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English VersionInterview mit Eyefear (27.02.2009)

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Ende letzten Jahres veröffentlichten die Australier Eyefear ihr aktuelles Album "The Unseen". Nun im neuen Jahr hatte ich die Gelegenheit mit dem Gitarristen der Band Kosta Papazoglou ein Interview zu führen und einmal nachzufragen, wie es sich als Metal-Band in Australien arbeiten lässt, ob man sie auch mal bei uns sehen wird und was sie bisher für Rückmeldungen zum neuen Album erhalten haben.

HH: Hi, wie geht es dir?

Con: Sehr gut!!!! Es ist immer eine super Zeit, wenn du mit den Aufnahmen fertig bist. Das neue Album macht sich prächtig, daher ist alles super. Wir sind im Moment ziemlich mit Proben für die nächsten Auftritte beschäftigt. Außerdem haben wir einen neuen Basser, Evan Harris. Er ist ein exzellenter Basser und hat unseren Live-Sound stark verändert.

HH: Kannst du deine kürzlich vervollständigte Band mit ein paar Worten unseren Lesern einmal vorstellen? Wie werden australische Jungs Metaller?

Con: Eyefear wurde 1993 gegründet. Zain Kimmie (Schlagzeug) und ich selbst (Kosta "Con" Papazoglou, Anm. der Redaktion) sind die letzten Mitglieder der Ursprungsbesetzung. Wir veröffentlichten unser erstes Album Edge Of Existence in Eigenproduktion 1995 und wirbelten damit einigen Staub in der Underground-Szene auf der ganzen Welt auf. Gerade als die Dinge anfingen, vielversprechend auszusehen, bekamen wir Probleme mit der Bandbesetzung. Wir brauchten ganze fünf Jahre von 1996 bis 2001, um die richtigen Leute für die Band zu finden. Nachdem Danny Cecati (ex-Pegazus) dazukam, nahm das Ganze langsam Gestalt an. 2003 nahmen wir 9 Elements Of Inner Vision auf und unterschrieben auch gleich bei Intromental Management. Dies führte zu unserem ersten Plattenvertrag mit Massacre Records, die das Album in Europa und Australien auf den Markt brachten. Nightmare Records vermarktete uns auf dem amerikanischen Gebiet. Seitdem haben wir 2007 A World Full Of Grey und 2008 The Unseen (bei Dockyard 1) veröffentlicht.
In Australien haben wir im Vergleich zu Europa keine so große, dafür eine sehr lebendige Metal-Szene. Wir wuchsen hauptsächlich mit Metallica, Slayer, Megadeath, Helloween, King Diamond usw. in den Achzigern auf. Wir sind und waren schon immer bereit für die HEAVY METAL WELT!!!

HH: Kannst du die australische Metal-Szene noch näher beschreiben? Wo liegen die Unterschiede zwischen den europäischen und australischen Fangemeinden?

Con: Die australische Metalszene macht sich gut. Es gibt überall in Australien Bands, die verschiedenste Stilrichtungen von Hard Rock bis Black Metal spielen. Etliche davon spielen mittlerweile bei Festivals auf anderen Kontinenten oder supporten weltbekannte Bands auf deren Touren. Im Gegenzug kommen immer mehr nichtaustralische Bands zu uns und spielen vor ordentlichen Mengen an Leuten. Das einzig Störende ist, dass unsere einheimischen Metalheads die eigenen Bands nicht so unterstützen, wie sie es sollten. Die meisten Fans sind der Meinung, dass wir australischen Bands nicht so gut sind wie der Rest. Das tut der gesamten Szene weh und darin ist der einzige Unterschied zwischen den Fangemeinden zu finden.

HH: Wie wirkt sich das Land auf die Musik aus? Siehst du eine Verbindung zwischen deiner Heimat und der Musik, die du machst?

Con: Das Problem mit dem Ort, an dem wir leben, ist, dass er so weit entfernt ist. Es kostet ein Vermögen, um nach Europa zu kommen. So ist es sehr schwierig für uns, zu euch zu kommen und vor euch zu spielen, um eine Fanbasis aufzubauen und vor verschiedenen Leuten zu spielen, nicht immer nur vor den gleichen 500 Menschen in deiner Stadt. Ich persönlich denke, wenn australische Bands eher, einfacher und regelmäßiger zu den größten europäischen Festivals gelangen könnten, dann würden wir sehen, dass die australische Szene deutlich größer ist und die Bands viel mehr Erfolg haben können.

HH: Lass uns über euer Album reden: Wie sind die Reaktionen bisher zu eurem neuen Album The Unseen?

Con: Insgesamt sind wir dafür gelobt worden, dass wir uns seit dem letzten Album deutlich weiterentwickelt haben und das ist es, was ein Musiker will. Das Feedback von Seiten unserer Fans war beeindruckend, so dass es großartig ist zu wissen, dass wir niemanden enttäuscht haben, obwohl wir bei diesem Album einen etwas anderen Stil für dieses Album verwendet haben.

HH: Haben die Reviews eure Erwartungen getroffen oder seid ihr wegen dem Feedback überrascht gewesen?

