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Hangar - The Reason Of Your Conviction

Hangar - The Reason Of Your Conviction
Stil: Progressive Metal
VÖ: 23. Mai 2008
Zeit: 50:30
Label: SPV
Homepage: www.hangar.mus.br

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Ja, in Brasilien tut sich was - immerhin gibt's da Rock in Rio, und Sepultura kommen da her. Auch Überraschungsacts wie Tribuzy aus dem Lande des Zuckerhuts haben von sich reden gemacht, und hier liegt uns nun ein ähnlich unerwartetes und erfreuliches Exemplar südamerikanischen Schaffensdrangs vor uns.

Hangar ist eine Kombo, die schon 1997 vom Schlagwerker Aquiles Priester (cooler Name - da brauchts kein Pseudonym) gegründet wurde. 1999 folgte das erste Album Last Time (findiger Name für ein Debüt), bevor Priester sich 2000 dann der damaligen Formation von Paul Di'Anno anschloss. 2001 schließlich landete er im Schoß von Angra, dem heißesten Brazil-Export in Sachen melodisches metallisches Gewerke.

Offenkundig war dem Herren allerdings trotzdem langweilig, und mit seiner Ursprungsband Hangar schleudert er nach wie vor in schöner Regelmäßigkeit Aufnahmen raus, so wie etwa Inside Your Soul (2001). 2006 schließlich machten sie sich an die Arbeit für das nun vorliegende brandneue Werk.

The Reason Of Your Conviction ist ein Konzeptalbum, das es in sich hat. Die Story klingt etwas befremdlich: es geht um die Wirkungen diverser Schicksalsschläge, die den Protagonisten an den Rand des Serienmördertums bringen und in einer lebenslangen Buße enden. Ah ja. Spaß verstehen sie also auch noch. Wichtig ist aber auf dem Platz, und da überzeugen Hangar völlstens und ganztens. Geboten ist sehr feiner Metal, teils heftig, teils proggig, völlig weit weg vom Einheitsbrei des Melodic-Genres, das zu befürchten wäre. Hangar finden genau die richtige Mischung zwischen Sperrigkeit und Eingängigkeit, um die gesamte Angelegenheit zu einem faszinierenden Erlebnis werden zu lassen. So richtig beschreiben kann man die Stücke nicht - es gibt keine herkömmlichen Strukturen, es folgt nicht die Brücke und der Refreng auf die Strophen, aber immer wenn man denkt, dass es jetzt verkopft und schwierig wird, wie das bei Prog leider oft der Fall ist, schnappen sich die Jungs den Steuerknüppel und schmeißen wieder eine wunderbare Melodie oder ein ruppiges Riff ein. Der Gesang von Nando Ferndandes, der sich mehr als nur kompetent durch die Songs schwingt, ist dabei ein absolutes Highlight.

Also, wer mal etwas Anderes als die ewig bekannten Songstrukturen hören möchte, sich aber nicht gleich den Untiefen des Progressiven aussetzen möchte, der sollte hier mal hinsehen.

Holgi

5 von 6 Punkten

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