus F**** von alten Weibern gmacht wird", so Dr. Mett Wurscht (Vocals). Das volle Grindbrett kam bestens bei den Anwesenden an, die locker flockig mitgingen und den ersten Pit des Festivals ins Leben riefen. Anstelle des ansonsten obligatorischen Weißwurschtwettessens (war ja schon nach zwölf) wurde ein Grill vor der Bühne aufgebaut und lecker Bratwürstel ins Publikum verteilt. Klar, dass Frau Antje ebenso ihr Fett weg bekam wie der gute alte Hr. Meica. Der "Oachekaskrainer" beschloss dann auch den sehr kurzweiligen Set.
(Ray)

Als nächstes kamen dann die mir unbekannten Misery Speaks auf die Bühne und servierten uns eine energiegeladene Show. Der Platz füllte sich und das Publikum nahm den melodiösen Deathmetal gut an. Auch ein Circle-Pit könnte zu diesem Zeitpunkt schon ausgemacht werden! Solider Auftritt des deutschen Fünfers!
(Stephan)

Keep Of KalessinKaum fing bei Keep Of Kalessin der Sturm auf der Bühne (die Band wurde auf die kleinere Second Stage verschoben) an, weinte auch der Himmel über Mining. Da ich eh grad ein Bier holte, blieb ich auch gleich unterm Zelt von dem Stand. Das kühle Nass ließ die Fans aber kalt, von denen sich ein ordentlicher Pulk vor der Bühne befand. Die sogenannten "Mötley Crüe" des Black Metals, die momentan überall zu spielen scheinen, gingen wie gewohnt ab und nach ca. zehn Minuten hörte auch der Regen auf - die Stimmung stieg bei allen Anwesenden merklich an und man sah die ersten Crowdsurfer. Durch geile Songs in der Hinterhand und das gewohnte Stageacting waren die norwegischen Black-Thrasher der erste Highlight des noch jungen ersten Festival-Tages. Leider viel zu früh vorbei.
(Gabor)

Legion Of The DamnedDie holländischen Legion Of The Damned haben sich nun auf der riesigen Mainstage eingefunden. Richtig klein und irgendwie verloren wirkten Maurice (Vocals) und seine Mannen, aber sie nützten die Bühne gut aus und waren immer in Bewegung. Einige Hits vom aktuellen Cult Of The Dead-Album und auch ältere Songs wurden gezockt. Die mächtig langen Haare flogen nur wieder so herum, dass man auf die Haarpracht neidisch werden könnte. Die Legion leistete gewohnt gutes Acting und konnten den Fans wieder mächtig einheizen, eine Wall of Death gabs auch noch.
(Gabor)

Nachdem Legion Of The Damned den Besuchern schon ordentlich eingeheizt hatten, legte die kanadische Death-Metal-Institution Kataklysm gleich noch einen drauf. Mit ordentlichem Sound konnten Bandkopf Maurizio und seine Mannen ihren Ruf als ausgezeichnete Live-Band einmal mehr untermauern. Der Raum vor der Bühne war mittlerweile prall gefüllt und die gute Stimmung unter den Fans wollte von der ersten bis zur letzten Nummer nicht abreißen. Das Set könnte man am besten als eine Art Best-Of der letzten vier Alben beschreiben. Spürbare Hochpunkte erreichte die Stimmung bei großen Klassikern a la "In Shadows & Dust", "Let Them Burn", "Manipulator Of Souls" und natürlich "As I Slither". Für mich das Highlight des ersten Abends, das auch von den Reitern und Satyricon nicht getoppt werden konnte.
(Dagger)

Neaera sind in unseren Breitengraden sichtlich kein unbeschriebenes Blatt mehr und so war es nicht verwunderlich, dass der Platz vor der Bühne eng wurde. Dies bemerkte auch der Sänger und wies darauf hin, dass er diesmal wohl nicht mehr die Aussprache des Bandnamens erklären müsse. Die Show war sehr intensiv, und die Band wie auch das Publikum hatten Spaß an diesem Auftritt. Über Moshpit, Wall of Death und Circle-Pit um den gesamten Platz war hier alles vertreten. Kein Wunder bei Songs wie "Let The Tempest Come" oder auch "Spearheading The Spawn". Hätte hier bloß der Mischer nicht mit der Lautstärke übertrieben, denn weniger ist manchmal mehr.
(Stephan)

Die Apokalyptischen ReiterAuch Die Apokalyptischen Reiter gaben sich schon im letzten Jahr auf dem Summer Nights die Ehre. Diesmal ohne weiblichen Beistand (ist jetzt wieder ein männlicher Gitarrist) zogen sie ihr Programm souverän durch. Der SM-Keyboarder Dr. Pest mit seiner Peitsche und der Hollywoodschaukel war auch diesmal wieder der Blickfang. Songs wie "Riders On The Storm" oder "Reitermania" stachen wieder heraus. Das neuere Songmaterial ("Es Wird Schlimmer", "Adrenalin", "Der Adler" oder "Seemann") mit überwiegend cleanem Gesang ist natürlich Geschmacksache. Den Anwesenden schien es, wie man am Applaus hörte, zu gefallen. Ansonsten war, bis auf das Fahnenschwenken des Sängers, der Gig eher unspektakulär. Den Abschluss bildete einmal mehr "We Will Never Die", der noch einmal kräftig für Bewegung sorgte.
(Gabor)

Bevor die Apo-Reiter fertig waren, huschte ich rüber zu anderen Bühne um die Melodic-Power Metal-Combo Sabaton aus Schweden anzusehen, welche sichtlich große Freude haben bei diesem Event dabei zu sein. Angeblich haben sie vorher noch nie auf einem Festival gespielt. Wer's glaubt. Umso mehr legten sie sich ins Zeug, die Stimmung war gut und es wurde von Seiten der Fans eifrig mitgesungen. Schade eigentlich, dass nicht mehr melodische bzw. traditionelle (ich kann die Bezeichnung True Metal nicht ab) Bands hier spielen. Mich würde es freuen. Es fanden sich auch zusehends mehr Leute vor der Bühne ein um die Combo anzufeuern. Wenn es wirklich der erste Festivalauftritt war, haben sie ihn mit Bravour bestanden.
(Gabor)

SatyriconEs war jetzt die Zeit für den Mainact gekommen, wenn auch mit einer gehörigen Verspätung. Die Norweger Satyricon hatten die Ehre, den ersten Festivaltag ausklingen zu lassen. Dementsprechend war es voll geworden. Die Bühne in atmosphärisches Licht getaucht und mit tollem klaren Sound boten uns Satyr, Frost und Co. Schwarzmetall oder seit Volcano "Black & Roll" vom Feinsten aus ihrem beachtlichen Schaffen. Ihre Musik weiß wie immer zu gefallen, die charismatische Stimme von Satyr (der mittlerweile die Haare kurz trägt) verbreitet einen angenehmen Flair, man muss nicht immer kreischen wie ein Baby, dem man seinen Schnuller weggenommen hat. Als Zugabe gab's wie immer das vielfach geforderte "Mother North", das für viele als einer der Black Metal-Songs gilt. Die letzten Kraftreserven wurden noch einmal zum Bangen und Haare kreisen mobilisiert. Goiler Gig.

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