Con: Die Reviews waren fantastisch. The Unseen ist besser aufgenommen worden als alle vorherigen Veröffentlichungen. Du erhältst immer auch schlechte Kritiken, da es unmöglich ist, jeden zufrieden zu stellen, aber allgemein gesprochen war das Feedback sehr gut.

HH: Was hältst du von eurem Album? Bist du zufrieden mit dem Ergebnis? Oder würdest du etwas ändern wollen, wenn du es könntest?

Con: Wir sind sehr zufrieden mit der Scheibe. Von den Songs bis zum Cover-Artwork sind wir absolut zufrieden. Der ganze Prozess war sehr fließend und alles klappte wunderbar. Wir hätten niemals gedacht, dass wir ein Album in zehn Monaten schreiben und aufnehmen könnten, aber wir haben es getan. Ich glaube nicht, das es für uns etwas zu verändern gibt. Vielleicht können wir das Album 100.000mal verkaufen!!!

HH: Was sind eure Pläne für die nächste Zeit? Ist ein neues Album in Planung? Oder ein anderes Projekt?

Con: Im Moment proben wir nur und bereiten uns darauf vor, einige Konzerte in Australien und womöglich auch in Europa zu spielen. Wir haben die Worte Aufnehmen und Schreiben noch nicht wieder in den Mund genommen und werden dies voraussichtlich auch nicht vor Ende des Jahres tun. Im Bezug auf andere Projekte wird in diesem Jahr wohl nichts mehr passieren außer vielleicht das eine oder andere Gitarrensolo als Gastmusiker.

HH: Plant ihr eine Tour? Wenn ja, kommt ihr auch nach Deutschland?

Con: Vermutlich keine Tour, aber wir spielen auf Festivals. Ich kann noch keine Namen nennen, aber hoffentlich klappt alles und wir kommen auch nach Europa und Deutschland. Es ist seit Langem ein Traum von uns, in Europa zu spielen, und hoffentlich erfüllt er sich in diesem Jahr.

HH: Für einige Musiker ist ihre Arbeit eine Form von Therapie oder Lebensführung. Was bedeutet Musik für dich?

Con: Ich denke, ich gehöre zur Therapie-Gruppe, da ich auch einen anderen Job habe. Musik ist für mich eine Art Befreiung von allem, was sonst in meinem Leben geschieht. Sobald ich die Türe hinter mir schließe und die Gitarre in die Hand nehme, um Songs zu schreiben oder zu üben, ist es egal, wie beschissen das Leben sein mag. Denn dann ist das Einzige, was ich fühle, die Musik. Es ist schwierig, dies zu erklären, aber es ist, als wenn ich in einer anderen Welt wäre.

HH: Was ist der Hauptgrund für dich, Musiker zu sein?

Con: Musik zu machen, um damit nicht nur mich, sondern auch die Fans zu erfreuen. Ich würde niemals ein Album veröffentlichen, dessen Songs mich nicht glücklich machen, nur um es zu versuchen und anderer Leute Bedürfnisse zufrieden zu stellen. Das war immer mein Hauptbeweggrund in der Musik.

HH: Was hat das Internet für eine Bedeutung für dich im Bezug auf die Musik? Vorteil oder Nachteil?

Con: Beides. Die Vorteile sind enorm, da du über das Internet so wahnsinnig viele Fans erreichen kannst. MySpace ist so ein riesiges Werkzeug für die Promotion von Bands. Du kannst deine Musik sehr vielen Fans vorstellen und diese haben die Möglichkeit, viele neue Bands kennen zu lernen, von denen sie sonst nie etwas gehört hätten. Die Tage sind vorbei, an denen du zu deinem Plattenladen vor Ort gegangen bist, um dir anzuhören, was gerade herausgekommen ist. Nun kannst du dies alles bequem von zu Hause aus tun. Die Nachteile sind aber, wie wir alle wissen, ebenfalls enorm. Man kann die Musik kostenlos aus dem Netz ziehen, was die Bands und Plattenfirmen schädigt. Manche Fans begreifen nicht, dass ihre Bands ohne ihre Unterstützung nicht weiterarbeiten können. Weder die Aufnahme eines Albums noch eine Tour sind kostenlos. Beispielsweise kostet es ein Vermögen, wenn wir in Europa spielen wollen. Es ist wie in einem Geschäft. Wenn du deine Ware nicht verkaufst, sondern die Leute dich nur bestehlen, wirst du zuletzt dein Geschäft schließen müssen.

HH: Wenn du kein Instrument in deinen Händen hältst oder einen Song schreibst, was machst du dann am Liebsten?

Con: Ich bin ein großer Football-Fan und kann mich sonst fürs Fischen und für Greyhound-Rennen begeistern. Außerdem macht es mir viel Spaß, mit meinem Allradwagen durchs Gelände zu heizen. Aber am Meisten genieße ich es Zeit mit meiner Frau und meinen beiden Söhnen zu verbringen.

HH: Danke für deine Zeit. Noch ein paar letzte Worte?

Con: Danke für deine Zeit und dafür, dass ihr Eyefear bekannter macht. Danke an alle Fans, die uns unterstützen. Ich hoffe, euch alle in diesem Jahr zu sehen und an die Neuen: Hört rein in unser Album "The Unseen"!!!
HORNS UP!!!!

Sophos

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