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Festival-Bericht

Walpurgis Metal Days IX

mit Vital Remains, Tankard, Vader, Grave, Enthroned, Sinister, Debauchery, Wolfchant, In Slumber, Fjoergyn, Artas, Scarecrow N.W.A., Scars Remain, Grailknights, Disbelief, Dornenreich, Fleshless, Poppy Seed Grinder & Ravenlore

Festplatz Hauzenberg, Hauzenberg 01.05. - 02.05.2009

(Fotogalerien: Wmd9 Freitag, Wmd9 Samstag)

Freitag, 01.05.2009

RavenloreFestival-Opener waren in diesem Jahr Ravenlore. Die vier Jungs aus Bayreuth/Oberfranken begannen pünktlich um 15:00 Uhr mit ihrem 40-minütigen Gig. Für den sonst oft unliebsamen Posten als erste Band des Tages war das Festzelt sehr gut gefüllt. Bereits ab Spielbeginn hatten sich eine Menge Festivalbesucher vor der Bühne versammelt um zum Sound von Ravenlore, der sich am besten aus einer Kombination Death- und Black Metal, gepaart mit einer Portion Melodie beschreiben lässt, abzugehen. Ravenlore gaben Songs wie "Silent Killer" aus ihrem ersten Album Where The Last Laughter Died (damals noch unter dem Namen Dod Aernst) und vom erst frisch Ende 2008 erschienenen Werk Through The Raven's Eye zum Besten. Für die Jungs selbst war das Walpurgis Metal Days sogar der erste offizielle Gig in 2009. Und ich bin der Meinung, dass sie ordentlich gerockt und für ihren Auftritt wohlverdienten Applaus geerntet haben.
(Madeleine)

Nach einer 20-minütigen Umbaupause ging's dann mit fettem Grindcore weiter. Poppy Seed Grinder aus Prag übernahmen das Ruder und konnten sich von Beginn an einer großen Fangemeinde vor der Bühne erfreuen. Die fünfköpfige Band konnten mit Songs ihres aktuellen Albums Humanophobia überzeugen und für einen deftigen Moshpit vor der Bühne sorgen und wurden auch nach 40 Minuten Spielzeit gut abgefeiert.
(Madeleine)

FleshlessFür die nun folgenden Fleshless aus der tschechischen Republik war somit der Boden bereitet. Seltsamerweise war der Platz vor der Bühne jedoch anfänglich noch spärlicher besucht als bei den Poppy Seed Grindern, was sich jedoch in relativ kurzer Zeit ändern sollte. Der Brutal Death mit Hang zum Grind lief ordentlich gut rein, und die Jungs konnten schnell die Sympathien auf ihre Seite ziehen, was nicht zuletzt an Songs wie "Scream Of Decapitated" lag. Die Fans dankten es zu dieser doch noch recht frühen Uhrzeit mit reichlich Haareschütteln und einem gepflegten Pit. Erwähnenswert ist noch, dass Gitarrist Ludek Hrzan seine Vokuhila-Frisur weiter ausgebaut hat. Sehr kultig!
(Ray)

DornenreichNach so viel Grind und Geprügel tat eine Abwechslung dringend Not und Dornenreich, der Stolz aller österreichischen Schwarz-Metaller, kam da gerade recht. Viel Nebel, die Bühne ganz in blaues Licht getüncht - das ist die rechte Plattform für Eviga und Inve, die seit kurzem live auch wieder zu elektronischen Zutaten greifen. Los ging's mit "Trauerbrandung" vom Klassiker Her Von Welken Nächten, dicht gefolgt vom Titelstück desselben Albums. Schnell wurde klar, dass die Summe aus E-Gitarre + Violine + Schlagzeug an diesem Abend nicht so recht funktionieren wollte, was aber in erster Linie am verworren klingenden Sound lag, der viele Details der aufwendigen Kompositionen verschlungen hatte. Die Freunde aus Österreich, die die ersten Reihen bevölkerten, störte das natürlich nicht. Und so wurden "Schwarz Schaut Tiefsten Lichterglanz" & Co dort vorne trotzdem ordentlich gefeiert. Als Zuckerl gab's schließlich noch ein neues Stück in Form einer Live-Premiere. Jedoch schienen hierfür die Texte noch nicht geschrieben zu sein - es blieb bei einer Instrumentaleinlage.
(Dagger)

