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Konzert-Bericht

Ars Irae, Kraden, Undead Funeral & Contaminant

Titanic City, München 29.03.2008

(Fotogalerie)

Samstag abend, Konzi-Zeit. Beim Black Dawn am 22.12.2007 wurde es bereits angekündigt, dass die Rosenheimer Ars Irae zu ihrem Headlinergig kommen sollten, nun war es also soweit. Zu diesem Zweck hat man sich an diesem Abend im Titanic City am Kurfürstenplatz eingefunden, um pünktlich um 20:00 Uhr den musikalischen Reigen eröffnen zu können. Leider folgten dem Ruf nicht allzu viele, fand an diesem Wochenende doch auch das Ragnarök-Festival statt, das wohl einige Leute anzog. Die Zeit vor dem Beginn nutzte ich noch zu einem Interview mit den Münchnern Undead Funeral, doch aufgrund eines enormen Redeflusses und eines pünktlichen Konzetbegins musste das Interview gekappt werden. Dieses wird aber noch an anderer Stelle fortgeführt. Versprochen!

ContaminantAls die Oberpfälzer Contaminant ihren Set mit "Masquerade" begannen, war das TC zugegeben noch sehr mau befüllt. Dafür war die Bühne umso voller, denn diese mussten sich sechs Leute teilen. Dass somit der Bewegungsradius eines jeden einzelnen arg eingeschränkt war, dürfte klar sein. Exzessives Gepose Fehlanzeige. Vor allem der Fronter Sam war hauptsächlich damit beschäftigt, sich eine Kippe nach der anderen anzustecken. Gut, vor fast leerem Club zu spielen, ist wahrlich kein Vergnügen, aber etwas mehr Enthusiasmus wäre schön gewesen. Auf mich machte der Sänger einen etwas abwesenden Eindruck, aber vielleicht gehört das ja auch so. Die Mucke jedenfalls wusste schon zu gefallen, ich würde es mal als mit Keys versehenen melodischen Black Metal bezeichnen, so in die Richtung Graveworm. Black, Death, Thrash und Gothic heißen hier die Zutaten, die hier verarbeitet wurden. "Bloody Mary" und "Vicious Circle" wussten gut zu gefallen und am Ende gab es auch guten Beifall der Anwesenden, die zwar langsam, aber stetig mehr wurden, bevor es mit "Shaitan" schon den letzten Song gab.

Undead FuneralDie Münchner Undead Funeral trafen da wohl schon eher den Geschmack der "Meute". Das TC war auch bereits besser gefüllt, als das Intro "Funeral Ceremony", untermalt von mächtig viel Nebel, durch die PA kam. Doch wer hier gleich denkt, viel Rauch um Nichts, der wird eines Besseren belehrt. Das Trio holt sich für Liveauftritte Unterstützung an der Gitarre (Julian), damit sich Sarcedos Mortis ganz auf den Gesang konzentrieren kann. Und die Mischung aus Black und Thrash Metal mit einer gehörigen Portion Black'n'Roll verfehlte ihre Wirkung nicht. Auf der Bühne wurde gepost, was ging und auch das Publikum traute sich näher an die Bühne heran. Die ersten Haare flogen und Hey-Hey-Rufe machten die Runde, wenn auch mit Unterstützung von Sarcedos. Die Uptempo-Nummer "Frozen Winter Forest" bollerte recht amtlich aus den Boxen, gefolgt von "Ashes". Während Bassist Venator Ossium am rechten Bühnenrand auf sein Bassspiel konzentriert war, lieferten sich Julian und Sarcedos ein Duell in Sachen Posing. Wobei Julian gehörige Verstärkung dabei hatte, denn ein kleiner aber feiner Fanclub hatte sich vor ihm aufgebaut. Und der lieferte das volle Programm: Plüschtiere, Slip und BH flogen in Richtung Bühne und auch der Wunsch nach einem Kind von ihm wurde laut. Der Mann an der Klampfe dankte es auf seine Art: er biss einem Plüschtier den Kopf ab. "Trinity Of Death", "Blood Of A Virgin" und "Out Of Forest And Fjords" animierten immer mehr Leute zum Bangen, ehe dann "Silent Funeral" wie die CD auch den Set abschloss. Verdientermaßen gab es sehr viel Beifall von den nun geschätzten 70 Anwesenden. Ein gelungener Gig, der mit der Zugabe "Hel" endgültig seinen Abschluss fand. Doch ein Wermutstropfen blieb: "Riding Zombies" wurde nicht gespielt. Schade.

