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Konzert-Bericht

Misery Index, Hate Eternal, Aeon & See You Next Tuesday

Feierwerk, München 19.01.2009

(Fotogalerie)

Sehr schicke Packung, die das Feierwerk da am 19. Januar im Programm hat. Drei Bands, die ich nicht nur kenne, sondern deren letzte Outputs auch von mir rezensiert wurden und dabei alle fünf Punkte erhalten hatten, da kann ja wohl nichts schief gehen. Dazu mit See You Next Tuesday eine Combo, von der ich bis dato noch überhaupt nichts kannte und die somit den Punkt "Horizonterweiterung" auch noch abarbeitete, für das Rundum-Wohlfühl-Paket war also (zumindest theoretisch) gesorgt.

Pünktlich um 20:00 Uhr legten See You Next Tuesday vor einem etwa zur Hälfte gefüllten Feierwerk los. Doch mit was die Amis da loslegten, sorgte für mehr als einen fragenden oder gar verwirrten Blick im Zuschauerraum, denn solch ein sonisches Chaos habe ich seit dem mehr oder weniger denkwürdigen Auftritt von War From A Harlots Mouth im Vorprogramm von Job For A Cowboy nicht mehr gehört. Nachvollziehbar? Von wegen! Halbwegs zugänglich? Denkste! Da war nichts, was der unvorbereiteten Zuhörerschaft den Zugang zu diesem Gig ermöglichte und so nahm es nicht Wunder, dass mehr als ein Schwermetaller in Richtung des Bierstandes oder der Merchmeile verschwand. Sprüche wie "So a Schoaß!" waren da noch die gemäßigteren Reaktionen, die ich übrigens uneingeschränkt nachvollziehen konnte. Als dann Frontmann Fox kurz vor Ende des Auftrittes noch fragte, ob überhaupt jemand die Band kenne, war dann auch die Reaktion aus dem Publikum recht zurückhaltend, genauer gesagt: nicht vorhanden, was mich nun überhaupt nicht wunderte.

Egal, auch diese Darbietung war dann irgendwann zu Ende, jetzt konnte es ja nur noch besser werden, zumal mit Aeon eine Band kam, deren letztes Werk nur ganz knapp an der Höchstwertung vorbeigeschrammt war.
Nun, besser wurde es auch, vor allem natürlich musikalisch, aber das war auch nicht anders zu erwarten gewesen, denn das Liedgut der Schweden ist einfach nur als mächtig zu bezeichnen. Und das klappte auch recht gut mit der akustischen Umsetzung an diesem Abend, der Sound war recht gefällig geraten. Was man vom Auftritt selber aber nur mit Abstrichen behaupten konnte, denn so wirklich viel war auf der Bühne nicht los. Nun erwarte ich von gestandenen Todesmetallern wahrlich keine Hüpfeinlagen oder sonstige Gimmicks, aber ein wenig Bühnenpräsenz sollte doch gegeben sein. Und da haperte es vor allem bei Sänger Tommy, der sich nicht nur kaum bewegte, sondern die meiste Zeit direkt vor seine Füße starrte, gerade so, als müsse er seine Texte vom Teleprompter ablesen (Halford lässt grüßen). Das fand ich dann der Stimmung nicht gerade zuträglich und wirkte einfach etwas unprofessionell. Der Rest der Show war allerdings recht solide geraten, so dass von einem Reinfall auch nicht die Rede sein konnte. Etwas mehr allerdings hätte ich mir schon erwartet, so bleibt es bei dem abschließenden Urteil "ganz okay".

Dafür gab es anschließend mit Hate Eternal eine weitere Steigerung in der Qualität der Auftritte, auch wenn selbst dieser Gig nicht die Höchstwertung verdient hatte. Sehr solide holzten sich die vier Amis durch ihr Set und aus irgendeinem Grund fand ich die Show auch ein klein wenig zugänglicher als noch bei ihrer letztjährigen Headliner-Tour. Das mag unter anderem daran gelegen haben, dass der Sound diesmal anders war; nicht so wahnsinnig basslastig wie letztes Mal oder auf der letzten Scheibe, sondern eher im normalen Bereich. Dadurch haben zwar die Stücke vom aktuellen Output ein bisschen Eigenständigkeit verloren, aber das Gesamtpaket wurde dadurch wesentlich zugänglicher. Die rasend tolle und mitreißende Show werden Hate Eternal wohl nie geben, aber ein anständiges Maß an Bühnenpräsenz konnte man den Mannen um Erik Rutan dennoch attestieren. Endurteil: "befriedigend bis gut".

Fehlte nur noch der Headliner (auch wenn die Tour vielerortens als Double Headliner Tour angekündigt war, erlaube ich mir hier ganz einfach, die letzte Band des Abends so zu bezeichnen) und auch hier gab es wieder eine Steigerung zu den Vorgruppen zu verzeichnen, denn Misery Index hatten nicht nur mit Traitors ein bärenstarkes Album im Gepäck, sondern auch jede Menge Spiellaune mitgebracht. Das sah das Publikum denn wohl auch genauso, denn bei diesem Gig war mit Abstand am meisten Bewegung vor der Bühne zu verzeichnen. Es war einfach diese kleine Stück Extra-Engagement, das diesen Auftritt zum besten des Abends werden ließ, hier stimmten sowohl Show als auch Sound, aber auch das Publikum, welches wohl hauptsächlich wegen Misery Index gekommen war, machte es dem Quartett relativ leicht, die Stimmung nach oben zu schrauben. Ein guter Gig, der auch genau diese Bewertung von mir erhält: Gut.

Nun, auch wenn der Beginn des Abends etwas zäh war, wurde es dann doch von Band zu Band besser, so dass man von einem ganz gelungenen Konzert sprechen darf, zumal sich auch die Merchandise-Preise im zivilen Rahmen bewegten. Mal sehen, wie sich die beiden Headliner auf dem Summer Breeze präsentieren, aber diesen Gigs sehe ich durchaus positiv eingestellt entgegen...

Hannes

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