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Interview

Interview mit Neaera (07.05.2006)

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Mit ihrer Mischung aus Thrash Metal und Metalcore haben es die Münsteraner geschafft, durchwegs positive Resonanzen zu erzielen. Vocalist Benny Hilleke nam sich brav meiner Fragen zum neuen Album Let The Tempest Come an.

HH: Hi, nachdem es euch ja "erst" seit 2003 gibt, kannst du uns kurz über euren bisherigen Werdegang erzählen?

Benny: Hey! Also... ca. ein halbes Jahr nach der Gründung haben wir durch eine Demo einen Vertrag bei Metal Blade Records angeboten bekommen. Damit ging es dann auch eigentlich erst richtig los: Im November 2004 haben wir bei Andy Classen unser Debut The Rising Tide Of Oblivion aufgenommen, welches dann im März 2005 veröffentlicht wurde. Darauf folgten neben etlichen Einzelgigs zwei Tourneen (natürlich als Support) mit Bands wie z.B. As I Lay Dying, Heaven Shall Burn, Caliban etc. bevor es dann im Januar 2006 erneut ins Studio ging um die zweite Platte Let The Tempest Come bei Jacob Hansen in Dänemark aufzunehmen, welche seit dem 7. April erhältlich ist.

HH: Warum habt ihr euch von The Ninth Gate in Neaera umbenannt? War das Auflage von Metal Blade?

Benny: Wir brauchten für unser erstes Konzert unbedingt einen Namen... jemand von uns hatte kurz vorher den Film "Die neun Pforten" gesehen und so nannten wir uns dann The Ninth Gate, welches in dem Film das Tor zur Hölle ist...dummerweise heißt der Film im englischen Original auch The Ninth Gate und so entschieden wir uns für eine Umbenennung... auf den Namen Neaera sind wir durch ein Buch namens Paradise Lost gekommen.

HH: Warum Neaera, die für sexuelle Sklaverei steht? Oder wollt ihr nur eure Neigungen zum Ausdruck bringen? *g*

Benny: Ha,ha... richtig Du hast es erfasst! Nein, uns gefiel in erster Linie Klang und Schriftbild des Namens.

HH: Was war das Schlüsselerlebnis, dein erster Kontakt mit Metal überhaupt?

Benny: Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich eigentlich erst recht spät zum Metal gelangt bin... zu meiner Teen-Zeit habe ich sehr viel Krams wie Rage Against The Machine etc. gehört und hab mich dann langsam herangetastet... ein wirkliches Schlüsselerlebnis gab es da nicht.

HH: In eurer Bio ist zu lesen, dass euer Debut The Rising Of Oblivion fast nur positive Resonanzen eingebracht hat. Wie ist das "fast" hier zu verstehen? Was waren die Kritikpunkte? Und habt ihr euch die zu Herzen genommen oder waren die euch egal?

Benny: Wenn die Kritiken konstruktiv sind, dann versucht man sicherlich, diese beim nächsten Mal auch zu berücksichtigen. Wenn man sich nichts annehmen würde, käme man als Musiker auch nicht weiter. Ein plumpes "die Platte ist scheiße...Punkt" bringt einen ja nicht wirklich weiter J

HH: Wie sehen die bisherigen Resonanzen für Let The Tempest Come aus? Ich gehe davon aus, ähnlich positiv?

Benny: Erfreulicherweise sind bisher sehr viele positive Kritiken dabei, aber es werden bestimmt auch noch ein paar nicht so tolle folgen.

HH: Wie zufrieden seid ihr mit der Arbeit von Metal Blade? Habt ihr keine Angst, hier nur eine Nummer unter vielen zu sein?

Benny: Die Zusammenarbeit läuft super!! Obwohl wir wissen dass Metal Blade noch eine Menge anderer (und wesentlich größerer Bands) unter Vertrag haben, haben wir fast täglichen Kontakt.

HH: Wie entsteht bei euch ein Song? Wer hat hier das Zepter in der Hand oder sind alle gleichberechtigt?

Benny: Mittlerweile ist es so, dass die beiden Gitaristen und unser Drummer das Songwriting übernommen haben... die drei treffen sich, werkeln an einem Song herum und erst wenn der fertig ist stoßen wir anderen beiden, sprich Bass und Gesang dazu.

HH: Welche Einflüsse hat jeder von euch? Wer sind eure musikalischen Vorbilder?

Benny: Die Einflüsse sind bei uns allen ein wenig unterschiedlich... ich persönlich höre z.B. gern Metal schwedischer Prägung. Ein richtiges musikalisches Vorbild habe ich nicht direkt, aber Bands wie In Flames oder Heaven Shall Burn finde ich schon sehr geil!

HH: Wie zufrieden seid ihr nun mit etwas Abstand mit dem Ergebnis? Gibt es schon Änderungswünsche oder Vorstellungen, was beim nächsten Album anders gemacht werden muss?

Benny: Wir sind nach wie vor mehr als zufrieden mit dem Ergebnis, deshalb wüsste ich jetzt auch noch keine Änderungswünsche... wahrscheinlich findet man aber mit der Zeit hier und da kleine Dinge, die man vielleicht lieber etwas anders gehabt hätte.

HH: Was treibt ihr, wenn ihr nicht im Proberaum oder auf der Bühne seid? In Deutschland ist es ja fast unmöglich, von der Musik allein zu leben. Was für Beschäftigungen geht ihr nach?

Benny: Jau, das stimmt... von der Musik wirklich leben können wir nicht. Die meisten von uns studieren bzw. beginnen demnächst mit ihrem Studium.

HH: Wie schauen eure Pläne für die Zukunft aus ?

Benny: Definitive Pläne haben wir momentan nicht, wir lassen die Dinge einfach mal auf uns zukommen... hat ja bislang eigentlich auch ganz gut funktioniert J...

HH: Was könnt ihr mir über den Underground bei euch erzählen?

Benny: Die Szene ist eigentlich sehr groß und wächst stetig... hier gibt es auch den ein oder anderen Laden, in dem es sich musikalisch aushalten lässt J

HH: Leider haben ja in letzter Zeit immer weniger Leute Lust, Geld für einen Underground-Gig auszugeben. Statt dessen pulvern sie das Geld für überteuerte Tickets der "großen" Bands raus. Was habt ihr für Erfahrungen damit gemacht?

Benny: Die Erfahrung haben wir bislang nicht bzw. selten gemacht... natürlich kommen zu unseren Shows keine 10.000 Menschen, aber wir können absolut nicht klagen... z.B. waren bei der Record Release Show von Caliban, bei der ansonsten auch nur "Undergroundbands" gespielt haben an die 3.000 Zuschauer und das finde ich schon sehr krass!

HH: Wie sieht es mit Gigs bzw. einer Tour aus? Oder seid ihr gar auf einem der zahlreichen Festivals zu sehen?

Benny: Die Darkness Over Europe Tour zusammen mit u.a. Caliban und The Agony Scene ist ja gerade erst seit ca. einer Woche vorbei, so dass eine nächste Tour wahrscheinlich erst gegen Ende des Jahres wieder stattfinden wird... in diesem Sommer spielen wir u.a. auf dem Summer-Breeze Open Air, dem Pressure Festival und einigen anderen Festivals auf die wir uns schon sehr freuen!

HH: Mit welchen Farben würdest du euren Sound beschreiben?

Benny: Pink.

HH Danke, die berühmten letzten Worte gehören dir.

Benny: Vielen Dank für das Interview und einen metallischen Gruß an all die Leute, die uns in letzter Zeit so super unterstützt haben !

Ray

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