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Graveyard - The Sea Grave

Graveyard - The Sea Grave
Stil: Death Metal
VÖ: 08. März 2013
Zeit: 40:19
Label: War Anthem Records
Homepage: www.graveyardofdoom.com

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Graveyard hatten bisher einen eher schweren Stand beim Rezensenten, haben mich doch das Debüt sowie die folgende EP nicht wirklich zu Jubelstürmen animieren können und versumpften deshalb wertungsmäßig irgendwo im Niemandsland. Vielleicht ändert sich das ja 2013, immerhin spricht mich die aus den Songtiteln zu entnehmende Thematik schon mal eher an.

Der Kenner weiß es natürlich: Titel wie "R'lyeh" oder "The Visitation Of The Great Old Ones" weisen schon mal den Weg Richtung H. P. Lovecraft und dessen Werk. Entsprechend düster ist dann auch die Gesamtstimmung des Outputs geraten, egal ob jetzt wild drauflos geholzt oder eine eher schleppende Gangart bevorzugt wird. Das passt alles recht gut zusammen und durch die häufigen Tempowechsel kommt auch nicht so schnell Langeweile auf. Außerdem kommt mir das Werk nicht mehr so gesichtslos wie noch der 2009er Erstling vor, denn der bösartig röchelnde Gesang verstärkt die fiese Grundstimmung noch um einiges und kann sich dadurch etwas vom Stigma des "alles schon mal dagewesen" absetzen. Dazu kommen noch spärlich, aber sehr effektiv eingesetzte Melodien, beispielsweise bei "Faces Of The Faceless" oder "Who Art Thou, Oh Witch, That Seekest Me?", welche das Album noch geschickt auflockern.

Eingespielt haben die Iberer das Material kompetent, wenn auch nicht herausragend. Die Drums rumpeln wohlig vor sich hin, die Riffs klingen dreckig, aber passend der Gesang ist, wie schon geschrieben, das herausragende Merkmal des Albums. Die Produktion passt gut zum Old School-Ansatz der Mucke und erinnert mehr als nur ein bisschen an frühe schwedische Großtaten. Das Artwork ist besonders schick ausgefallen, die Spieldauer dagegen nur durchschnittlich.

Alles in allem erfinden Graveyard auch mit ihrem aktuellen Album das Rad nicht neu, können aber das ein oder andere Ausrufezeichen setzen. Eine Weiterentwicklung ist definitiv zu verzeichnen und das muss natürlich auch mit einer besseren Wertung belohnt werden. Noch keine Offenbarung, aber immerhin ein Album, das auch über mehrere Durchläufe hinweg interessant bleibt.

Hannes

4 von 6 Punkten

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