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Konzert-Bericht

Graveworm, Atargatis & Metamorphosis

Titanic City, München 02.07.2004

Zweimal ist es mir schon gelungen, eine meiner Lieblings-Dark/Black Metal Bands zu verpassen, auf dem letztjährigen Wacken und Anfang diesen Jahres in Regensburg. Umso größer war nun meine Vorfreude, Graveworm endlich hier in München livehaftig zu erleben. Und es sollte ein Genuss werden.

Der Genuss ging schon am Eingang los, als mir von den ebenso netten wie hübschen Metal Meridian Damen der Einlass gewährt wurde. Nach einem kurzen Plausch ging es dann runter in's Titanic City, wo Metamorphosis noch mit dem Soundcheck beschäftigt waren. Da sich erst so ca. 15 Nasen herumtrieben, wurde die Zeit bis Konzertbeginn erst mal mit zwei, drei Hopfenkaltschalen vertrieben. Um halb neun eröffneten dann die mit Sessionmusikern verstärkte Truppe um Boris Ascher den Abend mit "Dawn In Black". Der Zuschauerzuspruch hielt sich zu diesem Zeitpunkt noch arg in Grenzen, so dass der Raum direkt vor der Bühne noch komplett freigelassen wurde und sich der Großteil der wenigen Leute um die Bar drängte. In den gut 45 Minuten Spielzeit wurde ein Querschnitt der beiden Alben "Gnosis Diabolo" und "Nocturnal Rhymes" dargeboten. Ich muss schon sagen, livehaftig kommen Songs wie z.B. "Self Redeemer" und "The Devil¬’s Ground" eine ganze Ecke knackiger rüber als auf CD. Mit zunehmender Spielzeit machten sich jedoch (genauso wie auf CD) Abnützungserscheinungen breit, was unter anderem auch an der Bühnenpräsentation lag, die, abgesehen vom Gitarristen, eher statisch ausfiel. Dass es trotz des beschränkten Platzangebotes auch anders geht, sollten die darauffolgenden Bands noch zeigen. Nach dem letzten Song wurde die Band jedoch nochmals auf die Bühne für eine Zugabe zurückgerufen. Als Abschluss gab es dann noch das Cover von Maiden¬’s "Powerslave", das ordentlich rockte und auch entsprechenden Beifall einfuhr. Am Ende hat der Mann hinter dem Drumkit auf seine Stöcke verzichtet und nur mit den Händen die Becken bedient, die dann doch lustig umherflogen. Ein guter Abschluss eines nicht berauschenden Gigs.

Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann mit den Regensburgern Atargatis weiter. Die mir bis dato noch unbekannte Band hat mit diesem Auftritt einen neuen Fan in mir dazu gewonnen. Der Gothic/Dark Metal um die sympathische Frontfrau Stephanie Luzie, gepaart mit den tiefen Growls von Lord Lornhold wusste von Anfang an zu überzeugen. Stephanie zeigte auch gleich, dass man auch auf einer kleinen Bühne für Bewegung sorgen kann. Barfüßig tanzte sie zu ihren Songs und bot auch sonst eine sehr professionelle Show. Inzwischen war das Titanic City auch gut gefüllt, so dass Songs wie "Circle Of Life" oder "Dragons Of Ice" auf entsprechend euphorische Resonanzen stießen. Leider war der Auftritt viel zu kurz, aber auch hier wurde lautstark nach einer Zugabe verlangt, die dann auch mit Crematory¬’s "Tears Of Time" bereitwillig gewährt wurde. Beide Daumen hoch für Atargatis!

Dann war es endlich soweit! Graveworm kamen und hatten sofort alle auf ihrer Seite. Inzwischen war das Titanic City mit ca. 70 ¬– 80 Leuten ordentlich gefüllt. Nach dem Intro ging es mit "Awaiting The Shining" vom Underneath The Crescent Moon Album los, gefolgt von "Legions Unleashed". Vor der Bühne wurde gebangt / gemosht, was die Haare her gaben. Auch der Verfasser dieser Zeilen konnte sich nicht mehr zurückhalten und schüttelte begeistert sein Haupthaar. Gleich als Song Nr. drei spielte Graveworm meinen All-Time-Fave "Demonic Dreams", bei dem ich mir fast die Rübe von den Schultern bangte. Einfach nur geil! Das sahen wohl die anderen Besucher ebenso, wie sonst ist es zu erklären, dass sich der ein oder andere gar ehrfürchtig vor der Bühne niederkniete??? Mit dem eben erwähnten "Demonic Dreams" wurde die Dream-Time eingeläutet, denn es folgten "Dreaming Into Reality" und "Dreaming Beauty". "Loosing My Religion" wurde dann einem Stefan gewidmet, der am nächsten Tage Geburtstag hatte. Auch von dieser Stelle aus nochmal Alles Gute! Mit "Unhallowed By The Infernal One" und dem abschliessenden "Abhorrence" fand der Abend ein viel zu frühes Ende. Auch hier gab es mit "Opera" nochmals Nachschlag, bevor die Band die Bühne verließ. Doch damit gaben sie die Fans immer noch nicht zufrieden. Unaufhörlich wurde nach einer weiteren Zugabe verlangt, die dann auch tatsächlich gegeben wurde. Allerdings nur unter der Voraussetzung, das Titanic City in einen Hexenkessel zu verwandeln. Für die Fans war dies ein leichtes! Und so fand der Abend mit "Of Menace" noch ein würdiges, aber leider auch endgültiges Ende. Graveworm haben mich damit auch von ihren Livequalitäten überzeugt. Was bleibt, ist die Erinnerung an ein einfach nur geiles Konzert! Danke Metal Meridian, danke Graveworm!

Setlist Atargatis:
Intro
Selina
Circle Of Live
From Sirius
Sea Of Hate
Forlorn Soul
Dragons Of Ice
Angels Crying
Outro
---
Tears Of Time

Ray

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