KradenOb ich es noch schaffe, die Blackies Kraden einmal vollzählig erleben zu können? Beim Black Dawn war die Band auf Trio-Größe dezimiert und auch an diesem Abend fehlte ein Mitglied. Der Mann an der Gitarre musste wegen Fieber seine Teilnahme canceln und so wechselte Marauder von der Schießbude an die sechs Saiten, wodurch die Songs vom Schlagzeug aus der Konserve bzw. Festplatte begleitet wurden. Der Platz vor der Bühne war nun endlich gut gefüllt, als "Navarre's Birth" den schwarzmetallischen Set, wiederum mit nicht wenig Nebel, einläutete. Sofort waren einige Banger am Werk, das Haupthaar kreisen zu lassen. "Rapture Of The Arx" folgte bevor es mit dem "Blut Der Ahnen" weiterging. Bereits jetzt war ein deutlicher Unterschied zum Gig im Backstage ersichtlich. Kraden waren an diesem Abend richtig tight und wussten mitzureißen. Zwischen den Songs gab es ordentlich viel Beifall für die Organisatoren des Abends. Fronter Lord Vagans lieferte eine ordentliche Show, entweder er kreischte sich die Seele aus dem Hals oder er bangte. So soll es sein. Von dieser Spielfreude ließen sich so einige mitreißen. "Lost" und "Depths Of His Dark Soul" folgten, bevor es mit "Vugyrc Metal" fast auch schon wieder vorbei war. Fast, denn den Abschluss bildete "Weltenbrand", bei dem mir Sarcados von Undead Funeral zuraunte, dass dieser Song absoluten Hymnencharakter hat. Und Recht hat er. "Weltenbrand" knallte ohne Ende und nach der letzten Note wurden sofort Zugabe-Rufe laut. Nach kurzem Beratschlagen wurde der Laptop wieder angestöpselt und "Blut Der Ahnen" wurde ein zweites Mal den Fans um die Lauscher geprügelt. Ein feiner Gig.

Ars IraeNach einer recht kurzen Umbaupause waren dann die Rosenheimer Ars Irae an der Reihe, den Abend würdig ausklingen zu lassen. Auch diesmal wurde der Set mit "Des Hammers Ruf" begonnen, gefolgt von "Oden's Hall". Zwar waren zu diesem Zeitpunkt leider schon wieder etwas weniger Leute im TC, dafür war für die verbliebenen Banger etwas mehr Platz. Ars Irae gaben auch einen Ausblick auf ihre neue Scheibe, die voraussichtlich im Herbst diesen Jahres erscheinen soll, "Erwachen" (hoffe, ihn richtig verstanden zu haben) hieß der Song und verspricht einiges für das neue Album. Weiter ging es im Programm mit "Ignis Fatuus". Ars Irae lieferten einen souveränen Gig ab, der in meinen Augen jedoch nicht ganz an den Gig im Backstage heranreichte, was jedoch am vermehrten Zuschauerzuspruch im Backstage liegen durfte. Die Band ließ sich jedoch davon nicht beirren und zockten routiniert ihren Black/Pagan Metal. Nach dem Doppelschlag "Zeitsturz" und "Verwelkt" war man dann auch schon wieder am Ende des Sets angelangt. Doch auch hier war sofort der erste Zugabe-Ruf zu hören, worauf Michi (Gesang) lapidar meinte "Des derf aber ned nur oana sei...", worauf die restlichen Anwesenden in den Ruf einstimmten. Daraufhin nahm man seine Plätze wieder ein um das finale "Elysium" zum Besten zu geben, bevor dann endgültig Schicht im Schacht war und die Jungs mit ordentlichem Beifall verabschiedet wurden. Ein schöner Abend, der mehr Zuschauer verdient gehabt hätte.

Tja, eigentlich war dann noch der zweite Teil des Undead Funeral-Interviews vorgesehen, doch zum Einen waren die Jungs mit dem Abbau des Equipments beschäftigt und zum Anderen setzte gleich im Anschluss der reguläre Samstagabend-Betrieb des TCs ein, was eine Aufnahme unmöglich machte. Aber der Rest folgt noch.

Ray

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