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Konzert-Bericht

Gotthard & Axxis

TonHalle, München 03.12.2005

Ja is denn scho Weihnachten? Noch nicht ganz. Drei Wochen vor dem offiziellen Fest fand jedenfalls schon mal ein Fest der musikalischen Art statt. Gotthard und Axxis luden in die TonHalle im ehemaligen Kunstpark ein, zwar nicht zu Glühwein und Plätzchen aber zumindest zu sehr guter Unterhaltung, was sich ca. 1000 Leute nicht nehmen ließen.

Axxis nahmen ausnahmsweise mal die Rolle des Anheizers ein, was allerdings kein Beinbruch war, da ihnen eine Stunde Spielzeit zustand. Der geneigte Axxis Fan könnte jetzt denken, oha, dann spielen die ja nur sechs Lieder, da Frontmann Bernhard Weiss doch das ein oder andere Mal zu Späßen und längeren Reden aufgelegt ist. Ganz so schlimm war's aber nicht, auch wenn er es sich dann doch nicht nehmen ließ blöde Sprüche zu reißen bzw. eine junge Dame auf die Bühne zu holen, die noch nie was von Axxis gehört hatte, aber sich dann dafür musikalisch nennen wir es mal austoben durfte. Ganz spaßige Aktion!
Neu im Programm war ein Mädel, das auf den Namen Lakonia hört und bei sehr vielen Liedern mit Mr. Weiss im Duett gesungen hat. Sie war zwar schon auf dem letzten Album Time Machine für einige Passagen zu hören, allerdings übernimmt sie für das Ende Januar erscheinende "Paradise In Flames" des Öfteren den Gesang. Gute Idee, klang gar nicht mal schlecht! Obwohl das Publikum sehr gemischt war, waren leider nicht allzu viele Axxis Fans anwesend, was aber nicht wirklich was ausmachte, denn wenn man Axxis kennt weiß man dass sie Stimmung machen und Spaß an ihrer Musik haben und das auch dem Publikum vermitteln. Manchen Anwesenden wird zwar die Musik etwas zu "hart" gewesen sein, aber gut die Hälfte der Halle machte bei den üblichen Sing- und Klatschspielchen fröhlich mit. Der Sound war erstaunlich gut und klar, die Band war in bester Spiellaune, es gab eine tolle Songauswahl mit einer Überraschung ("Kingdom Of The Night" in einer Akustikversion) und einem neuen Song ("Take My Hand") und sie sind insgesamt doch recht gut angekommen.
Auch wenn Axxis polarisieren und es auch immer werden, sie sind live verdammt stark und es macht immer wieder Spaß sie zu sehen!!

Für eine eh schon aufgeheizte Menge ist es für Gotthard quasi ein Kinderspiel die Stimmung zu übernehmen, denn genauso wie Axxis ist Gotthard eine Garantie für eine gute Liveshow und kurzweilige Unterhaltung! Die Schweizer leiden allerdings an einem ähnlichen "Problem" wie die Dortmunder: Gotthard polarisieren auch, und zwar Alt- und Neufans, aufgrund ihres Wandels von härteren zu poppigeren Songstrukturen. Fakt ist jedoch, dass es live völlig egal ist, denn erstens spielen Gotthard eh mehrere ältere Sachen und zweitens klingen die neueren Sachen um einen Härtegrad angezogen, was vielleicht auch an dem mittlerweile nicht mehr ganz so neuen Gitarristen Freddy Scherer liegt. Der ehemalige China Klampfer hat sich verdammt gut in die Band integriert und von daher bildet er mit Lead Gitarrist Leo Leoni ein sehr starkes Duo, das in so einer Form nahezu unschlagbar ist! Er ist definitiv das Beste was Gotthard passieren konnte, da er sich noch dazu auch ins Songwriting mit einbindet.
Die Alpenländler begeisterten im Verlauf des Abends durch ein klasse Zusammenspiel, sehr guten Sound und eine schöne Lichtshow. Auf Videoleinwänden wurden als Intro sprechende Lippen verwendet, die zur Show begrüßten und irgendwie an die Rocky Horror Picture Show erinnern... dennoch coole und gelungene Idee! Wie auch schon bei Axxis war die Setlist von Gotthard ein kunterbunter Strauß Melodien, so dass neben den Songs aus dem aktuellen Album Lipservice sowohl aktuellere Sachen wie "Top Of The World" oder "Homerun" als auch "Firedance" (bei dem es sich Frontmann Steve Lee nicht nehmen ließ zusammen mit Hena Habegger ein Drumsoloduett darzubieten), "Mountain Mama" bzw. "Let It Be" zu Zuge kamen. Nach "Mighty Quinn" war der offizielle Teil beendet.
Nach kurzer Zeit enterten nur Steve Lee und Leo Leoni die Bühne um "In The Name" in einer Akustikversion zum Besten zu geben. Damit die Gänsehaut auch ja bestehen bleibt wurde gleich "Heaven" hinterher geschoben. Und gerade bei den Balladen bewies Steve Lee wieder einmal dass er ein Weltklasse Sänger ist! Zum Schluss hin wurde es mit "Lift U Up" und der aktuellen Singleauskopplung "Anytime Anywhere" noch mal rockiger. Gotthard verließen abermals die Bühne, kamen natürlich logischerweise noch mal um den "Immigrant Song" von Led Zeppelin als wirklich allerletztes Lied nach 140(!!!) Minuten zum Besten zu geben!

Klasse Idee die beiden Bands zusammen spielen zu lassen!! Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und von daher ist es wirklich egal wie man zu den Bands steht. Der Abend hat gerockt und für 3,5 Stunden vergessen lassen, dass es draußen kalt ist und Schnee liegt...
Wenn es nach mir ginge können die beiden Bands sehr gerne wieder zusammen auf Tour gehen, aber das nächste Mal dann bitte mit jeweils gleicher Spielzeit, also pro Band 140 Minuten... :-)

Setlist Axxis:
Angel Of Death
Little War
Brother Moon
My Little Princess
Take My Hand
Kingdom Of The Night (Akustik)
Touch The Rainbow (Akustik)
Wind In The Night
Living In A World
Little Look Back
Kingdom Of The Night

Setlist Gotthard:
All We Are
Dream On
Hush
Mountain Mama
Let It Be
Top Of The World
I Wonder
Said And Done
One Life One Soul
Nothing Left At All
Sister Moon
The Other Side Of Me
Firedance mit Drumsolo
Homerun
Mighty Quinn
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In The Name
Heaven
Lift U Up
Anytime Anywhere
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Immigrant Song

Andi

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