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Herman Frank - Right In The Guts

Herman Frank - Right In The Guts
Stil: Heavy Metal
VÖ: 22. Juni 2012
Zeit: 53:57
Label: Metal Heaven
Homepage: www.hermanfrank.com

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Ich stehe ja auf Bands, die originell sind, ihrem Sound etwas Eigenständiges verpassen können und deren Musik Wiedererkennungswert hat. Eigentlich keine guten Voraussetzungen für dieses Review, denn Herman Frank ist nicht nur für sein Wirken bei der deutschen Institution Accept bekannt, sondern auch bei klanglich verwandten Kapellen wie Victory und Sinner. Überraschungen stilistischer Art sollten hier also keine auf den Käufer warten...

Und verdammt noch mal: Die sind auch nicht mal ansatzweise nötig, um Right In The Guts zu einem Knaller werden zu lassen. Eleganz? Mitnichten! Genreübergreifende Elemente? Von wegen! Irgendetwas, was man nicht erwarten konnte. Blödsinn! Und doch stimmt die Marschrichtung vom ersten Ton an und Herr Frank weicht auch über die gesamte (nicht gerade kurze) Spieldauer keinen Fuß breit vom eingeschlagenen Weg ab. Kraftstrotzender, ja muskulöser teutonischer Edelstahl, wuchtig und drückend umgesetzt, vor Energie schier berstender Power Metal, eingängig, aber nie langweilig, überraschungsfrei, aber immer verlässlich, viel besser kann man diesen Musikstil nicht umsetzen. Oder doch, eine kleine Überraschung ist mit "Falling To Pieces" dann doch noch auf dem Album vertreten, das auf seine relativ ruhige Art deutlich an die besten Leistungen von Whitesnake zu deren erfolgreichster Zeit erinnert und zeigt, dass (Halb-)Balladen nicht zwangsläufig schmalzig sein müssen. Ansonsten aber geht die wilde Fahrt stetig nach vorn, Blicke zurück sind nicht von Nöten.

Unterstützt wird der Meister bei seinem Zweitwerk von einer fast komplett erneuerten Mannschaft, nur der Herr der tiefen Töne Peter Pichl ist von der 2009er Mannschaft übrig geblieben. Aber die Neuzugänge sind ihrer Aufgabe mehr als gewachsen, allen voran Goldkehlchen Rick Altzi (Thunderstone, At Vance), der mit seinem rauen und kraftvollen mittelhohen Organ angenehm aus der Menge der Eierquetsch-Stimmen hervorsticht. Und mit Mamalitsidis Cristos hat sich der Bandleader einen absolut gleichwertigen Co-Gitarristen ins Boot geholt, was dem Sound der Band die gewissen Prise Extra-Pfeffer verpasst. Die Produktion verdient das Prädikat "exzellent", der Sound ist drückend und kraftvoll, der Umfang wie erwähnt überdurchschnittlich und das Artwork... äh... lassen wir das.

Right In The Guts ist die Vollbedienung in Sachen teutonischen Edelstahls geworden, rostfrei und makellos. So und nicht anders hat Power Metal zu klingen. Die Scheibe muss sich vor des Hauptbrötchengebers letztem Geniestreich Stalingrad absolut nicht verstecken.

Anspieltipps: "Roaring Thunder", "King's Call", "So They Run"

Hannes

6 von 6 Punkten

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