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Konzert-Bericht

Age Of Carnage, Human Destroyer & Ad Vesperum

Sunny Red, München 11.04.2008

Age Of Carnage waren für mich beim Moosburger Assault Fest im Februar eine der drei Top-Bands, deshalb war ich umso erfreuter, dass die Kelheimer wieder in der Gegend auftraten. Also auf ins Sunny Red, wie ca. 100 weitere Gäste auch.

Den Anfang durfte die junge Münchener Combo Ad Vesperum machen, deren Musik einen sehr skandinavischen Einschlag hatte. Maßgeblicher Einfluss sind hier definitiv die Kinder vom Bodom-See, was nicht nur die melodische Musik mit tiefen Growlgesang, sondern auch das Posing vor allem an der Gitarre stark verdeutlichte. An der Musik gibt's außer der mangelnden Eigenständigkeit nichts auszusetzen, die Songs hatten Schneid, waren sehr abwechlungsreich, man konnte sich sowohl zu Blast- und Uptempo-Passagen als auch zu Mitempo- und langsamen Teilen gepflegt die Rübe abschütteln. Das taten dann auch jede Menge Leute vor der Bühne, wodurch der Auftritt zu einer klasse Veranstaltung wurde. Daumen hoch, bin gespannt auf das Album, das die Jungs und das Mädel am Keyboard derzeit aufnehmen.

Human Destroyer hatten im Anschluss an diesen hervorragenden Auftritt einen schweren Stand, der wohl auch dadurch zustande kam, weil die Umbaupause zwischen Ende Ad Vesperum und Anfang Human Destroyer extrem lange dauerte. Vor der Bühne tummelten sich anfangs auch nicht ganz so viele Zuschauer wie bei der Vorgängerband, trotzdem gaben sich die Jungs alle Mühe, den Anwesenden einzuheizen. Doch egal wie engagiert das Quartett auch seinen Death Metal alter Schule darbrachte, Human Destroyer konnten es nicht verhindern, dass im Laufe des Gigs immer mehr Leute zum Rauchen nach draußen abzogen. Das Rauchverbot hat also auch was Gutes, insofern, als dass sich Bands richtig ins Zeug legen müssen, um das Publikum vor der Bühne zu halten, damit sich der eigene Auftritt nicht zum Fiasko entwickelt. Nimmt man dies als Indikator, war das eine eher duchwachsene Show.

Danach gab es das, was ich mir vom Assault Fest her erwartet hatte: feinsten Black Metal mit schwerem Death-Einschlag. Wie auch schon beim Auftritt im Februar boten Age Of Carnage eine tighte Show. Vom Fleck weg gaben die Jungs aus Kelheim Vollgas und schon nach kurzer Zeit waren auch viele der Anwesenden überzeugt, so dass der Bär vor der Bühne immer mehr steppte. Wehendes Haupthaar, gereckte Fäuste und gute Laune sowohl vor als auch auf der Bühne, egal ob bei eigenem Material der Marke "Blackrain City" vom gleichnamigen aktuellen Album, "Poltergeist" vom 2006er Demo oder beim Bloodbath-Cover "Eaten" vom Nightmares Made Flesh-Album, im Sunny Red war Hochstimmung angesagt, die auch nicht mehr abebben sollte. Bis zum Schluss hoffentlich...
Denn dann trat leider das ein, was ich von vornherein befürchtet hatte und was sich durch die etwas längeren Umbaupausen auch immer mehr abzeichnete: die Zeit der letzten S-Bahn stadtauswärts rückte immer näher und ich musste das Sunny Red gegen 00:30 Uhr leider vorzeitig verlassen und kam somit nicht mehr in den Genuss der letzten Age Of Carnage-Songs. Schade auch, denn die Jungs hatten Spaß in den Backen und brachten das auch entsprechend rüber. Trotzdem war's ein überwiegend gelungener Abend mit einer Band, die sich redlich mühte und zwei Bands, die eine jeweils starke Show boten.

Lord Obirah

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