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Fool's Game - Reality Divine

Fool's Game - Reality Divine
Stil: Progressive Power Metal
VÖ: 14. August 2009
Zeit: 46:40
Label: Cruz Del Sur Music
Homepage: www.fools-game.com

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Cruz Del Sur sind im Business bekannt für Veröffentlichungen, die allesamt einen eigenständigen Charakter besitzen und bei eingefleischten Fans mittlerweile blind abgegriffen werden können. Sei es Rockiges wie Bible Of The Devil, die Epic-Portugiesen Dantesco, klassischer US-Kost wie Pharaoh oder feiner Prog Power Thrash der jungen Crown The Lost. Der Qualitätslevel ist stets hoch und die Bands bieten neben der reinen Unterhaltung musikalische Finessen und vor allem Wiedererkennungswert auf.

Dies bestätigen mit den ersten Gitarrenriffs auch Fool's Game. Hier handelt es sich um ein kleines Sammelsurium hochbegabter Musiker. Kopf und Initiator ist Gitarrist Matt Crooks, der seiner Band Division den Rücken gekehrt hat und seine Vision von kraftvollen Gitarren mit Melodie und Tinte auf dem Füller mit Fool's Game umsetzen will. Ans Mikro wurde Lars F. Larsen der dänischen Power Metaller Manticora gestellt, der mit seiner hohen Stimme die Songs veredelt, am Keyboard vergnügt Nick van Dyk, im eigentlichen Musikerleben Gitarrist der Prog-Heroes Redemption, seine Finger auf den schwarz-weißen Tasten. Die Leads steuert Pharaoh-Saitenhexer Matt Johnsen bei und hinter den Fellen sitzt mit John Macaluso ein sattsam bekannter Profi, der u.a. bei Fudelkönig Yngwie die Stöcke schwingen durfte.
Die Songs wirken trotz der eingebauten hintergründigen Versatzstücke kompakt, haben den nötigen Biss und gerade das Riffing der Rhythmusgitarren schrubbt beachtlich hart durch die Botanik. Darüber setzt der Gesang Larsens die i-Tüpfelchen. Anspruchsvolle Musik von wahren Meistern der Zunft. Beispielhaft seien das herzhafte "The Wild Swans At Coole" oder das fiese Riffmonster "Sowing Dead Seeds" angeführt. Letztgenanntes hat einen gewissen Charme der Demons & Wizards-Scheiben, weil durch das Einflechten akustischer Gitarren die riffenden Anteile noch wuchtiger klingen. Für alle Songs gilt, dass sie mehrmals gehört werden müssen. Nach einigen Durchläufen krallen sich die Noten Zug um Zug in den Gehörgängen fest. "She Moved Through The Fair" ist ein wahrer Choruskracher, bei dem Larsen kräftig melodisch die Chose aufmischt. Song der Abteilung Gänsehaut.

Wer mit den genannten Stammbands der Musiker etwas anfangen kann oder auch zur immer noch aktuellen Lanfear-Langrille X To The Power Of Ten nach wie vor seinen Haaransatz schwingt, der kann hier getrost zugreifen. Die Melodien machen süchtig und lassen nicht mehr los. Das Album bietet angeproggten Metal ohne störenden Bombast und Schmalz. Selbst die ab und an sehr dezent eingestreute Backstimme einer Sängerin und dunkle leicht gegrowlte männliche Vocals stören absolut nicht. Die Scheibe wirkt wie aus einem Guss und bietet Metal mit Köpfchen vom ersten bis zur letzten Minute. Dazu passt der natürliche, vor allem im Gitarrenbereich sehr voluminöse Sound. Starke Scheibe mit Langzeitwirkung, mit der man sich etwas beschäftigen muss. Hat es dann gepackt, gibt es kein Entrinnen mehr. Absoluter Kauftipp!

Siebi

6 von 6 Punkten

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