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Hydria - Freakshow

Hydria - Freakshow
Stil: Symphonic Metal
VÖ: 19. Juli 2013
Zeit: 49:22
Label: EMG Music
Homepage: www.hydria.com.br

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Hydria aus Rio de Janeiro sind mehr als fünf Jahre im Geschäft und haben in dieser Zeit bereits Größen wie Within Temptation als Vorband begleitet. Within Temptation ist auch gleich eine guter Einstieg, denn die Brasilianer haben sich einiges am Stil von Within Temptation angeschaut, für gut befunden und dann mit deutlich mehr Synthie- und Electro-Klängen angereichert. Dadurch wird die Musik reich an Variation und dennoch bleibt das Female Fronted Metal-Konzept wie bei Within Temptation im Grunde bestehen.

Die Band besteht aus Sängerin und Songwriterin Raquel Schüler und dem Instrumentalisten und Produzenten Celo Oliviera. Ein Schlagzeuger ist nicht angegeben, was die Vermutung zulässt, dass dieses programmiert wurde. Wenn es eine Schwäche gibt bei Hydria, dann ist es der Schlagzeug-Sound, mit dem ich mich in einigen Stücken nicht anfreunden kann. Es klingt bei den Tomtoms, als wenn auf ein Stück Plastik geklopft wird (sehr auffällig beispielsweise bei "Close Enemy"). Zusätzlich sind mir gerade die Tomtoms zu dominant in einige Songs gemischt.

Nun zu den positiven Seiten: Der Gesang kann komplett überzeugen. Raquel muss sich hinter keiner großen Stimme verstecken und die gelegentlichen Synthies in der Stimme sind sparsam und gezielt eingesetzt. Das Songwriting hat Songs mit guten Spannungsbögen und eingängigen Strukturen geliefert. An mancher Stelle sind sie mir etwas zu poppig. Auch Celo macht bei den Instrumenten einen guten Eindruck. Gerade die Mischung aus typischem Symphonic/Gothic Metal und den elektronischen Elementen erschafft eine sehr angenehme Atmosphäre. Die Produktion ist sauber und wird den heutigen Anforderungen gerecht.

Um einen Eindruck zu bekommen, was den Hörer erwartet, reicht der erste Song "It Ain't Over 'Til It Ends". Er bietet ruhige, poppige Passagen genauso wie schnelle Doublebass-Parts, Elektro und straighten Female Fronted Metal. Die Mischung gibt es in der Form auch in den anderen Songs, aber die einzelnen Stücke sind allesamt eingängig genug, dass sie einzeln durch die Bank alle gefallen. Was mir fehlt, sind Songs, die aus der Reihe der ganzen Tracks herausstechen. Letztlich sind alle dem gegebenen Schema nach geschrieben. Da es keine absoluten Überflieger gibt, aber auch keine Ausreißer ins Negative, lässt sich die ganze Scheibe gut durchhören. Sie bleibt aber recht schwer im Ohr hängen.

Ich würde mir etwas mehr Freak in der Show wünschen.

Sophos

4 von 6 Punkten

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