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Pestilence - Resurrection Macabre

Pestilence - Resurrection Macabre
Stil: Progressive Death Thrash
VÖ: 16. März 2009
Zeit: 54:40
Label: Mascot Records
Homepage: www.pestilence.nl

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Über einige Umwege landete das neue Album der niederländischen Brutalo-Institution Pestilence doch noch auf meinem Tisch. Also ab damit in den CD-Spieler, denn Mastermind Patrick Mameli bittet in elf neuen Songs plus drei neu aufbereiteten Old School-Zugaben zum Abschädeln. Nach dem nicht ganz so erfolgreichen Comebackversuch mit C-187 hat das vorliegende Auftreten einen leichten Beigeschmack, denn mit dem Namen Pestilence verbindet der eingefleischte Banger Death Metal der internationalen Spitzenklasse. Selbst das jazzig verspielte Spheres, das letztendlich 1993 den vorzeitigen Abgesang der Band einläutete, wird heutzutage von einigen Fans wohlwollender betrachtet. Jedoch scheint marketingtechnisch das Namedropping im Vordergrund zu stehen. Aber gut, reine Spekulation.

Die Musikergilde ist mit Peter Wildoer (Darkane, Arch Enemy) an den Kesseln und Tony Choy (Atheist, Cynic) am Viersaiter opulent besetzt und Songs wie "Horror Detox", das feine "In Sickness & Death" oder der Titeltrack "Resurrection Macabre" bieten feinste Kost aus der internationalen Kasschmiede. Es wird mit Ideenreichtum geglänzt, gebreakt bis der Arzt kommt, Blastbeats dürfen auch nicht fehlen. Somit alles in Butter und Friede, Freude, Eierkuchen? Leider nein, denn der monotone Grunzgesang und die immer wieder kehrenen Double Bass- und Blastattacken kommen zu keiner Zeit an die alten Meisterwerke heran. Spielerisch und im Sound auf höchstem Niveau agierend, aber ohne den nötigen Wiedererkennungswert, der die Mucke als Pestilence erkennen lässt. Die Pestilence, die man eben kennt und schätzen gelernt hat, sind über weite Strecken außen vor. Da schließt sich der Kreis zur eingangs erwähnten Namensgebung. Selbst die drei Wiederauflagen der Uraltbrecher "Chemo Therapy", "Out Of The Body" und "Lost Souls" können den Originalen nicht das Wasser reichen. Ganz nett, braucht aber kein Mensch.

So komme ich nicht umhin von einer kleinen Enttäuschung zu sprechen. Aber gut, Mameli will sich als Künstler eben so darstellen und sein aktuelles Verständnis von seiner Version Pestilences zeigen. Jedoch wäre das unter einem anderen Banner bei weitem besser und ehrlicher gewesen. So bleibt der bereits erwähnte fade Beigeschmack bestehen. Vor einer möglichen Kaufentscheidung ist zuerst Reinhören angesagt. Neueinsteiger sollten sich Testimony Of The Ancients oder die thrashigeren Erstwerke Malleus Maleficarum oder meinen persönlichen Überflieger Consuming Impulse zulegen.

Siebi

3 von 6 Punkten

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