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Terrorama - Genocide

Terrorama - Genocide
Stil: Death/Thrash
VÖ: 29. November 2012
Zeit: 29:15
Label: To The Death Records
Homepage: -

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Peter Liden ist nicht nur Chef des Labels I Hate Records, er ist auch der Kopf hinter der schwedischen Formation Terrorama. Deren Drittwerk trägt den Namen Genocide, wird aber nicht vom eigenen Label vertrieben, sondern von To The Death Records. Das liegt wohl daran, dass I Hate hauptsächlich Doom-Kapellen unter Vertrag hat.

Da passt dieses Quartett nicht wirklich rein, denn Terrorama wildern in deutlich anderen Gefilden. Thrash Metal mit Abstechern in Death Metal-Regionen und einer guten Portion Schwarzmetall ist das Gebot der knappen halben Stunde. Wer jetzt aber angesichts der scheinbaren Stil-Vielfalt auch ein vielschichtiges Programm erwartet, sieht sich bitter getäuscht, denn dem ganzen Material fehlt es augenscheinlich an Facettenreichtum. Für sich alleine genommen, gehen die fast immer in Höchstgeschwindigkeit eingezimmerten Tracks sogar halbwegs in Ordnung, auf Albenlänge aber ist das Werk doch recht eintönig, um nicht zu sagen langweilig. Echte Unterscheidungs- oder gar Alleinstellungsmerkmale fehlen dem Material an allen Ecken und Enden, immer nur stur nach vorne ist eben selten abendfüllend. Da helfen auch die möglicherweise kritisch gemeinte Thematik und die Zwischensequenzen nicht, stumpf bleibt stumpf.

Dabei wäre die handwerkliche Umsetzung gar nicht mal so verkehrt. Gerade im Gitarrenbereich weiß man mit präzisen Riffs und schneidiger Lead-Arbeit zu überzeugen und die Rhythmus-Sektion vermag den Stücken einen ordentlichen Drive zu verpassen. Das heisere Gebell von Herrn Liden ist zwar eher generisch, zumindest aber nicht wirklich schlecht. Was allerdings wirklich schlecht ist, nennt der Fachmann gemeinhin "den Klang". Keinerlei Druck in den tieferen Tonbereichen, dafür aber extrem schneidend weiter oben, so wird der vermeintliche Genuss ganz schnell zur Qual. Mag sein, dass damit der Geist der frühen Thrash-Periode eingefangen werden sollte, in die Hose ging es trotzdem. Nicht mal eine halbe Stunde Spieldauer klingt auch arg wenig, allerdings dürfte ein Großteil der Hörer froh sein, dass der Spuk so schnell vorbei ist. Das Artwork lässt sich dabei am besten mit "dilettantisch" beschreiben.

Mag sein, dass Genocide gut gemeint ist. Gut gemacht aber ist es absolut nicht. Das braucht nicht einmal der fanatischste Alles-Sammler, das braucht niemand.

Hannes

1 von 6 Punkten

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