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Pitbulls In The Nursery - Lunatic

Pitbulls In The Nursery - Lunatic
Stil: Harsh Extreme Cyber Death Metal
VÖ: 24. Februar 2006
Zeit: 57:33
Label: Black Lotus Records
Homepage: www.pitbullsinthenursery.com

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Heilig's Blechle, hier gibt's die Vollbedienung für alle, die mit straighter Mucke so richtig gar nichts am Hut haben. Denn Pitbulls In The Nursery bedienen all diejenigen unter den Hörern harter Musik, die sich ihre Gehirnwindungen gerne mal von Bands wie Meshuggah (hier vor allem die Soli), Opeth (hier vor allem die stimmungvollen ruhigen Passagen), Atheist, Death und The Dillinger Escape Plan (hier der Rest) verknoten lassen. Angereichert wird das Ganze schließlich noch mit einem Schuss Thrash der Marke Slayer. Herzhaft geradeaus ballernde Riffs und Songteile gibt es hier also nicht so wirklich oft, stattdessen reiht sich ein krasses Break an's nächste, mathematisch durchaus korrekt, aber überhaupt nicht leicht verständlich. Aber irgendwie doch wieder, denn die irren Franzosen heften die Unmengen an komplizierten Riffs und Schlagzeugpassagen, die sich auf ihrem Debüt finden lassen, so geschickt aneinander, dass Lunatic trotz aller Komplexität nicht wirr und unzusammenhängend rüber kommt, sondern, mit gewissem Aufwand versteht sich, immer nachvollziehbar bleibt.
Müßig zu erwähnen, dass hier wahre Meister ihres Faches am Werk sind, angefangen bei der Gitarrenfraktion um Simon Thevenet und Mathieu Commun, die ein fettes Riff und verzwicktes Lead und Solo nach dem anderen abfeuern, über Bassist Francois Ugarte, der sich so manches leckere Basslick aus dem Handgelenk schüttelt bis hin zu Jerme Farion, der an den Kesseln Unglaubliches leistet, vom Blast bis zum gefühlvollen, ja schon jazzigen Drumming hat der Kerl alles drauf. Lediglich Sänger Julien Foucault growlt sich zwar aggressiv aber ein wenig monoton durch die Songs, was zum Ideenreichtum der Scheibe nicht so recht passen will.
Und dass sie es nicht nur heftig deftig können, zeigen Pitbulls In The Nursery mit einem total abgedrehten orientalischen Instrumentalstück, das als Hidden Track am Ende des Abschlusstracks "In My Veins" prangt und nochmals eindrucksvoll zeigt, was die Herren an ihren Instrumenten wirklich können. Als ob sie das vorher nicht auch schon gezeigt hätten...

Für die Mathematiker unter den Musikhörenden und -schaffenden ist Lunatic absolute Pflicht, der Rest sollte sich den Namen Pitbulls In The Nursery merken und sich von dieser wuchtig und rau produzierten Scheibe zumindest probeweise eins auf die Lauscher geben lassen.

Lord Obirah

5 von 6 Punkten

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