13 Headbänga online
16.10.2018 Halestorm
17.10.2018 Blackberry Smoke
18.10.2018 Tarja Turunen & Stratovarius
18.10.2018 Lucifer
19.10.2018 Lord Of The Lost
20.10.2018 Kataklysm & Hypocrisy
Reviews (10008)
Navigation
Artikel des Tages
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Konzert-Bericht

Undead Funeral, Reign Of Decay, Sheephead, Dead Alone & Over Your Threshold

Iron Autumn

Feierwerk, München 09.11.2007

(Fotogalerie)

Hach, endlich Wochenende! Was gäbe es da Besseres, als ein Konzert zu besuchen, zumal das Freitag-Abend-Programm inner Glotze eh zu wünschen übrig lässt?! Aber gibt's da auch was Anständiges auf die Löffel, bekannte Bands waren nicht auszumachen. Doch die Rettung nahte in Form von fünf Combos aus der Umgebung, die sich zusammen fanden, um dem geneigten Publikum ihre Art der Wochenendunterhaltung zu präsentieren. Lob für diese Einsatzfreude schon mal an dieser Stelle, auch weil das Event selbst organisiert war. Für den meines Erachtens sehr fairen Preis von zehn Euronen (das macht sage und schreibe zwei Tacken pro Gruppe!!) konnte man doch auch ein reges Zuschauerinteresse erwarten, doch leider wurde diese Erwartung nicht erfüllt. Die Rede war von 45 zahlenden Gästen, was mich doch sehr verwunderte; es war doch sonst nirgends was geboten...

Nun, egal, wenden wir uns lieber dem Ablauf des Konzerts zu. Den Anfang machten die Jungs von Over Your Threshold, die ich schon im Vorprogramm von Obscura & Co erleben durfte. Und wirkten sie damals noch recht verschüchtert, was die Bühnenpräsenz anging, durfte ich hier mit Befriedigung feststellen, dass sich in Sachen Interaktion mit dem Publikum doch Einiges getan hat. Zwar waren sie personell durch den kurzfristigen Ausfall ihres Bassisten geschwächt, machten dies aber durch ihre Spielfreude locker wieder wett. Gut, ein wenig war der fehlende Bass schon zu hören (oder eben nicht), aber der Stimmung unter den leider nicht sonderlich zahlreichen Gästen tat das nicht wirklich Abbruch. Die Mischung aus Death und Thrash Metal war genau richtig, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Am Schluss der Show konnte sich Sänger Leo sogar dazu durchringen, mit dem Publikum ein wenig zu schäkern, wenn das so weiter geht, wird noch ein richtiger Entertainer aus dem Jungen! Doch, ein recht feiner Beginn, der Lust auf mehr machte.

Als nächstes war Dead Alone an der Reihe. Doch die Umbaupause zog sich ganz schön in die Länge, ein kleiner Durchhänger seitens des Publikums war deswegen zumindest Anfangs des Gigs wohl leider nicht zu vermeiden. Das war allerdings nicht weiter schlimm, denn die Performance der vier Miesbacher war dazu angetan, schnell wieder in Konzertstimmung zu kommen. Düsterer, aber auch eine Ecke heavyer als der Opener gefiel mir die Mucke von Dead Alone ganz ausgezeichnet. Vor allem Sänger Martin hat mich überrascht, habe ich doch nicht damit gerechnet, dass in diesem Kerl so ein mächtiges Organ steckt. Lustigerweise wurden aber die ganzen Ansagen nicht vom Frontmann gemacht, sondern vom Bassisten Florian, der sich dabei als begnadeter Redner erwies. Runde Sache, dieser Auftritt!

Nach den Miesbachern ging es weiter mit der Gruppe Sheephead. Waren die bisherigen Bands eher im traditionellen Schwermetall verankert (wenn man bei Death oder Thrash überhaupt davon reden kann), überraschten mich die Pfaffenhofener durch ihren sehr modernen Sound. Starke Metalcore-Einflüsse brachten einen frischen Wind ins Abendprogramm und wurden von der Zuhörerschaft dankend angenommen. Dazu kam noch recht viel Bewegung auf der Bühne, hauptsächlich von Sänger Benjamin ausgehend. Bin ich auch nicht der uneingeschränkte Fan modernen Kreischgesangs, hat mich die Spielfreude und Energie des Fünfers voll überzeugt. Ein Kontrastprogramm, das wirklich ankam!

