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Konzert-Bericht

Omission, Lighthouse & Kelevra

Sunny Red, München 06.05.2009

(Fotogalerie)

Und wieder einmal habe ich mich in den Untergrund von München begeben.

Es ist Mittwoch Abend. 20:00 Uhr. Ort: Sunny Red. Das Erste, was einem begegnet, ist ein veganer Apfelkuchen. Das ist ein guter Einstieg zu einem Abend, der stark vom Hardcore Punk geprägt sein wird. Das Sunny Red ist ein netter kleiner Schuppen unterhalb des Orangehouse. JUZ-Atmosphäre kommt da schnell auf, was auch die Verzierungen an der Wand wie kotzende Pandabären unterstützen. Während der nächsten eineinhalb Stunden passierte erst Mal wenig. Es wurden Leute begrüßt, die erste Band schaute noch einmal, ob auch alles da ist, wo es sein soll und dann wurde gewartet.
Durch eine organisatorische oder sonstige Unklarheit kam es zu Beginn zu Verzögerungen, weswegen das Konzert erst gegen 21:30 Uhr beginnen konnte.
Für einen eher kleinen Schuppen wie dem Sunny Red war es angenehm gefüllt. Es hätten noch ein paar Leute Platz gefunden, aber es waren genug, dass ordentlich Stimmung aufkommen konnte. Das Publikum war angenehm heterogen zusammengesetzt.

Um ca. 21:30 Uhr fingen dann Kelevra mit ihrem Programm an. Die Mischung aus Metalriffs im Stile von Maiden und einer Core-Grundlage hat unter Fans der Band schon die Stilrichtung Maidencore angedichtet. Und das trifft es ganz gut. Die beiden Gitarren (Lui und Stefan) zeigen immer wieder Stärken in den Melodien, wenn Riffs gedoppelt werden, bei Solis. Bass (Mosi) und Schlagzeug (Mario) setzen dem Ganzen passend Druck dagegen, so dass die nötige Härte auch entsprechend rüberkommt. Hauptschreihals der Band ist Peter, der vor der Band kreist und auch zwischen den Songs durch Erklärungen zu den Lyrics das Publikum unterhält. Nebenbei schreit auch Mosi immer wieder einmal, wodurch auch im Geschrei Abwechslung möglich wird und es sich anbieten würde, hier noch mehr zu experimentieren.
Musikalisch sind die fünf schon sehr routiniert - kleine Fehlerchen seien der Atmosphäre wegen verziehen -, jetzt gilt es noch etwas mehr mit dem Publikum zu interagieren, dieses mehr mit einzubeziehen. Auch wenn es den Leuten offensichtlich gefallen hat, so kommt sicherlich noch mehr Stimmung auf, wenn hier noch etwas mehr Einsatz gebracht wird. Die Bühne war klein, wodurch der Bewegungsradius der Musiker stark eingeschränkt war, doch wage ich zu behaupten, dass man auch auf einem so kleinen Raum etwas mehr mit dem Puplikum interagieren kann. Aber genau dafür sind Auftritte da und die Band ist noch jung.
Die Jungs machten eine richtig gute Sache, das Publikum war begeistert, Mario verlor sein letztes Hemd und auch anderen Bandmitgliedern konnte man ihren Einsatz ansehen. Nach einer halben Stunde war der Auftritt aber auch schon vorbei. Die Band hat gerade ihr erstes Demo aufgenommen. Man darf gespannt sein, wie das so wird.

Anschließend kam die obligatorische Pause, nach der dann Lighthouse aus Augsburg ihren Teil zum Abend beitrugen. Es wurde gescheit aufgedreht, was etliche Anwesende veranlasste, das Luft schnappen/Rauchen/Münchner Nachthimmel anstarren verfrüht und ausladend zu genießen. Die Band bot recht typischen Hardcore mit punkiger Grundlage an und eines kann man ihnen ganz sicher nicht vorwerfen: Mit ihrer Energie sparen sie nicht. Die Jungs gingen richtig gut ab und wurden vom Publikum auch ordentlich aufgenommen. Da die Musik vor dem Sunny Red noch immer recht ordentlich zu hören war, hatten auch die Geflüchteten kein Problem, dem Konzert weiterhin zu folgen. Mir war das Dargebotene etwas zu eintönig, zu sehr auf das ausgerichtet, was derzeit in der Hardcore-Szene eben so dargeboten wird. Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich Lighthouse auf jeden Fall wiedererkennen würde, sollte mir etwas vorgespielt werden. Was sie an Energie bieten, sollten sie vielleicht auch beim Songwriting einbringen. Nach einer guten halben Stunde verabschiedeten sich dann Lighthouse und das Sunny Red leerte sich zunehmend.

Headliner des Abends waren im Anschluss Omission, die sich allerdings vor einem deutlich spärlicheren Publikum wiederfanden. Da die Bühne für unbrauchbar befunden wurde (Lighthouse hatten es schon vorgemacht) und genug Platz vorhanden war, begaben sich die Jungs einfach vor die Bühne und legten mit ihrem Punk der alten Schule (mit Hardcore-Akzent) ordentlich los. Die Niederländer kommen sympathisch rüber und man merkt, dass sie bereits mit einiger Erfahrung ausgestattet sind. Mir haben die Jungs von Omission vorher nichts gesagt, konnten mich aber mit ihrer ordentlichen Leistung davon überzeugen, dass es richtig war, das Konzert zu besuchen. Bis auf kleine Sperenzchen wegen des Lichtes legten sie eine souveräne Vorstellung aufs Parkett und das noch anwesende Publikum zeigte, dass ihm gefiel, was geboten wurde.

Alles in Allem verbuche ich das als gelungenen Abend. Es ist schön zu sehen, dass der Untergrund lebt, sich bewegt und viel Interessantes hervorbringt.

Sophos

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