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Interview

Interview mit Chinchilla (06.12.2006)

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Die süddeutschen Power Metaller Chinchilla gaben bei der Heavyhardes-Party 2005 ordentlich Gas. Jetzt, ein Jahr danach, stellte sich Bandleader Udo freundlicherweise zum Interview.

HH: Hallo Jungs, eure aktuelle Scheibe Take No Prisoners ist nun schon seit einer ganzen Weile auf dem Markt, insofern würde es mich interessieren zu erfahren, wie die CD vom Publikum aufgenommen wurde.

Udo: Hallo. Also Take No Prisoners wurde von der Presse und vom Publikum sehr gut aufgenommen. Ich denke, dass diese Scheibe einige unserer stärksten Songs enthält, da diese CD stimmig ist und auch deutlich unseren Entwicklungsprozess dokumentiert. Nur ist das natürlich für mich nun sehr schwierig, über die letzte Produktion zu sprechen, wenn du mitten in der neuen CD steckst und glaub mir, es wird euch alle umhauen, was da auf euch zuwalzt. Aleine schon der Titel spricht für sich: THE PROPHECY!

HH: Die Kritiken in der Presse waren wie man sehen konnte durchweg positiv, teilweise sogar sehr gut. Hat euch die Reaktion überrascht?

Udo: Klar, freut einen das und es ist ja schließlich auch die Bestätigung für die getane Arbeit, denn du weißt dann, du bist auf dem richtigen Weg und dein Produkt ist stimmig. Aber man sollte solche Sachen doch nicht überbewerten, denn ich denke, die Review CDs müssen immer in die richtigen Hände gelangen. Sind wir doch mal ehrlich, Kritiken sind doch immer subjektiv, wer ist da schon objektiv? Das weißt du und das wissen alle anderen aus der Branche wie viele Reviews zustande kommen. Gibst du einem Schreiberling die Chinchilla CD der auf Trash steht, so wird er sie verreißen, ob die jetzt gut eingespielt ist oder nicht, das ist doch logisch und wenn man dann so wie wir in zwei Maganzinen das Bauernopfer bei Streitigkeiten der hohen Herren wird, dann denkst du dir: "Dann mal gut Nacht um Sechse!" Das ist doch in den meisten Fällen eh nur Politik, hat deine Plattenfirma ein Abo für Werbung in einem Magazin geschaltet (je größer desto besser/teurer), wird das Magazin deine CD sicher in einem anderen Licht betrachten als die gleiche CD von einem kleineren Label, welches wenig bis keine Werbung schaltet. So ist das eben und so wird das immer bleiben. Aber das ist ja nicht nur im Rockbusiness so.

HH: Du hast vorhin von einer Produktion gesprochen. Wie sieht's denn mit der Nachfolgeveröffentlichung aus? Habt ihr schon richtig mit Arbeiten dazu begonnen? Momentan scheint ihr ja recht fleißig Gigs zu spielen...

Udo: Also neun Songs sind bis auf die Solos fertig. Das Material wird härter und rauer sein als unsere letzte CD Take No Prisoners. Die Keyboards sind teilweise ganz draußen und wir werden nach der Pilotphase Gigs mit einem zweiten Gitarristen spielen, das war dieses Jahr der Oimel von meinen "Bastards". 2007 werden wir ein neues festes Mitglied an der zweiten Gitarre vorstellen. The Prophecy ist sehr gitarrenbetont und genau auf die Zwölf und genau das wollen wir dann auch 2007 live mit einem zweiten Gitarristen rüber bringen. Aber dazu müssen wir erst einmal den richtigen Mann finden.

HH: Wieviel Zeit braucht ihr im Schnitt für das Material einer CD?

Udo: Normal schreibe ich so eine Scheibe in vier bis acht Wochen und ein oder zwei Stücke werden dann noch von Roberto oder wie früher von Artur geschrieben. Aber seit ich mein Homerecording Studio habe, arbeite ich seit acht Monaten an der neuen Scheibe und ich muss sagen, das lohnt sich wirklich. Die Songs wirken ausgereifter und überdachter, vor allen Dingen musst du nicht mit dem Ergebnis im Studio zufrieden sein, weil du hier jederzeit noch was ändern kannst und das liebe ich. Man muss natürlich für diese Sachen total verrückt und verbissen sein. Da ich mir das Meiste selber beibringe, ist das natürlich auch eine enormer Lernprozess, aber so wie ich das jetzt sehe, lohnt es sich. Das könnte niemand bezahlen, Chinchilla klingt hier so wie ich mir die Band vorstelle und das ist natürlich für den Mann am Mischpult, in diesem Fall wieder Achim Köhler, eine enorme Hilfe, denn diese Vorproduktion ist etwas Greifbares und dient als Anhaltspunkt für den endgültigen Mix.

