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Corroded - State Of Disgrace

Corroded - State Of Disgrace
Stil: Heavy Rock
VÖ: 18. Oktober 2013
Zeit: 43:37
Label: Ninetone Records
Homepage: www.corroded.se

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Es mutet dann doch ein wenig unverständlich an, dass Corroded der flächendeckende internationale Durchbruch noch nicht beschert war - genießen Jens Westin (Voc./Git.), Peter Sjödin (Git.), Tommy Rehn (Git.), Bjarne Elvsgard (Bass) und Per Soläng (Drums) in ihrer schwedischen Heimat doch den Ruf, das nächste große Ding überhaupt zu sein. Alle drei bisherigen Alben charteten in Schweden in den Top Ten, ausverkaufte Konzerte en masse...
Auch ihr Stil ist eigentlich dafür prädestiniert, verschiedenste Hörerschichten anzusprechen, da sich der wuchtige Heavy Rock aus Machine Head-Anleihen, Soundgarden-Teilchen, Black Sabbath-Verneigungen, aber auch verquererweise aus Iced Earth- oder Down-Versatzstücken zusammen setzt. Hört sich zunächst verwirrend an, funktioniert aber ganz hervorragend. Aus all diesen Ingredienzien gelingt es Corroded, einen höchst eigen Stil zu kreieren und vor allem richtig tolle Songs zu schmieden. Nachzuhören auf ihrem neuesten Output State Of Disgrace: schon der Einstieg mit "Let Them Hate As Long As They Fear" markiert einen Albumhöhepunkt. Mächtige Gitarrenriffs der Maschinenkopf-Schule schieben das Stück zackig nach vorne, wobei sogleich klar wird, dass die Band mit Westin einen Ausnahmesänger am Start hat, der scheinbar mühelos Distanzen innerhalb der eigenen Tonskala überbrückt und so mal nach Halford, mal nach Peter Dolving klingt. Auch im folgenden "More Than You Chew" mit seinen Rob Zombie-Rhythmen glänzt der Sänger in einem Mörderrefrain, was den Anfang der Scheibe perfektioniert. Das flotte "I Will Not" und das etwas blassere "Uncommon Sense" leiten über in einen großartigen Mittelpart des Albums, der mit dem spannungsgeladenen Midtempostampfer "I Am God", dem schorfigen, an Black Label Society erinnernden "Believe In Me" und dem düster-balladesken "Beautiful Revolution" gleich drei Stücke mit einer gehörigen Portion Hitpotential auf den Hörer los lässt. Nur unmerklich sinkt die Qualität zum Ende hin und in der Abschlussnummer "Stop Me From Screaming" gibt's noch mal ein Highlight inklusive Killerchorus (wie bei fast allen Songs).
Mit State Of Disgrace dürften es Corroded schaffen, auch hierzulande Ruhm und Ehre zu ernten, zu stark die einzelnen Lieder, zu überzeugend das Album als Gesamtpaket. Es ist den Schweden viel Durchhaltevermögen zu wünschen, dann könnte hier ein Act heran wachsen, den man in ein paar Jahren zu den ganz Großen zählen wird.

Fuxx

5 von 6 Punkten

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