Vorletzte Band des Abends war nun mit Reign Of Decay wieder eine eher traditionelle Band, die dem Publikum ihren leicht progressiven, sehr technisch angehauchten Death Metal darbot. Und irgendwie ging dieser Auftritt ziemlich an mir vorbei. Ganz genau kann ich den Finger nicht drauflegen, aber irgend etwas hat hier nicht gezündet. War's der doch recht komplizierte Death Metal, der sich meinem Zugriff entzog, war es die recht zurückhaltende Bühnenperformance oder lag es doch an was anderem, aber leider hatte meine Stimmung hier doch einen deutlichen Durchhänger. Und anscheinend war ich nicht der Einzige, dem es so ging, denn der Saal leerte sich doch deutlich. Das muss nicht mal die Schuld der Band gewesen sein, aber schade war's schon.

Denn so durfte der "Headliner" und Organisator Undead Funeral leider vor fast leerem Saal auftreten. Das war nun wirklich schade, denn die um einen Gitarristen verstärkte Band hat sich den Arsch abgespielt, um das kaum noch vorhandene Publikum zu erfreuen. Der erfreulich altmodische Mix aus Black und Thrash Metal hat aber auch so was von Spaß gemacht! Man hat der Band auch keinen Augenblick angemerkt, dass sie vor leerer Halle spielte, DAS nenne ich mal Einsatzfreude, da können sich noch viele Bands die ein oder andere Scheibe abschneiden! Alleine die Tatsache, dass es zu drei(!) Zugaben reichte, obwohl am Schluss nur noch drei(!!) Leute im Zuschauerraum anwesend waren, sagt schon alles. Meine Herren: Chapeau!
So gegen kurz nach ein Uhr war dann aber auch hier Schluss, wenigstens gab's dann kein Gedränge am Ausgang. Ganz feine Unterhaltung zum Spottpreis, was will man mehr?

So, zum Schluss noch ein paar Worte in eigener Sache:
1. Ich bedanke mich bei ausdrücklich für die Einladung zu diesem netten Abend und möchte auch noch den Bandmitgliedern, die mich mit Setlisten und Zusatzinformationen rund ums Konzert und die daran teilnehmenden Bands versorgt haben, meinen Dank aussprechen.
2. Bei der an diesem Abend gezeigten Spielfreude muss ich mir doch noch überlegen, ob der Bericht übers Massacre-Konzert nicht doch eine Ecke zu positiv gehalten war, denn hier und heute war die Personaldecke im Zuschauerraum noch dünner als bei der so genannten Legende, was die Bands aber im Gegensatz zu den Amerikanern nicht davon abgehalten hat, alles zu geben.
3. Was war denn mit der so genannten "Metal-Szene" in München los? Andauernd liegen mir irgend welche Leute mit ihrem Gejammer in den Ohren, dass es zu wenig Konzerte gäbe, diese zu teuer wären, unter der Woche stattfänden (wo ja niemand Zeit hätte) und vieles mehr in der Richtung. Jetzt findet ein Konzert schon mal an einem Freitag (an dem sonst eh nix los ist) statt, kostet pro Band zwei Euronen und bietet Unterhaltung vom Feinsten und was passiert? Keine Sau kommt! Verstehe ich irgendwie nicht. Was war los? Hat euch Mami nicht gehen lassen? War das (zugegebenermaßen miese) Wetter eurer neuen Dauerwelle abträglich? Oder hatte gar euer Strickclub "Heiße Nadel" die alljährliche Vorstandsversammlung? Hier hätte es mal die Chance gegeben, lokale Bands zu unterstützen und niemand bekommt den Arsch hoch. Na gut, geht doch von mir aus zum nächsten Kapitallica-Gig und löhnt mit Anfahrt, Ticket, Merch und Getränken 200 Tacken, aber kommt mir danach nicht jammernd an, dass ihr keine Kohle mehr für Konzerte habt. Schämen muss man sich...

Setlist Over Your Threshold
Intro
Schizophrenia
The Abyss Between
No Title
Drum
Bury My Darkside
Lie Infected

Setlist Dead Alone
Guilty?!
Angels In The Dust
Escape From Reality
Sick Society
Against Me
Nightmare
Deathwish
Every Night

Setlist Sheephead
Epigone Inc.
Cell No. 10
Stockholm
Addicted To Self-Destruction
Crusaders For A New World
The Plague
The Sleeping Beauty
The Apocalypse
Odyssey
The Decision

Reign Of Decay
Da war sich jemand trotz Nachfrage zu fein, den armen Schreiberling mit der Setlist zu versorgen, deswegen fehlt selbige hier...

Setlist Undead Funeral
Funeral Ceremony
Frozen Winter Forrest
Trinity Of Death
Blood Of A Virgin
Field Of Crowns
Ashes
Hel
Dark Shadows Of War
Silent Funeral
Riding Zombies
The Sin
Out Of Forest And Fjords

Hannes

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Werbung:

© www.heavyhardes.de