HH: Auf der Heavyhardes-Party habt ihr einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen; wie man sieht spielt ihr sehr gerne live - gibt's ein bestimmtes Konzert das euch besonders in Erinnerung geblieben ist? 2004 wart ihr mit Saxon auf Tour...

Udo: Jedes Konzert ist etwas Besonderes und wie du es richtig erkannt hast, haben wir sehr viel Spaß am live spielen. Das ist aber auch das, was ich von einer Band, wenn ich als Zuschauer hingehe, erwarte, denn sonst kannst du es lassen. Wir wollen unsere Musik so überzeugend wie möglich rüber bringen und das denke gelingt uns. Jeder einzelne steht 1000% hinter dem was wir machen und deshalb fällt es uns auch leicht, den Funken rüber zu bringen, zumal wir ja in Tommy einen Sänger haben, der das Entertainment im Blut hat, wie selten jemand anders.
Es ist richtig, 2004 waren wir mit Saxon auf Tour und das war wirklich Klasse. Die Saxon Jungs waren super nett zu uns und haben uns unterstützt wo es nur ging. Wir hatten jeden Abend Soundcheck und alle standen mit Rat und Tat zur Verfügung. So war die Tour trotz den 16.000 km eine relativ entspante Geschichte, da es überhaupt keinen Ärger gab. Selbst wo drei Leute unserer Crew zwei Shows aussetzen mussten, war die Saxon Crew Uli, Lars und Matjes sofort bereit uns zu unterstützen. Das war glaube ich die enspannteste Tour die wir bisher gemacht haben, aber es war auch die längste. Ich muss dir ehrlich sagen, wir hatten noch nie Stress mit einer anderen Band auf Tour, schon gar nicht mit Engländern, ich denke, es kommt da auch immer sehr auf einen selber an. So gesehen, fällt mir gerade kein Konzert ein, das besonders herausgestochen hat, da jedes Konzert, ob groß oder klein, immer seine eigene Geschichte hat.

HH: Seid ihr mit der aktuellen musikalischen Entwicklung der Band zufrieden? Momentan scheint der Weg nach oben zu weisen.

Udo: Natürlich sind wir zufrieden, aber das ist auch das Ergebnis von harter Arbeit, aber solange diese Spaß macht und wir voll dahinter stehen, ist das völlig uninteressant. Wir wollen Spaß haben und das haben wir denke ich. Uns ist allen klar, dass wir keine Millionäre werden, aber wir sind in der tollen Position unsere Musik aufzunehmen und es interessiert wirklich viele Leute was wir hier machen, deshalb sind wir wunschlos glücklich.

HH: Laut eurer Homepage wart ihr kürzlich gezwungen ein Konzert wegen Krankheit abzusagen, war etwas Bestimmtes passiert?

Udo: Ja, was soll ich sagen, das kommt immer wieder vor und wir haben gelernt sowas ernst zu nehmen. Wenn du auf Tour bist, ist das natürlich fatal und du musst spielen, aber solche Einzelshows kannst du nicht auf Biegen und Brechen durchziehen. Übrigens waren das jetzt zwei Shows, einmal in der Music Hall in Weiher, da lagen Roberto und ich flach und jetzt unser Jahreabschlusskonzert, das wir immer in Öschelbronn machen, da hatte es Tommy erwischt und der konnte acht Tage vor dem Konzert keinen Ton mehr reden. Also, das geht dann wirklich nicht. Für Öschelbronn haben wir schon einen Ersatztermin, der wird am 14.04.2007 sein.

HH: Wie sehen eure Pläne für die nähere Zukunft aus? Was darf man von Chinchilla erwarten?

