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Overtorture - At The End The Dead Await

Overtorture - At The End The Dead Await
Stil: Death Metal
VÖ: 25. Januar 2013
Zeit: 40:49
Label: FDA Rekotz
Homepage: www.overtorture.se

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Was in den letzten beiden Jahren an klassischem Elchtod auf dem Schreibtisch und im Player des Rezensenten landete, geht auf keine Kuhhaut. Nicht, dass ich jemals zuviel von guten Schwedenhäppchen bekommen könnte, aber auffällig ist das riesige Angebot allemal. Allerdings hat die große Konkurrenz auch einen Nachteil, denn um aus dem Überangebot wirklich herauszustechen, muss eine Band schon etwas Besonderes bieten.

Vom Line-Up her bieten die Newcomer Overtorture schon mal etwas Überdurchschnittliches, tauchen illustre Bandnamen wie Coldworker, Demonical und Grave doch in der Vita der Schweden auf. Das heißt dann auch, dass man es hier nicht mit grünen Jungs zu tun hat, sondern dass auch diese erst kürzlich gegründete Band auf einem umfangreichen Fundus an Erfahrung zurückgreifen kann. Das hört man dann an der Umsetzung des Materials recht gut, denn die fünf Herren wissen, was sie mit ihren Instrumenten zu tun haben. Knackige Riffs, saubere Leads, variables Drumming und ein kompetenter Brüllwürfel am Mikro, da gibt es nichts zu meckern. Auch die heftige Produktion passt verdammt gut zum Todesmörtel alter Schule, kracht und knallt an den richtigen Stellen, ohne zu poliert zu wirken. Das Artwork gefällt, die Spieldauer auch, rein äußerlich passt also alles.

Beim Songwriting zeigen sich Overtorture recht variabel. An der Geschwindigkeitsschraube wird regelmäßig gedreht, mal geht's kräftig nach vorne, dann wieder verschleppt die Band ihren Sound wieder ziemlich effektiv. Melodien einzubauen hat das Quintett ebenso wenig vergessen wie ein gerüttelt Maß an Brutalität, eigentlich könnte ich wunschlos zufrieden sein. Aber irgendwie sagt mir eine leise, unangenehme Stimme, dass da noch mehr drin gewesen wäre. Ja, die Stücke sind gut, aber eben nicht sehr gut. Ein paar Überraschungen hätten dem Gesamtwerk noch gut getan, ein paar Stellen, die aufhorchen lassen. So bekommt man mit fortschreitender Spieldauer zwar mehr vom (recht guten) Gleichen, hat aber das Gefühl, dass das Album hinten raus ein wenig vorhersehbar ist.

Klar, das ist Meckern auf hohem Niveau, aber gerade in Anbetracht der eingangs erwähnten Konkurrenzsituation fehlt dem Album dann doch noch ein Stück, um wirklich ein Ausrufezeichen zu setzen. Vielleicht ist das Ding dann doch ein Stück zu routiniert eingezimmert worden. Zu vier Punkten mit Tendenz nach oben reicht es, zur Speerspitze im Genre (noch) nicht.

Hannes

4 von 6 Punkten

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