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Omnium Gatherum - Stuck Here On Snake's Way

Omnium Gatherum - Stuck Here On Snake's Way
Stil: Melodic Death Metal
VÖ: 02. April 2007
Zeit: 44:28
Label: Candlelight Records
Homepage: www.omniumgatherum.org

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Die sechsköpfige finnische Melodeath-Metal-Formation ist wieder da. Drei Jahre sind seit dem Chartbreaker Years In Waste vergangen, den Jungs wurde eine rosige Zukunft allerorts prophezeit, doch wurde es verdächtig still. Warum? Sänger Antti Filppu stieg aus, Nuclaer Blast konnten oder wollten nichts mehr mit den hoffnungsvollen Newcomern zu tun haben und so brauchte man wieder neues frisches Blut und einen neuen Vertragspartner für die Band. Gott sei Dank haben sich Candlelight ein Herz gefasst und die Band unter Vertag genommen.

Das Sixpack holzt sich nicht blind und genreüblich monoton durch die zwölf Songs, sondern bietet in jedem Song eine andere kleine Facette des Metalspektrums und schielt auch mal links und rechts neben den metallischen Tellerrand. Melodische Soli wie in "A-Part Of God", Keyboardintro und -untermalung in "Undertaker" mit Uptempo-Riffing oder leisem Zwischenspiel, akustische Sechssaitige in "The Snake And The Way", rockig fetzender Beginn in "Bastard-O", um darauf - mit Unleashed-Feeling angereichert - leicht blastend zu musizieren. "The Third Flame" brennt ein weiteres Melofeuerwerk ab, Stakkatoriffs und Läuse verendende Bangparts mit grundsolider Doppelbassdrumbedienung und den coolen Keyboardklängen kreieren eine morbide aber dennoch fröhliche Stimmung.
Sänger und Neuzugang Jukka Pelkonen rotzt stilgemäß ins Mikro und erfreut damit, dass er ohne klare Vocals auskommt und somit vorbildlich in der Fahrspur bleibt. Ist dem so? Nein, nicht über das gesamte Album. Beim achten Titel "Just Signs" geht es mit klaren Vocals los, danach wird aber gewohnt gerotzt. Nehmen die Gitarren Distortion raus, dürfen sich die Vocals ebenso wieder beruhigen. "Truth" vermittelt puren Spaß mit rockiger Ausrichtung. "Drudgery", "In Sane World" (geiles Wortspiel!) holzen und melodeathen solide über den Schlangenweg. Das finale zum Teil Power Metal-lastige in Slow-Motion gehaltene Hörerlebnis "Spiritual" führt den Weg ruhiger und mit Akustikklampfen besinnlich zu Ende.

Das Album wird die Fangemeinde freuen und den Jungs einige verloren gegangene Punkte bei den Melodeath-Freaks zurück gewinnen. Der Vorteil der finnischen Spaßbolzen ist, dass sie weder versuchen, wie die Göteborg-Fraktion zu klingen, noch in Humppagefilde oder amorphischen Pathos ihrer zahlreichen Landsmänner aus Suomi abzudriften. Dafür gibt es eine Kaufempfehlung und den Rat an euch, sich auch mit dem Backkatalog der Knaben zu beschäftigen.

Siebi

4 von 6 Punkten

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