Udo: Wir sind voller Tatendrang und werden 2007 wieder Vollgas geben. Aber erstmal muss unser Metal Forever Charity Festival zu Gunsten von Kindern in Not eingetütet werden, hier spielem am Freitag den 29.12.2006 sechs der besten Tribute Bands Deutschlands. Gecovert werden: Die Toten Hosen, Bon Jovi, Guns'n'Roses, Rammstein, Metallica und Motörhead, dann findet an dem Tag noch ein Gitarrenweltrekordversuch statt, bei dem übrigens jeder mitmachen kann. Die Anmeldung findet ihr auf unserer Homepage unter dem Menüpunkt Gitarrenweltrekord. Wir werden versuchen mit mehr als 1323 Gitarristen "Ace Of Spades" von Motörhead zu spielen zu lassen. Am 30.12.2006 spielen dann 17 Bands: Black Abyss, Circle Of Grin, Chinchilla, Crowd In Anger, Demon, Evidence One, Gun Barrel, Gallon, Jaded Heart, Justice, Majesty, My Darkest Hate, Rough Silk, Saidian, Sinner, Stereopilot und Vengeance auf zwei Bühnen und ich denke das solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Schaut einfach auf unsere Seite: www.metalforeverfestival.de. Freitag schlappe 12 VVK, Samstag 23 Euro VVK und Kombiticket Fr und Sa. 27,30 Euro. Also bitte, das ist doch was. Aber wie gesagt, hier ist noch Einiges zu tun.
So musste ich jetzt erstmal unsere Aufnahmen für den Take No Prisoners Nachfolger The Prophecy unterbrechen, da mir komplett die Zeit dazu fehlt. Aber Mitte Dezember werde ich wohl weiter machen, da die CD in den ersten vier Monaten des Jahres 2007 erscheinen soll. Als Erstes werden wir im Frühjahr 2007 eine komplette Live-Show für das hessische Fernsehen spielen, diese Show wird dann im Sommer 2007 ausgestrahlt. So wie es jetzt aussieht, werden wir wohl noch vor dem Release auf Europa Tour gehen und im zweiten Teil des Jahres 2007 erneut, dann werden wir das ein oder andere Festival spielen. 2007 werden wir auf jeden Fall mal anfangen Material für eine DVD zu sammeln. Für mehr Infos: www.chinchilla.rocks.de.

HH: Danke für eure Zeit und weiterhin viel Erfolg in der Zukunft, gibt es noch etwas was du euren Fans sagen willst?

Udo: Es wäre schön, wenn du, ja du, der gerade das Interview liest, mit deinem/r Freund/in und euren Bekannten kommen und diese Aktion für Kinder unterstützen würdest. Übrigens eignen sich unsere Tickets auch ideal als Weihnachtgeschenk!!!
Man hilft Kindern in Not und macht dem ein oder anderen Menschen eine Freude damit. Ich denke, das ist doch der Sinn von Weihnachten, oder??? Abgesehen davon, dass es für einen guten Zweck ist, so ist gerade dieses Jahr an diesem Wochenende vor Silvester eh kaum etwas geboten, so dass bei dem günstigen Eintritt für jeden Fan eines Sicher ist: Zwei mal zehn Stunden volles Programm. In Wirklichkeit ist es doch so, dass an Weihnachten jeder zu seinen Eltern aus "historisch gewachsenen Gründen" dackelt, nickt und knufflig kuckt, dann Geschenke einsammelt, zwei Tage lang fröhliche Familie spielt, sich die Wampe voll frisst, danach zwei Tage braucht um wieder normal Luft holen zu können, um dann am 29./30.12.2006 im Freundeskreis zu fragen "habt ihr einen Plan?".
Was gibt es da Schöneres als Silvester schon am Freitag zu beginnen? Eben, NICHTS!
Damit ihr auch wisst, welche Stiftungen ihr damit unterstützt hier einmal eine Kurzbeschreibung:
Wir haben die Spenden in vier Kategorien eingeteilt: Global, National, Regional und Lokal:
Global werden wir die Giovane Elber (Ex-Fußball-Spieler vom VfB Stuttgart und FC Bayern München) Stiftung in Londrina, Brasilien, unterstützen. Giovane hat dort in den Slums seit zehn Jahren ein Schulungszentrum errichtet, wo schon über 400 Kinder ausgebildet wurden.
National unterstützen wir ein Projekt der Deutschen Kinder Krebsstiftung, die "Waldpiraten", die mit ihrem Regenerations-Programm den Heilungsprozess der Kinder erleichtern möchte. Hier werden in den Ferien Campfreizeiten für krebskranke Kinder/Jugendliche und ihre Geschwister angeboten und das ganze Jahr über Wochenend-Seminare und andere Veranstaltungen für Familien mit einem krebskranken Kind.
Regional den "Schlupfwinkel" in Stuttgart, welcher für Stuttgarts Straßenkinder zuständig ist. Man kann sich den Schlupfwinkel wie eine Art professionelles Jugendhaus vorstellen, wo Jugendliche Unterschlupf finden, ohne sich erst einmal einem Psychotest oder dem Jugendamt zu unterziehen. Sie können dort übernachten, sich aufhalten oder einfach "nur" essen.
Lokal den Böblinger Förderverein "Regenbogen e. V.". Dieser Verein unterstützt die Kinderstation im Kreiskrankenhaus Böblingen und setzt sich generell für dort stationierte Kinder ein.
In diesem Sinne bis zum 29.12.2006!
Metallische Grüße,
Udo

Robert

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