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Interview

English VersionInterview mit Amartia (22.08.2007)

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Logo Amartia

Die Franzosen Amartia haben mit Marionette ein sehr starkes Progressive Rock-Album vorgelegt. Grund genug, den Motivationen von Hauptsongschreiber Vince und Sängerin Britta mal auf den Zahn zu fühlen.

HH: Hallo Vince, wie geht's dir?

Vince: Hey, naja, das Ganze läuft. Eine Menge Positives gibt es zu berichten; Amartia entwickelt sich weiter und weiter, wir hatten gerade eine großartige Serie von Live-Auftritten und die Komposition des dritten Albums ist schon ziemlich fortgeschritten. Ich spiele zurzeit auch viel in einem Cover-Duo namens Chasca.

HH: Bitte beschreib Amartia jemandem, der noch nicht von der Band gehört hat.

Vince: Amartia ist eine Prog und Athmospheric Metal-Band. Die Stücke sind sehr emotional und jedes Instrument bekommt durch die Kompositionen der Band sein eigenes Leben.

HH: Wie habt ihr eure fantastische Sängerin Britta getroffen?

Vince: Als unsere erste Sängerin Marielle die Band Ende 2003 verlassen hatte, haben sich Cyril, unser früherer Keyboarder und ich einige Zeit genommen, die richtige Person für den vakanten Posten zu suchen. Dank Cyrils Bruder bekamen wir Kontakt zu Britta, die schon seit 15 Jahren in Frankreich lebt. Sie hatte bereits in verschiedenen Jazz-Bands gearbeitet und professionellen Gesang gelernt, in einer Schule im Norden Frankreichs. Wir waren von ihrer außergewöhnlichen Stimme mehr als angetan. Und was noch besser ist: Sie ist eine sehr nette Person und man kann sehr leicht mit ihr zusammenarbeiten.

HH: Wo wohnst du, der Rest der Band und Britta? Die Band lebt in Lille und Britta kommt ja ursprünglich aus Hamburg. Wie kriegt ihr das mit dem dicht gefüllten Auftrittskalender hin?

Britta: Es stimmt schon, dass ich in Hamburg geboren wurde, aber ich lebe seit 1990 in Frankreich und seit fünf Jahren wohne ich in Lille. Es stellt also kein Problem dar, mit dem Rest der Band zu arbeiten, weil sie ja auch in und um Lille wohnen.

HH: Was bedeutet euer Bandname Amartia?

Vince: Amartia bedeutet im Griechischen "Eine Sünde begehen". Ich habe dieses Wort eines Abends gefunden, als ich mir das Album Sin/Pecado von Moonspell angehört habe. Im Mittelteil des Booklets findet man allerlei Übersetzungen des Wortes "Sünde" und die griechische hat sich für mich großartig angehört.

HH: Wie ich das verstehe, bist du das musikalische Mastermind hinter Amartia. Wie ist Marionette entstanden? Was hat dich während des Songwritings am Meisten beeinflusst?

Vince: Nun, ich habe keine richtigen Eiinflüsse, wenn ich für Amartia komponiere. Die Dinge kommen einfach spontan. Einige Ideen kamen noch vom Ende unseres vorhergehenden Albums Maieutics, wie z.B. "Come Back From Heaven" oder der erste Teil von "Revolution Der Marionette". Was mich am Meisten zu Amartia-Kompositionen inspiriert sind Gefühle. Man muss auch sehen, dass ich nicht der Einzige war, der bei der Entstehung des Albums beteiligt war. Cyril hat einen Großteil der Arbeit an "Ignorance", "List" oder auch "Chosen One" geleistet. Seine Arbeit an der Ausarbeitung von Marionette ist nicht zu unterschätzen.

Britta: Ich habe die Texte zu Marionette geschrieben, bis auf "NDE", das von Laurent Depla und mir gemeinsam geschrieben wurde. Unser Arbeitsweise war folgende: Vince bringt mir musikalische Arrangements als Vorschlag. Ich versuche, die Athmosphäre des Arrangements für mich einzufangen und meine verschiedenen Stimmungen für das Schreiben zu nutzen. Wenn dann der erste Entwurf für einen Text vorliegt, passwir die Melodie dem Text an oder den Text an die Grundidee der Melodie.

HH: Eure Lieder sind ziemlich komplex. Wie lange braucht ihr im Schnitt, um einen eurer Songs im Studio zu arrangieren?

Vince: Das hängt vom Lied ab. Ich mag es sowieso nicht, nur an einem Stück gleichzeitig zu arbeiten. Das Rückgrat eines Titels kann recht schnell stehen, aber es zu arrangieren, ist wieder eine andere Geschichte. Wir können bis zur letzten Minute an einem Titel arbeiten. Bruno Levesque, der das Album abgemischt hat, brachte uns in dieser Hinsicht eine Menge. Er wusste, wie man unser Album aufwertet, ohne den ursprünglichen Geist der Musik zu verlieren. Wir denken, dass er auch beim Mix des dritten Albums dabei sein wird. Wir sind mit seiner Arbeit mehr als zufrieden.

HH: Was wollt ihr mit eurer Musik ausdrücken?

Britta: Ich glaube, wir würden gerne unsere verrückte persönliche Fantasie ausleben. Musik ist ein außergewöhnlich guter Weg für sowas.

Vince: Ich liebe Gefühle und den großen Nervenkitzel! Jedes Mal, wenn wir live spielen, ist es eine großartige emotionale Reise für mich! Es mag ein wenig angeberisch klingen, aber ich glaube, unsere Musik tut das recht gut. Die Kommunikation zwischen uns ist auch sehr wichtig. Wir wollen auf der Bühne eine starke und einige Band sein. Seit Sylvain bei uns den Bass spielt, hat die Band eine neue Ebene erreicht und man wird das auch auf dem dritten Album spüren.

HH: Worum handeln die Texte?

Britta: Die Lieder erzählen grundsätzlich von Menschen, weil das etwas ist, womit ich täglich zu tun habe. Ich mag es eigentlich nicht, meine Texte zu erklären, weil ich wirklich meine, dass jeder das Recht hat, die Freiheit zur Eigeninterpretation der Worte zu behalten.

HH: Warum schreibst du in drei Sprachen?

Britta: Das war nichts, was wir vorher geplant hätten. Der Wunsch, auf Französisch, Deutsch oder Englisch zu schreiben, kam sehr spontan. Es kommt wahrscheinlich daher, weil ich seit mehr als 20 Jahren mit den drei Sprachen in meinem Kopf lebe und die Texte einen Teil meines Selbst ausdrücken.

HH: Wann wird euch der Rest von Europa, vor allem Deutschland, mal live sehen?

Vince: Momentan ist nichts geplant, aber wir sind offen für alles. Abwarten und Tee trinken!

Britta: Hier sind wir - mit offenen Armen!

HH: Wenn Marionette etwas zu essen wäre: Was wäre es und warum?

Vince: Nachdem ich Amartia sehr sinnlich finde, würde ich sagen: Eine Lady!

Britta: Vorsicht! Nicht essbar! - Dummerweise ist der Genuss, den wir beim Essen haben, sehr kurz bemessen. Also ist Marionette ein süßliches Gift, das man hören kann, aber besser nicht berühren sollte, um den Genuss auszuweiten...

HH: Vielen Dank für eure Zeit! Letzte Worte?

Vince: Danke dir und euren Lesern. Zögert nicht, auf unsere Website unter www.amartia.com und unserer MySpace-Seite vorbeizuschauen. Wir hoffen sehr, bald live in Deutschland spielen zu dürfen!

Britta: Man sieht sich :))))

Kara

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