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Konzert-Bericht

Die Toten Hosen & Airbourne

Machmalauter

Olympiahalle, München 27.12.2008

Man kennt es ja zur Genüge: Es ist Weihnachten, man sieht die ganze Verwandtschaft, wird reichlich beschenkt und futtert wie ein Weltmeister. Die Toten Hosen zeigen daher soziales Engagement und bieten am 27.12. die ultimative Möglichkeit den ganzen Speck wieder abzutrainieren. Natürlich war dieses Ereignis schon Monate zuvor ausverkauft, da dies erste Tour der Düsseldorfer seit vier Jahren ist und mit In Aller Stille haben sie auch ein recht respektables Album an den Mann gebracht.

Es ist kalt am dritten Weihnachtsfeiertag, als meine Begleitung und ich vor der riesigen Olympiahalle ankommen und auf Unmengen von Fans blicken. Der Einlass hat schon begonnen und auch die wildesten Punks reihen sich friedlich ein und lassen sich vom Personal begrabschen. So kommen wir recht schnell in die Halle und können vor Show-Beginn noch den Merchandise-Stand begutachten. 22 Euro für ein T-Shirt ist zwar ein ganze Menge, aber dennoch nicht so übermäßig hoch wie bei den meisten Bands, die in dieser Halle spielen. Dass auch, trotz Finanzkrise, das Geld recht locker sitzt, beweisen unzählige Tour-T-Shirt-Träger.

Pünktlich um 20:00 Uhr betreten dann die australischen Shooting-Stars Airbourne die etwas verkleinerte Bühne und beginnen mit "Stand Up For Rock'n'Roll" vor einer halbvollen Halle. Dennoch kommen die vier Aussies gut beim Publikum an und rocken im Opener was geht. Ein paar Unwissende und Unverbesserliche zu meiner Seite sind recht erstaunt und lassen Sprüche wie "AC/DC für Arme" oder "Wusste gar nicht, dass AC/DC Supportband machen" vom Stapel. Ich war natürlich bestens vertraut mit dem Material der Jungs und fand den Auftritt recht gelungen. Es wurden ausschließlich Hits vom Debüt Runnin' Wild gespielt, obwohl man mit der EP Ready To Rock auch noch ein paar Songs in der Hinterhand gehabt hätte. Allerdings fällt mir mit jedem Song auf, dass die Herren das Zeug live etwas langsamer und gesitteter spielen. Auf Plastik klingt alles so räudig und wild, wogegen heute auch die älteren Semester überzeugt werden wollten. Nach viel zu kurzen 30 Minuten verlassen Airbourne unter freundlichem Applaus die Bühne.

Mittlerweile war die Halle gerammelt voll und die Stimmung bestens. Pünktlich um 21:00 Uhr erklingt das Tour-Intro "Blitzkrieg Bop" von The Ramones und Campino betritt samt Band die nun riesige Bühne. Mit der aktuellen Single "Strom" geht es auch gleich fulminant los und hier offenbart die Olympiahalle erstmals ihre große Schwäche: der Sound ist nicht gerade gut. Hauptsächlich hört man den Gesang von Campino und das Schlagzeug von Vom. Die Gitarren und der Bass sind zwar zu hören, spielen aber eher eine untergeordnete Rolle. Mit "Weil Du Nur Einmal Lebst" geht es gleich rasant weiter und das Publikum zeigt sich verdammt textsicher und gut gelaunt. Auch die Toten Hosen fühlen sich sichtbar gut und liefern eine richtig gute Performance. An der Lichtshow und Videoleinwänden wurde nicht gespart, sodass jeder seinen Spaß hatte. Bei der Setlist ging man auf Nummer sicher und lieferte die ersten 90 Minuten einen Hit nach dem anderen. Dann war erstmal Pause angesagt und die Jungs verließen kurzzeitig die Bühne.
Dann kam ein milde Überraschung und die Band kam für drei Song der Unplugged-Scheibe zurück auf die Bühne. Nämlich "The Guns Of Brixton", "Still, Still, Still" und "Alles Wird Vorüber Gehen"! Als die letzten Noten von "Alles Wird Vorüber Gehen" verklungen waren, war auf einmal wieder Strom im Spiel und mit "Eisgekühlter Bommerlunder" wurde der Partysong schlechthin auf die Fans losgelassen.
Campino ist zudem nicht gerade bekannt für gute Bühnenansagen und auch heute bewies er mal wieder, dass fast jeder Frontmann es besser kann. Besonders fällt dies bei "Bayern" auf, bei dem erstmal eine kleine Hasstirade auf den großen Münchener Fußballclub und Uli Hoeneß gehalten wird.
Doch alles wird mal vorüber gehen und nach 140 Minuten erklingt der letzte Song "You'll Never Walk Alone", welcher noch mal von der gesamten Halle mitgegröhlt wurde. Danach wurde die Band unter tobendem Beifall verabschiedet und man machte sich dann auf den Heimweg.

Unterm Strich war es ein genialer Konzertabend mit den Toten Hosen in Bestform und einer Super-Vorband. Die Fans waren alle begeistert und auch ich, der eigentlich nur wegen Airbourne da war, ging zufrieden nach Hause. Nebenbei muss man heute erwähnen, dass die Pfandmafia an diesem Tag derbe Verluste einfahren musste, da fast jeder die bedruckten Bierbecher mit nach Hause genommen hat.
Achja und der Speck ist nach so einem anstrengendem Konzert mit vielen Pogo-Kreisen natürlich etwas geschrumpft, daher können die Jungs ihre Aufgabe als erfüllt betrachten.

P.S.: Auf www.concertonline.de kann man sich das ganze Konzert für zehn Euro herunterladen!

Basti

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