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Konzert-Bericht

Soulfly, Mad Doggin & Eyesburn

Elserhalle, München 30.05.2004

Eigentlich hatte ich nach dem Interview mit dem Maxe richtig gute Laune, ging noch in einen Biergarten, tippte dort den Walpurgis-Bericht fertig (feines Laptop) und wunderte mich, dass ziemlich viele Metaller den Biergarten mit mir teilten. Rätsels Lösung: Der Herr Lawless (W.A.S.P. sollten zeitgleich im Metropolis spielen) war krank oder hatte keine Lust! Der Herr hätte es vielleicht dem Max Cavalera gleich tun und zur Vorbereitung Tee statt Whiskey trinken sollen. Naja, schade für die Fans, die z.B. extra aus Donauwörth angereist waren und jetzt in der Kultfabrik ihren Frust ertränkten (mein Beileid an die Fahrer).

Ich machte mich auf jeden Fall um 19:30 Uhr wieder auf Richtung Elserhalle, vor der sich schon eine lange Schlange gebildet hatte. Als ich Punkt 20:00 Uhr drin war, gings dann auch gleich mit der ersten Vorband namens Eyesburn los. Waren deren Reggae Metal Songs anfangs noch ganz unterhaltsam, kam mit der Zeit immer mehr Langeweile auf, so dass ich mich Richtung Bar verabschieden und das Treiben von weiter hinten beobachten wollte. Vorher allerdings gedachte ich noch aus dem gesicherten Mittelfeld einige "Panorama"-Fotos der Band zu machen, hatte allerdings nicht mit der eifrigen Secruity gerechnet, die jedes Fotoschießen verhinderte. So ein "Idiot" kam nach dem ersten Foto angerannt, kippte mir mein Bier über die Schuhe und wollte mich rausbefördern. Nach heftigem Tippen auf meinen Fotoausweis konnte ich ihn aber doch noch überzeugen, mich wieder auf den Boden zu stellen und mich das Konzert zu Ende anschauen zu lassen, danke dafür! Hintergrund der ganzen Sache war, dass man selbst als "Journalist" nur die ersten drei Songs Fotos machen durfte und das nur aus dem Fotograben, ohne Blitz! Super, das nächste Mal nehme ich meinen Malkasten mit, da kommen bessere Fots raus! Zudem sagte der "Riese", Roadrunner wolle die Vermarktungsrechte selber nutzen, also seien Fotos nach dem dritten Song verboten. Aha, seit wann gibt es denn Fotos mit Ton, auf denen man erkennt, zu welchem Song es geschossen wurde, sehr seltsam! Meine Laune war jetzt dementsprechend im Keller und inzwischen spielten Eyesburn genauso langweilig weiter wie bisher. Ok, bei einem anderen Anlaß wäre die Musik der Serben vielleicht angekommen, aber heute war sie fehl am Platz. Der Sinn, warum die Serben den Supportslot bekommen hatten, zeigte sich dann bei Soulfly, denn Eyesburn unterstützten diese beim Song "Moses" - genau, daher kannte ich den Bandnamen!

Auch die zweite Band des Abend, die Jungs von Mad Doggin', schafften es leider nicht, mir meine gute Laune zurück zu bringen. Zwar passte der Mix aus Nu-Metal meets Neo-Thrash gut ins Abendprogramm (besser als Eyesburn) und der Vierer gab auch ordentlich Gas auf der Bühne, aber das hatte man alles schonmal irgendwo besser gehört. Ok, vielleicht war auch meine schlechte Laune Schuld, dass ich an der Band kein Gefallen mehr finden konnte - sollen sie sich bei der Secruity bedanken! Dem Publikum gefiel es aber, so dass die Band mit nem saftigen Applaus zum duschen geschickt wurde.

Aber dann, dann kam die gute Laune endlich wieder zurück! Denn nach einer halbstündigen Umbaupause betraten Soulfly die Bühne und entschädigten für das ganze Vorprogramm plus Bierdusche! Der Maxe brauchte nicht mal zwei Songs und er hatte die gesamte Elserhalle (inklusive mir) in seiner Hand, denn mit "Prophercy" und "Seek & Strike" machten der brasilianische Wuschelkopf und seine Mannen gleich so richtig Dampf! Und obwohl man beim Interview nicht über seine Ex-Band Sepultura sprechen durfte, spielte Maxe die Song dieser Band geschickt als Trümpfe aus. Alle drei bis vier Songs wurde einer eingestreut und so seine alten Fans wieder aufgeweckt, die mit seinen neuen Songs nicht so viel anfangen konnten. Gespielt wurden "Refuse/Resist" von Chaos A.D., "Attitude" und "Roots Bloody Roots" von Roots und "Inner Self" und "Mass Hypnosis" von Beneath The Remains. Wobei es schon ein cooler Mix war, diese brutaleren Sepultura Songs neben den groovenden Soulfly Hits zu hören, wobei manche junge Soulfly Fans schon ziemlich deppert geschaut haben. Und wo wir schon beim Publikum sind, so einen bunten Haufen habe ich noch nie bei einem Konzert gesehen: Gruftis, Reggae Fans, junge Mädels mit Top und hochgesteckten Haare, Prolls, Normalos und Thrash Fans - tja, Metal verbindet eben. Und diese Mischung ging ab wie ein Zäpfchen, denn zu Hits wie "Jump The Fuck Up", "Tribe" und "Back To The Primitive" bebte die Halle, selbst in die letzte Reihe. Da fragt ich mich, warum man sich erst zwei Stunden aufregen und langweilige Mucke reinziehen muß, wenn es auch anders geht. Ok, junge Bands brauchen ihre Chancen, aber bitte nutzt sie doch mal....

Achja, positiv ist noch zu erwähnen, dass Soulfly die Setlist auf ihrer Tour von Konzert zu Konzert variierten, was heutzutage doch nicht mehr so oft passiert.
Schade war allerdings, dass man die Meute erst furchtbar zum Schwitzen brachte und dann das "Shirt zum Wechsel" 25 Euro kostete. Sind die aus Funktionsstoff oder warum sind die so teuer, verdammt! Aber, sie gingen trotzdem wieder weg wie warme Semmeln.

Alles in allem also ein durchschnittlicher Konzertabend, an dem mich nur der Mainact überzeugte. Und, ich werde es mir beim nächsten Mal gründlich überlegen, ob ich zu einem Konzert in die Elserhalle fahre, denn die Security war nicht zum ersten mal so strange drauf. Im Backstage darf übrigens jeder Besucher Fotos machen, und das, man höre und staune, selbst bei Roadrunner Bands (Ill Nino, Spineshank) - nur mal so zur Info!

Setlist Soulfly:
Prophecy
Seek 'N Strike
Living Sacrifice
Roots Bloody Roots
Jumpdafuckup / Bring It
Refuse/Resist
Execution Style
Soulfly (?)
Inner Self
Defeat U
Mars
I Believe
The Prophet
Berimban (?)
Tribe
Mass Hypnosis
Porrada
Attitude
Fire
Percussion Einlage
---
Moses
Back to the Primitive
Eye for an Eye

Thorsten

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