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Corruption - Devil's Share

Corruption - Devil's Share
Stil: Stoner Rock
VÖ: 13. Juni 2014
Zeit: 47:53
Label: Soulfood Music
Homepage: www.corruption.pl
MySpace: www.myspace.com/corruptioninfo

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Als Angel's Share bezeichnet man bei der Whiskeybrennerei den Teil des Fassinhalts, der sich während der Lagerung verflüchtigt. Was sagt es also aus, wenn eine Band ihr Album als Devil's Share tituliert und das Cover darüber hinaus die Musiker in comichafter Darstellung zeigt, wie sie sich an dem begehrten Dunst ergötzen? Erstens: wir haben es mit ganz schön ausgekochten Schlitzohren zu tun, die den Engeln ihren Schnaps quasi vor der Nase weginhalieren. Zweitens: offenbar trinken diese vier bärtigen Jungs aus Polen Whisky tatsächlich lieber als Wodka! Wie auch immer - das Ganze schmeckt nach Alkohol. Daher wundert es auch nicht, wenn Corruption sich selbst und auch ihre Musik nicht immer unbedingt bierernst nehmen.

In der Rocklandschaft ihrer polnischen Heimat sind die vier Warschauer vermutlich längst eine feste Institution - Devil's Share ist schließlich schon ihr siebtes Destillat seit 1996 - hierzulande macht man sich aber erst seit dem Vorgänger Bourbon River Bank allmählich einen Namen. Devil's Share knüpft daran mühelos an und wuchtet uns mit "Hang'n'Over" gleich einen Gassenhauer um die Ohren, dass es nur so rappelt in der Kiste. Hier wird staubtrockener Stoner Rock mit harten Metalriffs und einem Haufen Spielfreude konfrontiert, ein bisschen Blues ist schließlich auch noch mit an Bord. Toller Einstieg! Diesen Level kann zwar nicht das ganze Album halten, Corruption haben aber doch noch das eine oder andere Ass im Ärmel. Da wären zum Beispiel der lässige "Traveller Blues" mit einer extra Portion Groove und Mundharmonika oder die ohrwurmige Hymne "Grime Whorehouse". Gleich drei Fliegen schlägt die Band mit "Born To Be Zakk Wylde", nennt sie uns doch zum einen ihr musikalisches Idol und liefert außerdem in beinharten Riffs eine Hommage an Steppenwolf und Ronny James Dio, wenn "Born To Be Wild" und "Holy Diver" mühelos verschmolzen werden. Zwischendurch ein Exkurs in die US-amerikanischen Südstaaten mit dem Instrumental "Trespassteller" und am Ende nochmal ein amtlicher Brocken mit dem knapp neunminütigen "Moment Of Truth", in dem Wucht und Leichtigkeit quasi Saite an Saite stehen.

Natürlich wird auch bei Corruption das Rad nicht neu erfunden. Im Gegenteil - es kann schon mal passieren, dass einem der eine oder andere Part auf geisterhafte Weise vertraut vorkommt. Die Polen gehen aber mit spürbarem Spaß ans Spiel, was Stonerfans am Ende sicherlich anstecken wird. Eine Band, die es verdient hat, auch über die Landgrenzen hinaus Gehör zu finden.

Dagger

4 von 6 Punkten

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