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Konzert-Bericht

Xandria, Stoneman & Mely

Metropolis, München 10.04.2008

Manchmal wiederholen sich die Dinge eben doch: meine allererste Livebesprechung inklusive Interview für unsere geschätze Publikation fand im Kunstpark Ost mit Xandria statt - und kaum sind fünf Jahre (!!) vergangen, steht man wieder mehr oder weniger um die Ecke für die gleiche Konstellation. Damals war es die Rockgarage, an diesem Abend gehen wir ins Metropolis, aber den Ort des ersten Interviews kann man vom Balkon aus sehen. Ja ja, so schließen sich Kreise.

Aber bevor wir übermäßig sentimental werden, hier die Fakten. Xandria machen auf ihrer aktuellen Seventh-Veil-Tournee keine halben Sachen und kommen nun doch noch in München vorbei - im Oktober weilte man ja bereits in Ingolstadt. Und wenn man diese Ansetzung vergleicht, stellt man fest: geändert hat sich nichts. Die Qualität: gut bis hervorragend. Der Zuschauerzuspruch: schaun mer mal.

Als die Österreicher von Mely auf die Bretter des Metropolis gehen, finden sich vielleicht grade mal 20 Nasen ins dann doch weite Rund ein. Die Herren lassen sich davon allerdings nicht verdrießen, sondern starten fröhlich ihren Blumenstrauß aus melodischem Dark/Gothic Metal, wobei vor allem der sehr kompetente Gesang heraussticht. Songs wie "What Am I Doing Here?" und "Remembrance" beeindrucken durchaus, und so können die Ösis nach 30 Minuten einen Erfolg verbuchen.

Mittlerweile sind wenigstens noch die bei Konzerten dieser Art gern gesehen Damen in rauschenden Ballkleidern angekommen, wobei der ganz große Ansturm wohl ausbleibt. Somit müssen sich auch die Schweizer Stoneman mit einer überschaubaren Menge anfreunden, was allerdings auch diese Kombo nicht schreckt. Im 69-Eyes-Look zaubern die Herren einen Sisters Of Mercy-lastigen Sound, dem allerdings nach einigen Songs eindeutig der Überraschungseffekt ausgeht. Basser Dave Snow gibt einen überzeugenden Nikki Sixx, komplett mit Mantel und allem drum und dran, und Shouter Mikki Chixx grunzt sich ordentlich einen ab, aber so richtig Freude mag nicht aufkommen, als ein Mid Tempo-Stampfer den nächsten ablöst. Mein mitgereister Sympathisant legt denn auch Wert darauf, dass sein Missfallen kundgetan werde, was hiermit erledigt ist. Einzig die Rammstein-Nummer mit dem lustigen Titel "Wer XXX Will" bringt noch einen Farbkleckser, dann ist Ruhe im Karton.

Organisationsmäßig läuft alles bestens, die Umbaupausen sind kurz, und zwischendurch erklingt Maidens "Death On The Road". Geht doch!

Als Xandria schließlich auf die Bühne schreiten, haben sich vielleicht hundert Schlachtenbummler eingefunden. Liegt's vielleicht am Uefa-Cup? Egal gewese. Wie schon in Ingolstadt nehmen es die Bielefelder nicht übel, sondern liefern einen motivierten, energiegeladenen Auftritt ab, an dem wieder einmal alles passt. Mit "A New Age" und "Now And Forever" erwischen sie wieder einen gelungenen Start und legen dann mit "Emotional Man" und "Save My Life" weitere Nummern des nach wie vor aktuellen Salome-Albums nach. Die Stücke zünden auch heute wieder dank ihrer deutlich rockig-erdigen Ausrichtung, die eine ganz bewusste Neuausrichtung nach dem Bombast von India bietet und auf der Bühne bestens umzusetzen ist. Marco - in zünftigem Motörhead-Shirt und schweren Stahlkappenschuhen, Respekt! - feuert seine Riffs präzise ab und teilt sich mit Co-Gitarrero Philip an ausgewählten Stellen ebenso beherrschtes wie beherztes Stage-Posing. Drummer Gerit gerbt die Felle gewohnt zuverlässig, aber den Preis für den Derwisch des Abends holt sich aber natürlich wieder Basser Nils, der den Rotor fast unablässig kreisen lässt und ganz offenkundig riesig Spaß hat. Zentrum des Geschehens und der Aufmerksam ist jedoch wie stets Lisa, die auch heute abend wieder wunderhübsch bei Stimme ist und sowohl die heftigeren Parts ("Snow-White") als auch die getragenen Stücke ("Eversleeping", "Salome") gut gelaunt in die sprichwörtliche Tasche steckt. Ganz in schwarz setzt sie sich und die Nummern gekonnt in Szene, und wie schon in Ingolstadt markiert neben dem Club-Kracher "Sisters Of The Light" (das ich auf besonderen Wunsch meines dreijährigen Knaben mittlerweile geschätzte drölf Melonen mal hören durfte...) ihre Solo-Einlage mit einem folkloristischen Song den vokalistischen Höhepunkt des Abends. Nach "In Love With The Darkness" folgt wieder eine sehr ruppige Version von "India", das Marco fast schon wütend prügelt, bevor erst einmal Schluss ist. Aber so laut sind die Angereisten dann doch, dass man die Herren und die Dame noch mal auf die Bühne holt. Mit "Kill The Sun" bringen sie uns noch den Opener des Debüts, bevor der All-Time-Klassiker "Ravenheart" für Laune sorgt. Nach "Black Flame" verabschieden sie sich dann endgültig.

Was sagen wir dazu? Immer wieder eine Freude, eine so gut eingespielte und ebenso gelaunte Kombo vorzufinden, die eine gut gewählte Setlist mit Verve vorträgt. Jedem, der nicht da war, sei gesagt, dass man was verpasst hat - auch wenn an diesem Abend Olli Kahn im Strafraum von CHEtafe herumhüpfte und Spanier erschreckte. Der Mitgereiste legt übrigens Wert darauf, dass an dieser Stelle sein großes Vergnügen an der Hauptattraktion (gemeint ist die Band, nicht diverse Damen im Publikum) zum Ausdruck gebracht werde. Auch das haben wir dann erledigt.

Setlist Xandria:
A New Age
Now And Forever
Emotional Man
Save My Life
Snow-White
Ginger
Beware
Sisters Of The Light
Eversleeping
Fight Me
Salome
On My Way
Firestorm
Folksong (Solo Lisa)
Answer
The End Of Every Story
In Love With The Darkness
India
---
Kill The Sun
Ravenheart
Black Flame

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