Auf die Österreicher Dornenreich war ich sehr gespannt. Na ja, mehr wie drei Leutchen haben es nicht auf die Bühne geschafft. Gitarre, Violine und Schlagzeug - reduced to the max oder was? Dementsprechend drucklos kommen Hits wie "Trauerbrandung", "Schwarz", oder die "Jagd" rüber und das nichtvorhandene, statische Stageacting von Eviga und Co. geben dem Auftritt den Rest. Vor allem das Nachjustieren der Instrumente nach jedem Song störte einen flüssigen Auftritt ungemein. Man sollte meinen die Jungs hätten genügend Live-Routine. Dabei sind die Songs gut und die Mimik von Evola sehenswert. Ihre Fans jubeln zwar, aber sie könnten es besser.
(Gabor)

DisbeliefWährend beim folgenden Umbau nicht nur die Becken an den Drums gewechselt wurden, erfolgte auch vor der Bühne eine Art Umschichtung. Denn nun stand Death Metal auf dem Plan und zwar solcher von der brachialen Sorte: Disbelief sind eine jener Bands, die man aus hundert schon während der ersten Takte eines ihrer Stücke erkennt. Und ab 19:30 Uhr demonstrierten sie, dass man sich in diesem Zelt nicht zwangsläufig mit einem minderwertigen Sound zufrieden geben muss. Für die folgenden 50 Minuten verwandelten Nackenbrecher der Marke "66Sick", "Navigator", "Spreading The Rage" oder "The Return Of Sin" den Raum vor der Bühne in ein einziges lebendes, im Takt groovendes Mosh-Monster. Frontmann Karsten Jäger, alias Jagger, schrie sich in gewohnter Manier die Seele aus dem Leib und selbst langsamere Stücke wie das hypnotisierende "Misery" ließen die Stimmung im Zelt nicht abreißen. Bravo! Die Jungs aus Gundernhausen waren definitiv das erste große Highlight dieses Tages. Aber es standen ja noch zwei Schwergewichte auf dem Programm.
(Dagger)

Tankard
Schwergewicht ist ein gutes Stichwort: Die Thrasher Tankard aus Frankfurt sind in the house! Gerre und seine Mannen geben einen Best Of Set, außer "Octane Warriors" und "Stay Thirsty" vom aktuellen Album Thirst, zum Besten, der sich gewaschen hat: "The Morning After", "Zombie Attack", das von Gerre mit den Worten "Tankard ist sowieso die einzig seriöse Band auf diesem Festival" angekündigte "Die With A Beer In Your Hand", das als Liebesballade verkaufte "Rectifier" über "666Packs", "Freibier" bis zum obligatorischen Abschluss namens "Empty Tankard". Gerre war auch wieder einmal sehr zeigefreudig und entblößte nach kurzer Eingewöhnungszeit bei jeder Gelegenheit seine Bierplautze. Basser Frank hielt gegen Ende des Sets auch nichts mehr auf der Bühne und so wanderte er bei "Zombie Attack" sogar im Photograben umher. Sehr unterhaltsamer Auftritt der Frankfurter Bierkrüge, der dementsprechend bierselig vom vollen Zelt abgefeiert wurde.
(Gabor)
Vital Remains22:20 Uhr - Zeit für den Headliner des ersten Tages! Mit Vital Remains aus den Staaten konnten die Veranstalter ein echtes Großkaliber in Sachen Todesblei an den Start bringen. Doch wo war Glen Benton, der seit zwei Alben für diese Truppe ins Mikro brüllt? Vermutlich ist er damit beschäftigt seine Campagne "Benton For President" weiter auszubauen, aber ist auch egal. Der Kerl, der an seiner Stelle nun das Mikro aufzufressen drohte, machte seine Sache ebenfalls sehr gut. Nach dem Intro "Where Is Your God Now?" mit einigen Samples aus Mel Gibsons Passionsspielen brach mit "Icons Of Evil" die Hölle über uns alle herein. Vital Remains agieren klar an den Grenzen des Möglichen, wenn es um Geschwindigkeit und Brutalität geht. Obgleich Songs wie besagtes Titelstück des aktuellen Albums durchaus melodische Passagen besitzen, fegte ein Blast-Gewitter nach dem anderen durch das Zelt. Wirklich schade, dass der Sound abermals sehr undifferenziert ausgefallen war, dafür donnerten die Drums umso wuchtiger aus den Boxen. "Let the killing begin!" stellte die Weichen für den großen Vernichtungsschlag: "Dechristanize" und schließlich "Hammer Down The Nails". Was jedem bibeltreuen Christen die Tränen in die Augen treibt oder vielleicht vor Zorn ein Äderchen auf der Stirne platzen lässt, spornte die Fans in dieser Kathedrale zu letzten körperlichen Höchstleistungen an. Nach 70 Minuten hatte man sich den Feierabend und all die feinen Drinks, die schon bei den Zelten warteten, redlich verdient.
(Dagger)

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