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Interview

Interview mit Zan Clan (03.11.2005)

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Logo Zan Clan

Nach zehn Jahren Abstinenz hat sich der charismatische Sänger Zinny Zan mit seiner reformierten Band Zan Clan wieder zu Wort gemeldet. Und das sehr eindrucksvoll. Zeit also, dem Herrn mal mit meinen Fragen zu "nerven", wobei sich der Sänger recht knapp mit seinen Antworten hielt.

HH: Hi! Wie geht's euch? Ich denke mal, nicht jeder kennt euch bereits. Könntest du also kurz etwas über eure Geschichte erzählen? Was war der Grund für euch, die Band zu gründen?

Zinny Zan: Nun, ich habe 1983 in Schweden mit der Band Easy Action angefangen. Wir waren damals eine der ersten Glam Sleaze Bands und haben somit unseren Platz in der Musikgeschichte gesichert. 1985 haben wir uns dann getrennt und unser Gitarrist Kee Marcello ist zu Europe abgewandert, während ich bei Shotgun Messiah gelandet bin. Mit Shotgun Messiah bin ich dann nach L.A. gekommen und wir haben ganz Amerika zwei Jahre lang betourt, wobei wir fast eine halbe Million unseres Debuts allein dort verkauft haben. Wir haben 1990 die Band beendet und ich begann mein erstes Line Up für Zan Clan zu formen. 1994 wurde dann unser Debut veröffentlicht. Allerdings waren wir nicht in bester Verfassung und die Aufnahmen an sich waren ein Disaster, darum floppte das Album auch.
Anschließend machte ich 2002 ein Solo Album. Nun jedoch habe ich das beste Line Up gefunden, um Zan Clan zu reformieren.

HH: Zwischen 1994 und 2004 habt ihr eine Pause von zehn Jahren eingelegt. Was war der Grund hierfür und was habt ihr während dieser Zeit gemacht?

Zinny Zan: Nun, ich habe mir eine sog. "Fuck Off" Zeit genommen, in der ich nur das machte, worauf ich Lust hatte. Ich musste einfach Energie zum Weitermachen tanken.

HH: Welche musikalischen Einflüsse habt ihr? Was hört ihr euch außerhalb eurer Band an?

Zinny Zan: Wow, da gibt es wirklich einiges, was ich mir so anhöre und was mich beeinflusst hat, hier mal ein kleiner Auszug: Aerosmith, AC/DC, Whitesnake, Sex Pistols, Van Halen, Judas Priest, Thin Lizzy und viele mehr...

HH: Wie habt ihr euch eigentlich gefunden? Kanntet ihr euch schon vor der Band?

Zinny Zan: Pontus Norgren (Gitarre) kannte ich schon vor der Band, von den anderen hatte ich zwar schon gehört, aber wir waren nicht befreundet.

HH: Welche Reaktionen auf euer aktuelles Album habt ihr bislang erhalten und habt ihr diese erwartet?

Zinny Zan: Nun, bislang waren die Reaktionen hervorragend. Niemand wird nach diesem Album nun ernsthaft noch denken, uns gäbe es nicht mehr.

HH: Wie zufrieden seid ihr mit dem Ergebnis? Gibt es bereits Änderungswünsche?

Zinny Zan: Ich bin nach wie vor sehr zufrieden, es ist roh, es ist stark, es ist Rock'n'Roll!!!

HH: Euer Album klingt sehr positiv, vor allem der Song "Silver Bullet Toy". Bist du ein positiv denkender Mensch und was bringt dich in Rage?

Zinny Zan: Nun, ich lache viel und gerne. Ja, ich bin ein positiv denkender und optimistischer Mensch. Trotzdem gibt es einiges, was mich wütend machen kann: falsche Menschen, Hungersnöte in der Welt und vieles mehr. (sehr auskunftsfreudig – Ray)

HH: Wie sieht es mit Religion aus? Glaubst du an Gott? Oder etwas anderes? Was macht für dich das Leben lebenswert?

Zinny Zan: Phil Lynott (Sänger bei Thin Lizzy) sang einmal: Wenn es einen Gott im Himmel gibt, warum lässt er dann Kinder sterben (aus dem Song "Holy War")? Manchmal frage ich mich schon, ob es einen Gott gibt oder nicht. Aber ich verschwende auf diese Frage nicht allzu viel Zeit. Vielmehr konzentriere ich mich auf die schönen Dinge des Lebens: Musik, Kinder, Freunde, die Welt und Menschen verschiedener Kulturen kennen lernen. Das Leben ist eine Reise, kein Ziel!

HH: Wovon handeln eure Songs? Kannst du uns kurz etwas zu jedem Song erzählen? Handeln sie von Fantasie oder dem richtigen Leben? Wollt ihr eine bestimmte Message vermitteln?

Zinny Zan: Nun, einige Songs handeln von Rock'n'Roll, einige von Drogenmissbrauch, einige von Liebe und Spielereien. Die meisten sind aus meinem Leben oder Gefühlen gegriffen.

HH: Was sind eure Zukunftspläne? Was wollt ihr noch erreichen?

Zinny Zan: Weltherrschaft! ;-) Nein im Ernst: einfach 'rausgehen und meine Musik für die Menschen spielen. Mehr nicht.

HH: Was denkst du über die heutige Metalszene mit all ihren verschiedenen Stilrichtungen, die wohl noch nicht ausgeprägt waren, als du mit der Musik angefangen hast. Fast jede Band möchte heutzutage ihren eigenen Stil kreieren, nur um anders zu sein. Was denkst du darüber?

Zinny Zan: Nun, für viele mögen die verschiedenen Stilrichtungen recht verwirrend sein. Ich denke, da draußen gibt es zu viele Bands, die zu sehr daran arbeiten, originell zu sein nur um der Originellität Willen. Meine Devise war immer: nicht verkrampfen, einfach du selbst sein und was immer dabei rauskommt: Das bist du!

HH: Lass uns noch kurz über das Internet reden, genau genommen über das Runterladen von Musikdateien. Was denkst du als Musiker über diese Problematik?

Zinny Zan: Natürlich will ich als Musiker auch für mein Schaffen bezahlt werden. Auf der anderen Seite kann ich die Fans schon verstehen, keine überzogenen Preise für eine CD zahlen zu wollen. Die Labels sollten also als erstes ihre Preise senken, dann wären alle glücklich.

HH: Wenn du deine Musik mit einem Auto beschreiben müsstest, wie würde es aussehen?

Zinny Zan: Wie ein verrückter Ferrari mit jeder Menge Graffiti drauf!

HH: Was ist das schlimmste Instrument in deinen Ohren?

Zinny Zan: Haha, keine Ahnung, selbst eine Gitarre kann in den falschen Händen schrecklich klingen.

HH: Danke für die Antworten, die letzten Worte gehören dir.

Zinny Zan: Ich hoffe, euch bald zu sehen, Deutschland!

Ray

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