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Grind Inc. - Lynch And Dissect

Grind Inc. - Lynch And Dissect
Stil: Death Metal
VÖ: 21. Mai 2010
Zeit: 42:43
Label: Bastardized Recordings
Homepage: -

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Krefeld scheint ein fruchtbares Pflaster zu sein, was die härteren Klänge angeht, kommen doch große Namen wie Blind Guardian oder Doro aus eben jener Stadt. Dass aber auch extremere Klänge aus der "Samt- und Seidenstadt" kommen, weiß man nicht erst seit der letzten Scheibe von Yuppie Club. Denn Grind Inc. sollten den Lesern von Heavyhardes spätestens seit ihrer Scheiblette Sudden State Of Hate ein Begriff sein. Zwei Jahre nach erwähnter Scheibe legen sie nunmehr mit Lynch And Dissect ihr aktuelles Album zur Begutachtung vor.

Auf ihrer neuen Scheiblette machen die Krefelder keine Gefangenen. Wo Fab beim 08er Werk noch viel von Groove schreibt, finde ich jetzt nur noch leichte Spuren davon. Hauptsächlich regiert hier der Knüppel, ultra-brutales Tiefsttonriffing wird von High Speed Blasts vorangetrieben, nur um dann wieder den Fuß vom Gaspedal zu nehmen und den ein oder anderen gepflegten Mosh einzustreuen. Auch das Gegniedel im Sinne des New York Style Death Metals kommt nicht zu kurz und verschafft dem Hörer die dringend benötigte Auflockerung, wobei es auf diesem Output nicht wirklich locker zugeht. Äußerst kompakt schraubt einem der Sound der mittlerweile zum Quartett geschrumpften Band den Kopf ab und hinterlässt nichts als verbrannte Erde. Ein schönes Schlachtfest haben die vier Deathsters da angerichtet, das eigentlich keine Wünsche offen lässt.

Denn auch die Performance der Band ist so was von ar***tight, dass einem fast die Luft zum Atmen genommen wird. Aber eben nur fast, einen Erstickungs(=Suffocation)tod wird hier niemand sterben, dazu sind die Jungs einfach zu variabel. Einzig die genreimmanent doch recht eindimensional gehaltenen Vocals trüben bei mir etwas die Freude am Genuss, da fehlt mir die früher vorhandene Zweitstimme doch etwas. Ansonsten aber gibt es nichts zu meckern an der Umsetzung des Liedgutes, die blutigen Einzelteile passen alle perfekt zusammen und ergeben ein schlüssiges Ganzes. Dazu noch eine Produktion, die so richtig Popo tritt und eine für diese Musiksparte doch recht ausladende Spieldauer und fertig ist der eitrige Leckerbissen.

Originalität sucht man auf Lynch And Dissect vergebens, aber das erwartet auch niemand. Dafür gibt es die brutale Vollbedienung, die keine Wünsche offen lässt und die Erkenntnis, dass diese Art Musik nicht nur im Umfeld des Big Apples gedeiht. Daumen hoch!

Hannes

5 von 6 Punkten

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