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Konzert-Bericht

Children Of Bodom, Ektomorf & One Man Army & The Undead Quartet

All-Kart-Halle, Kaufbeuren 14.01.2006

Nach knapp zweistündiger Fahrt durch das eiskalte, leicht verschneite Allgäu erreichten wir endlich die All-Kart-Halle in Kaufbeuren, die sich für mich als Erstbesucher recht eindrucksvoll zeigte. Um 19:00 Uhr war die ca. 1200 Menschen fassende Halle noch recht leer und kühl, erst im Laufe der nächsten halben Stunde wurde es einigermaßen voll. Insofern erkundete ich schon mal den Merchandise Stand, dessen Preise zwar nicht gerade günstig (20 € für Tour-Shirt, 15 € für Shirt vom Vorgängeralbum) aber trotzdem noch im Rahmen waren. Besonders positiv fielen mir die moderaten Getränke und Verpflegungspreise ins Auge; 2 € für eine Hopfenkaltschale bzw. einen ordentlichen Happen zu Essen bieten zu keinerlei Klage Anlass. Die Professionalität des Veranstalters zeigte sich zudem durch die sehr gut ausgeschilderten Fluchtausgänge, die gute Luftzufuhr sowie die zumindest zu Beginn des Konzerts sehr sauberen Toiletten. Wie zu erwarten dominierten im sehr gemischten Publikum vor allem diejenigen, welche ein Children of Bodom Shirt zur Schau trugen; doch auch die zahlreich vertretenen Anhänger von Ektomorf zeigten Flagge.
Es versprach also ein interessanter Abend zu werden... Zumindest konnte man schon früh die erotische Wirkung von Death Metal bewundern - alle drei Meter ein Paar beim Fummeln...

Mit One Man Army And The Undead Quartet gab es zur Einstimmung brachialen Death/Thrash Metal, der recht solide präsentiert wurde. Obwohl sich die Jungs redlich ins Zeug legten, wollte bis zum Ende des Gigs nicht so wirklich Stimmung aufkommen, aber das kann man der relativ unbekannten Band kaum zum Vorwurf machen. Zwar konnte man einige kleinere Moshpits beobachten, doch der berühmte Funke wollte einfach nicht so recht überspringen. Etwas störend für mich war die immer wieder auffallende Gleichförmigkeit einiger Songs, wobei ich mich aber nicht gänzlich festlegen möchte. Alles in allem ein respektabler, aber nicht herausragender Gig, der ohne Zugabe ein ziemlich schnelles Ende fand.

Nach kurzer Umbauphase stürmten Ektomorf die Bühne, und wie auf dem Summer Breeze erfüllten die Jungs auch diesmal die Erwartungen. Wie bei vielen Bands zeigte der Sound der Ungarn erst in der Halle seine ganze Kraft. Hier entfaltete der harte Thrash seine volle Wirkung: Kreisende Matten, ein einziger Moshpit vor der Bühne, hüpfende Zuschauer - Wahnsinn! Schon vor dem Gig waren die "Ektomorf, Ektomorf!" Sprechchöre immer lauter geworden, was die Band mit einer ausgezeichneten Performance honorierte. Immer wieder animierten die Ungarn das Publikum mit "Jump-Jump" Rufen, warfen Wasserflaschen ins Publikum und grinsten um die Wette.
Offenbar fanden es die Jungs auch noch irre lustig, sich von den Leuten ein saftiges "Fuck You All!" ins Gesicht brüllen zu lassen - ok, wer's mag... Auch hier gab es keine erkennbare Zugabe; vermutlich wollte man nicht allzusehr mit der Menge kokettieren, sondern gleich das volle Programm spielen.

Damit waren die ca. 1000 Menschen bereits bestens auf Children Of Bodom eingestimmt, die als Kulisse für ihren Auftritt ein aufwändiges Bühnenbild gewählt hatten: Im Zentrum befand sich ein Autowrack aus den 50er Jahren, das auch aktiv in die Performance mit einbezogen wurde - und wie zu erwarten gaben die Finnen alles. Logischerweise wurde an diesem Abend in erster Linie das neue Album Are You Dead Yeat? berücksichtigt, dessen Lieder auf Grund ihrer Eingängigkeit und Energie außerordentlich gut ankamen. Alexi & Co. fegten wie die Teufel über die Bühne, der Frontmann selber legte auch mal hin und wieder eine waghalsige Turnübung auf dem Autowrack hin, dass man fast meinen könnte, er würde im nächsten Moment herunterfallen.
Moshpits, einige mutige Crowdsurfer und begeistert mitsingende Fans rundeten die Atmosphäre des Auftritts eindrucksvoll ab. Zwar war die Stimmung nicht so ausgelassen wie bei Ektomorf, aber trotzdem konnte man von einem sehr gelungenen Auftritt sprechen. Gespielt wurden neben Songs vom aktuellen Album wie z.B. "Are You Dead Yet", "Living Dead Beat" oder "We're Not Gonna Fall" auch Klassiker wie "Needled 24/7" - eine ausgewogene, vor allem auf die Livewirkung ausgelegte Setlist.
Im letzten Drittel des Gigs gaben Alexi und Keyboarder Janne einige anspruchsvolle Soli zum Besten, die aber dem Konzert etwas die Dynamik nahmen. Mag mitunter Geschmackssache sein, (bin persönlich kein Fan von überlangen Soli) es war auf jeden Fall beachtlich, welche technischen Kunststückchen die beiden auf ihren Instrumenten vollführten. Anders als die Bands davor spielten Children Of Bodom eine recht lange Zugabe, die jedoch zu einem relativ frühen Zeitpunkt erfolgte.

Ein Abend mit dem man zufrieden sein konnte, was uns von Veranstalterseite auch nach dem Gig bestätigt wurde. In der Form kann man sich auf den nächsten Auftritt von Children Of Bodom sehr freuen.

Robert

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