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Konzert-Bericht

Hypocrisy, Exodus, Naglfar, Wintersun & Fear My Thoughts

X-Mas Festival

Backstage, München 07.12.2005

(Fotogalerie)

Mensch Kinders, wie die Zeit doch vergeht... gerade eben noch fand man sich torkelnd zwischen Zelten auf den Sommerfestivals, und nun steht schon wieder das X-Mas-Festival vor der Tür. Gerade noch rechtzeitig vor Einlass hat auch lecker Schneeregen eingesetzt, der der wartenden Meute die Wartezeit so richtig angenehm macht. Aber um kurz nach 18:00 Uhr wurden dann die Pforten geöffnet und die ersten strömten dankbar in die Halle. War die Einlasszeit noch hinreichend bekannt, so schieden sich bei den Angaben über den Beginn dann doch die Geister. Während stellenweise noch 19:30 Uhr zu lesen war, wurde inzwischen bereits 18:30 Uhr als Eröffnungszeit gehandelt.

So war es denn dann auch. Pünktlich um halb sieben betraten Fear My Thoughts die Bühne vor noch recht spärlicher Kulisse, da viele wohl von einem späteren Beginn ausgegangen waren. Im Gegensatz zum Gig beim Halloween Festival in Salzburg wurden die Jungs diesmal von technischen Problemen verschont und legten für 30 Minuten einen engagierten Gig auf die Bretter. Nur wurden sie - auch im Gegensatz zum Gig in Salzburg - relativ wenig beachtet, was angesichts des Engagements doch schmerzt. Zwar waren am Bühnenrand eine Handvoll Banger am Werk, doch gleich dahinter klaffte ein nicht unbeträchtliches Loch, da sich der Rest der Leute erst einmal an der Bar einfand. Vielleicht waren aber auch die meisten mit dem Material des aktuellen Longplayers Hell Sweet Hell nicht vertraut, denn nach jedem Song war erst mal Stille, bevor die Fans realisierten, dass der Song zu Ende war und Höflichkeitsapplaus von sich gaben. Mehr war an diesem Abend wohl nicht drin.
(Ray)

Was für ein gänzlich anderes Bild bot sich nach einer angenehm kurzen Umbaupause, nur 15 Minuten später, als die Finnen Wintersun ihren halbstündigen Gig begannen. In dieser kurzen Zeit hatten das X-Mas-Festival einen deutlichen Zuschauerzustrom erhalten, es war angenehm voll und von der ersten Note an herrschte eine Bombenstimmung! Angesichts des melodischen highspeed Death/Viking Metals aber auch kein Wunder, da blieb kaum ein Nackenmuskel verschont. Bis in die hinteren Reihen sah man fliegende Haare und emporgereckte Pommesgabeln. Jari Mäenpää (Vocals, Guitar) und seine Mannen waren von den frenetischen Rektionen wohl auch sehr angetan und steigerten sich in einen wahren Spielrausch in ihrer leider viel zu kurzen Spielzeit. "Beyond The Dark Sun" oder auch "Battle Against Time" bollerten amtlich abgemischt durch die PA, und wo sich die Fans bei Fear My Thoughts nach jedem Song eher bedeckt hielten, donnerte enthusiastischer Beifall der Band entgegen. Den Schluss des Sets bildete dann noch "Winter Madness", bevor Wintersun unter Zugabe-Rufen die Bühne verließ. Um es mit den letzten Worten von Jari Mäenpää auszudrücken: "This is fucking amazing!" Das war es. Definitiv!
(Ray)

Naglfar hatten laut eigener Aussage einen schlechten Tag, aber mit dem Betreten der Bühne habe sich das geändert. Und trotzdem blickte Sänger Kristoffer Olivius ständig grimmig in die Menge, aber das muss er wahrscheinlich aus image-technischen Gründen, obwohl Naglfar bei ihrem Auftritt auf Schminke verzichteten. Stattdessen gab es die Black Metal Vollbedinung, die wuchtig ins Publikum geblasen, aber von Bandseite nicht sonderlich enthusiastisch dargebracht wurde. Die komplette Band stand wie festgenagelt auf der Bühne und hatte eine Bewegungsfläche von einem Bierdeckel. Das störte aber keinen und Naglfar bekamen ihren verdienten Applaus, obwohl ich das Gefühl hatte, dass die Menge bei Wintersun einen Tick begeisterter war.
(Lord Obirah)

