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Konzert-Bericht

Stimilion & Nitro Junkies

A5, München 08.11.2001

Der Thorsten hat's ja schon mal in einem seiner Live-Reviews erwähnt: Das A5 ist ein cooler Live-Schuppen. Die Preise für Getränke sind mehr als moderat und gemütlich ist's auch. Schade ist nur die etwas dezentrale Lage und die doch relativ schlechte Erreichbarkeit. (Infos unter Locations, oder www.a5-concerts.de)

Doch davon liessen sich die nicht sehr zahlreich erschienenen Besucher nicht beirren. Immerhin gaben die Jungs von Stimilion wieder mal ein Heimspiel, tatkräftig unterstützt von den Nitro Junkies, deren Mitglieder sich aus Köln, Neuss und Düsseldorf rekrutieren.

Dass diese dann auch, trotz eines relativ reservierten Publikums, viel Spass hatten, war ihnen überdeutlich anzusehen. Die Reserviertheit des Publikums war meines Erachtens aber leider auch gerechtfertigt. Trotz aller Spielfreude und den vielleicht an sich nicht einmal schlechten Songs, schafften sie es nicht, Stimmung aufzubauen. Dies lag unter anderem auch an den überlangen Ansagen, bzw. dem Gelabere. Ach Leute, so lustig seid ihr dann auch wieder nicht. Wenn ich auf ein Konzert geh, dann will ich Musik hören und nicht eine Band, die sich vor Publikum unterhält. Die Songs an sich waren aber gar nicht mal schlecht: schnelle, eingängige Punkrock-Songs, mit einigen "Uhhh"- und "Ahhh"-Chören, die auf Dauer aber auch etwas gleich klangen. Wie meinte mein Kumpel bei der Zugabe doch so treffend: "Hm, den Song hören wir jetzt mindestens schon zum dritten mal!"

Dann war es Zeit für Stimilion. Die beim kurzen Soundcheck vom Gitarristen angespielten Slayer - South Of Heaven - Riffs waren absolut irreführend, denn trotz Wind, Regen, Schnee und eisigen Temperaturen ging plötzlich die Sonne auf und der einleitende Satz zu meiner CD Review (So schmeckt der Sommer) ging mir plötzlich nicht mehr aus dem Kopf. Was mir dann auch als erstes auffiel: Verdammt, die Jungs sind professionell. Man präsentierte sich gut eingespielt, spielfreudig und sympathisch. Darüberhinaus verstanden sie es auch, das inzwischen aufgetaute Publikum mitzureissen und durch kurze, aber prägnante Ansagen miteinzubeziehen. Gerade noch hat man auch die Kurve bekommen und auf einen peinlichen Hinweis auf das Merchandise verzichtet. Ein "Auf das Merchandise weiss ich jetzt nicht hin, das hat eh jeder gesehen" lass ich gerade noch durchgehen.

Als man dann die Bandhymne "Stimilion" und zuguterletzt, trotz anfänglicher Weigerung, doch noch eine Zugabe spielte, ging ein sehr unterhaltsamer, aber viel zu kurzer, Abend überzeugend zu Ende. Angesichts der Qualitäten dieser Band muss man wohl allen A & Rs dieser Welt Taubheit unterstellen. Naja, angesichts der Charts ist die Vermutung gar nicht so abwegig.

Kuriosität am Rande: der Drummer wiess meines Erachtens eine gewisse Ähnlichkeit zu Elton, dem Raab-Clown, auf. Vor allem sein "Beeilt euch, ich will nach Hause" hätte auch von eben jenem stammen können. Nach dem Konzert darauf angesprochen meinte er nur, dass er "schon viele Vergleiche gehört hab, aber mit Elton noch nicht". Hey, irgendwann ist immer das erste mal! ;-)

Was mir noch auffiel, war bei einem neuen Song die stimmliche Ähnlichkeit des Sängers zu Mike Ness, die wohl anders, als bei der Ness-Hommage auf der CD, eher ungewollt war.

Andreas

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