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Interview

English VersionInterview mit Ahoora (28.06.2008)

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Dass auch unter erschwerten Bedingungen sehr gute Rockmusik gemacht werden kann, beweist die iranische Band Ahoora, die mit ihrem mittlerweile dritten Album All In Blood With You eine gekonnte Mischung aus klassischem Power- und Progressivemetal präsentiert. Da dieses Material mittlerweile zu einem meiner Dauerbrenner mutiert ist, konnte ich es mir nicht verkneifen, den Jungs ein wenig mehr auf den Zahn zu fühlen. Frontmann Ashkan nahm sich die Zeit um meine Neugier zu befriedigen.

Zusatz 20. Februar 2014: Wir wurden gebeten, die Fragen und Antworten zu politischen und sozialen Themen aus dem Interview zu entfernen.

HH: Servus. Zuerst einmal möchte ich euch zu eurem Album All In Blood With You gratulieren. Würdest du bitte Ahoora und eure Musik kurz unseren Lesern vorstellen?

Ashkan: Hallo und danke für das Lob. Wir sind also Ahoora aus Teheran. Die Band besteht aus einem Bassisten (Mohammad Baei), zwei Gitarristen (Alireza Saeedian und Milad Tangshir) und mir als Sänger. Grundsätzlich würde ich sagen, dass wir eine Prog/Powermetal- und manchmal auch eine Thrashmetalband sind. Aber eigentlich machen wir genau die Musik, mit der wir unsere Gefühle am besten ausdrücken können.

HH: Wann habt ihr begonnen Musik zu machen und was hat euch dabei motiviert?

Ashkan: Ahoora wurde 2001, also vor 7 Jahren, gegründet und ungefähr eineinhalb Jahre später kam ich zur Band. Wie bei vielen anderen Bands war und ist die Motivation bei Ahoora der Wunsch, Musik zu machen und damit unserer Gefühle auszudrücken. Wir wollten etwas ähnliches wie die Songs der Künstler, die wir immer geliebt haben, spielen. Aber auch das Gefühl zu etwas anderem als dem, was dem üblichen Kunstverständnis entspricht, zu gehören, kann eine Motivation sein. Bei mir war es aber lediglich ein Anruf und eine spontane Entscheidung, um ehrlich zu sein.

HH: Wie reagierten eure Familien und Freunde auf die Entscheidung eine Band zu gründen?

Ashkan: Unsere Familien unterstützen uns soweit es ihnen möglich war. Ein Problem war, dass sie nicht genau wussten, was sie unterstützten - also was das ganze Brüllen und Schreien ihrer Sprößlinge sein sollte. Ob das alles einzig ein "dunkler Pfad" voller Hass und Gewalt war oder wirklich etwas, auf das man eines Tages stolz sein kann. [...]

HH: Du sagst, ihr spielt Progressiv-Thrash-Metal. Welche Art von Musik inspiriert euch?

Ashkan: Um es einfach zu sagen, jede Art von guter Musik inspiriert uns - wobei wir uns natürlich am meisten für Rock und Metal begeistern. Das Spektrum reicht von den romantischsten Melodien klassischer Rocksongs bis zum aggressivsten Deathmetalklängen.

HH: Eure Musik ist eine Mischung aus Power-, Thrash- sowie Progressive-Metal/Rock mit relativ wenigen Einflüssen aus der traditionellen iranischen Musik. Viele andere Bands hingegen verwenden viele traditionelle Einflüsse in ihren Songs. Gibt es einen Grund, warum das bei euch nicht der Fall ist?

Ashkan: Ich glaube, dass jedes Genre seine eigenen Merkmale und Stilmittel besitzt und wenn wir nach Thrash- oder Powermetal klingen, dann weil wir diesen Genres verwandte Elemente benutzen. Wir sind zwar Iraner, haben uns aber dazu entschlossen Musik zu spielen, die ursprünglich aus westlichen Staaten stammt und von daher glauben wir nicht, dass wir unbedingt iranische Instrumente oder Stilelemente verwenden müssen.

HH: Kannst du uns die Rock- und Metalszene im Iran ein wenig näher beschreiben? Wie sieht es damit aus?

Ashkan: [...]

HH: Wie kommt ihr denn mit diesen Umständen klar?

Ashkan: [...]

HH: Was lässt euch dann weitermachen?

Ashkan: Kurz und knapp: die Musik an sich. Die magischen Momente in denen du einen neuen Teil eines Songs komponierst und die Geschichte, die in jeder Sekunde der Kompositionen steckt, lässt dich nicht davon loskommen. Dazu kommt, dass wir mehr als fünf unserer besten Jahre in die Sache gesteckt haben und es schwachsinnig wäre das alles jetzt, wo wir zwei Alben haben, einfach fallen zu lassen.

HH: Was wäre in deinen Augen der nächste Schritt für Rockmusik im Iran?

Ashkan: [...]

HH: Kommen wir zu eurem Album All In Blood With You. Was habt ihr euch bei den Aufnahmen der Songs erwartet und wie schätzt ihr jetzt das Feedback und die Reviews ein?

Ashkan: Klar, dass sich jeder Musiker ausmalt, die Songs, die er für ein Album aufnimmt auch irgendwann einmal live zu spielen. Da uns aber von Anfang an klar war, dass das nicht möglich sein wird, haben wir uns nicht recht viel mehr erwartet, als das, was wir jetzt haben. Trotzdem waren das Feedback und die Reviews einfach nur umwerfend. Bisher gibt es mehr als 20 Reviews zu All In Blood With You. Darunter sind einige von amerikanischen und europäischen Magazinen/Webzines, die sich darüber einig sind, dass Ahoora einen eigenen Sound und das Potential für eine große Zukunft hat. Ich glaube, dass wir damit schon sehr viel erreicht haben.

HH: Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?

Ashkan: Wir machen weiter, bis wir unsere Ideen soweit entwickelt haben um damit ein neues Album aufzunehmen. Ich gehe nicht davon aus, dass es große Unterschiede geben wird, aber mit unserer zusätzlichen Erfahrung werden wir unser bestes tun um ein richtiges Killeralbum aufzunehmen.

HH: Was ist euer momentan größter Wunsch?

Ashkan: In einem freien Land mit Ahoora auf der Bühne zu stehen...

HH: Die berühmten letzten Worte...

Ashkan: Vielen herzlichen Dank für das Interview und die Unterstützung. Weiterhin viel Glück!

JR

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