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The Privateer - Facing The Tempest

The Privateer - Facing The Tempest
Stil: Folk Metal
VÖ: 20. April 2012
Zeit: 43:32
Label: Trollzorn
Homepage: www.theprivateer.de
MySpace: www.myspace.com/privateersbay

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The Privateer heißt ein Klassiker aus dem Hause Running Wild und nun auch eine Band aus der Freiburger Gegend. Wie Running Wild haben sich die fünf Leichtmatrosen und das Mädel an der Violine ganz der Piraterie verschrieben, doch das war es dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten. In musikalischer Sicht bieten uns The Privateer nämlich das, was man gemeinhin unter dem Begriff Pagan oder Folk Metal findet: eine Mixtur aus Heavy und Melodic Death Metal, eingängiges Riffing, Chöre, Keyboards, pathetischer Klargesang und daneben ein wenig Kreischen. Schließlich liefert besagte Violine, ebenfalls obligatorisches Beiwerk in diesem Metier, in exponierter Stellung eine Fülle an süßen, wehmütigen, aber vor allem folkloristischen Melodien.

Auf diesem Kutter werden die Bohlen eben mit Oil of Olaz gesalbt, anstelle mit Kernseife geschrubbt und vorbei segelnden Schiffen schenkt man ein Mon Cherie, anstatt sie zu entern. Aber im Ernst: The Privateer haben einige wirklich gute Songs an Bord, erweisen sich als geübte Musikanten und auch die Produktion kann sich hören lassen. Für das auserwählte Thema klingt das Material in meinen Ohren jedoch zu sauber und zu brav, irgendwie so gar nicht nach Freibeutertum. Zudem vermisst man nicht selten den musikalischen Link zu der Thematik. Ausnahmen bilden "Port Corrad", in dem ein Schifferklavier für die richtige Stimmung sorgt, und das sehr an Alestorm orientierte "Blackbeart". Den raubeinigen, wettergegerbten und nach Rum stinkenden Seebären kauft man den Freiburger Sprotten aber auch hier nicht ab. Dann doch eher die romantisierte Figur des Gentleman-Freibeuters, wie er auch Protagonist der Piratenfilme in den 50ern und 60ern war: stets gewaschen, mit guten Manieren und tiefenreinem Kostüm, eben genau so, wie die Band auch auf den Werbefotos posiert.

Am Ende ist natürlich alles Geschmackssache. Ich persönlich hätte mir halt etwas mehr Dreck und Seemannsgarn an Bord der Facing The Tempest gewünscht und dafür ein bisschen weniger Folk. Davon abgesehen zeigt der Privateer auf seinem Erstling, den er übrigens im letzten Jahr bereits selbst als Eigenproduktion vom Stapel gelassen hat, ein gutes (Haken-)händchen für unterhaltsames Songwriting. Auf den Nachfolger darf man gespannt sein.

Dagger

4 von 6 Punkten

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