Ein Stunde Good Friendly Violent Fun gab es dann bei Exodus, bei denen Riffmeister Gary Holt wieder voll auf dem Damm war, nachdem er einige Tage mit üblen Kopfschmerzen zu kämpfen hatte. Man merkte im die wieder gewonnene Gesundheit auch an, denn Gary war immer zu Scherzen aufgelegt, verteilte freizügig Seitenhiebe gegen seine alten Mitstreiter und feuerte seine Riffs präzise wie ein Uhrwerk ins Publikum. Nicht minder motiviert war der Rest der neuen Mannschaft, allen voran Frontmann Rob Dukes, der es sichtlich genoss, auf der Bühne zu stehen und die Massen an zu feuern. Rob fegte wie ein Derwisch von einem Ende der Bühne zum anderen, motivierte an allen Ecken und Enden das Publikum, schickte die superwichtigen Ordnungsmenschen von der Bühne, wenn mal wieder ein Crowdsurfer auf selbiger landete und beförderte die Jungs dann mit einem gekonnten Schubser wieder in die Menge zurück. Auch die gesangliche Leistung war exzellent, wer braucht schon einen Steve Souza wenn er Rob Dukes als Sänger hat? Eben, keiner.
Das Publikum gab wie es nicht anders zu erwarten war von Beginn an Gas und schenkte sich vor der Bühne im Pit nichts. Trotzdem verlief der Aggressionsabbau immer fair und man war immer hilfsbereit, wenn ein Surfversuch mal nicht so ablief, wie sich der Surfende das vorgestellt hatte.
Das Hauptaugenmerk bei der Songauswahl lag erwartungsgemäß auf den letzten beiden formidablen Alben Tempo Of The Damned und Shovel Headed Kill Machine, aber auch alteingessene Fans bekamen mit "Bonded By Blood" oder "Fabulous Disaster" die nötige Old-School Mucke um die Ohren geblasen. Hölle, Hölle, ich dachte immer, Exodus fahren auf Platte mächtige Geschütze auf, aber live killen die Jungs ohne Ende. Brutal geiler Gig.
(Lord Obirah)

Etwas gemäßigter ging es dann bei Hypocrisy zu, hier war der Pit bei weitem nicht so groß wie bei Exodus, dafür verlegten sich die Leute mehr auf's Matte schütteln und Huldigungen an Peter Tägtgren verteilen. Wer Hypocrisy mit Horgh am Schlagzeug und Andreas Holma an der Gitarre noch nicht gesehen hatte, durfte gespannt sein, wie sich die Jungs ins Bandgefüge einpassten. Und was soll ich sagen, das Zusammenspiel passte und auch Bewegung war auf der Bühne zu verzeichnen, auch wenn Mister Hypocrisy Peter Tägtgren durch den Sängerposten sehr stark an die Mitte der Bühne gefesselt war. Trotdem freute der sich wie ein Schnitzel darüber, wieder mal in München spielen zu können, nachdem man es die letzten Jahre trotz vieler geiler Alben immer wieder gekonnt vermieden hatte, in München oder auch nur in der Nähe auf zu treten. Deswegen jubelte, klatschte und feierte die Menge die Schweden ab, so dass die überhaupt nicht anders konnten, als immer mehr Spaß am Auftritt zu haben. So schaukelten sich die beiden Parteien gegenseitig immer weiter hoch, bis der Gig schließlich in der vorerst finalen aber megageilen Bandhymne "Roswell 47" mündete, die kurzerhand zu "Munich 47" umgetauft wurde. Heiligs Blechle, was ist das live nur für ein geiler Song. Dabei konnte es aber nicht bleiben, denn die Zugaberufe lockten Hypocrisy ziemlich schnell wieder hinter der Bühne hervor und es gab mit "Impotent God", "Eraser" und dem nun wirklich finalen "The Final Chapter" nochmal so richtig eins auf die Mütze. Danach war aber wirklich Schluss und das Backstage leerte sich wie es nicht anders zu erwarten war, ziemlich schnell, aber alle gingen mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen.
(Lord Obirah)

Setlist Exodus:
Bonded By Blood
Raze
Deathemphetamine
Blacklist
Lesson In Violence
I Am Abomination
Scar Spangled Banner
Fabulous Disaster
???
Shovel Headed Kill Machine
War Is My Shepherd

Setlist Hypocrisy:
Warpath
Carved Up
Scrutinized
Until The End
Adjusting The Sun
Fire In The Sky
1000 Lies
Turn The Page
Apocalypse
Let The Knife Do The Talking
Fractured Millennium
Inferior Devoties
Munich 47
---
Impotent God
Eraser
The Final Chapter

Ray & Lord Obirah

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