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From Hell - Ascent From Hell

From Hell - Ascent From Hell
Stil: Black / Thrash Metal
VÖ: 26. Juli 2014
Zeit: 69:10
Label: Sonic Revolution
Homepage: www.fromhell.net

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Ein gewisser Kerl namens George Anderson aka Aleister Sin, der mal in einer Band namens Down Factor, die es aber heute nicht mehr gibt, gespielt hat - nun dieser Kerl hegte lange Zeit den Traum, ein aufwändiges Horror-Konzeptalbum im Stil von King Diamond oder Cradle Of Filth aufzunehmen. Irgendwie hat er es geschafft, dafür einige namhafte Kollegen zu begeistern und mit ins Boot zu holen. In der Schießbude sitzt kein Geringerer als der gegenwärtige Slayer-Trommler Paul Bostaph und für Lead-Gitarre und Tieftöner zeichnen Steve Smyth (Ex-Nevermore) und Damian Sisson (Death Angel) verantwortlich. From Hell, also geradewegs aus der Hölle, kommt dieses vielversprechende Projekt, das mit seinem Debüt Ascent From Hell die Geschichte eines Typen erzählt, der im Schwefelpfuhl erwacht und feststellen muss, dass seine Seele auf Erden ausgerechnet in den Körper eines Priesters gefahren ist. Weil das natürlich absolut inakzeptabel ist, kehrt er als Zombie in die Welt der Lebenden zurück um sich zu holen, was ihm gehört.

Ein finsteres Intro unterstreicht die seltsame Story, ehe die Band mit dem amtlichen Nackenbrecher "The Walking Dead" Fahrt aufnimmt. Dieser fiese Bastard aus Thrash und Black Metal geht gut ins Ohr und Frontmann Aleister keift sich auf garstigste Weise regelrecht die Seele aus dem Leib - hoffentlich fährt die nicht auch in einen Pfaffen! Aber Spaß beiseite. Ordentlicher Auftakt, keine Frage, aber das Übel folgt auf dem Fuß. Bereits im nächsten, eigentlich ebenfalls formidablen Stück "Soul Crusher" schleichen sich erstmals einige Clean Vocals von Herrn Aleister in die Lyrics, die so schief und dilettantisch sind, dass sie glatt den ganzen Song ruinieren. So nimmt das Drama schließlich seinen Lauf. Der Frontmann versucht sich unentwegt in gesanglichen Exkursen, die unterm Strich allesamt total in die Hose gehen - einzig bereits erwähntes Keifen hat er drauf. Dazu kommt noch, dass die überlangen Spielzeiten zwischen sechs und zehn Minuten pro Stück durch keinerlei kompositorische Finessen gerechtfertigt sind. Das ist eines ums andere Mal einfach zu langatmig, um den Hörer bei der Stange zu halten. So bleibt es am Ende bei einigen wenigen Lichtblicken: "Nun With A Gun", weil's ohne gesangliche Experimente auskommt, und dann die eindringliche Pianomelodie in "Dead Reckoning", welches vom Sänger aber auch wieder völlig verhunzt wird. Da helfen auch die Sound- und Sprachsamples zwischen den Tracks und ein 22-köpfiger Chor nicht weiter, der hier und dort eher schlecht als recht abgemischt das Material aufpäppeln soll - From Hell gewinnt mit diesem proklamierten Höllentrip trotz Starbesetzung keinen Blumentopf und der Pfaffe rückt am Ende die Seele auch nur deswegen wieder raus, weil der Zombie-Aleister nicht aufhören wollte zu singen.

Dagger

2 von 6 Punkten

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