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Queensryche - Dedicated To Chaos

Queensryche - Dedicated To Chaos
Stil: Progressive Metal
VÖ: 24. Juni 2011
Zeit: 55:40
Label: Roadrunner Records
Homepage: www.queensryche.com

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Also, ich hab mich wirklich bemüht, ehrlich, das müsst ihr mir glauben. Dass Queensryche nie mehr an ihre Glanztage anknüpfen werden, ist ja klar, eine Sternstunde liefert man halt nur einmal ab, und ein zweites Operation: Mindcrime kann und darf man nie erwarten. Aber trotzdem dachte ich mir, wider besseres Wissen, da muss doch noch irgendwas sein von der früheren Brillanz, vom Tiefgang, den wir so geliebt haben, von dieser technischen Raffinesse, die den hörerfreundlichsten Prog Metal aller Zeiten hervorbrachte, weshalb wir Mindcrime und auch Empire heute noch so verehren.

Aber der Auftritt auf dem Bang Your Head letztes Jahr hätte mich warnen sollen, da war Geoff Tate ja fast schon spöttisch, irgendwie schwang da immer mit ihr Deppen, dass ihr euch das anschaut. Also, egal, wir versuchen es, und meine Mühe war leider vergebens. Denn wie schon Vorgänger wie Q2K oder Hear In The Now Frontier ist auch Dedicated To Chaos wieder in erster Linie eines geworden: das Dokument eines der erschreckendsten Niedergänge im Reich der harten Klänge überhaupt. Rennen alte Haudegen wie David Coverdale oder auch Judas Priest hinter ihrer einstigen Form her, versuchen dabei aber wenigstens noch so zu klingen wie ehedem, liegt die Sache bei den Veteranen aus Seattle eigentlich klar: vom Weggang ihres Songschreibers Chris de Garmo haben sie sich erholt. Und so ergeht man sich in "musikalischer Weiterentwicklung", die dann bestenfalls ganz nette, aber lust- und belanglose Rocker ("Get Started", "Retail Therapy"), ab und an zumindest leichte Vibes früherer Tage atmende Nummern ("At The Edge", "Drive"), aber auch aktiv nervendes, sperriges, herunternudeltes Zeug ("Wot We Do", "Higher") bedeutet. Oft schrammt das an der Hintergrund-Lounge-Musik vorbei, und wenn man lange sucht, findet man mit "Around The World" zumindest einen brauchbaren Song, der dann allerdings eine entspannte Radiorock-Ballade ist.

Irgendwann zwischen diesem ganzen Gram befiel mich dann der Gedanke: "Oh nein. Und die haben mal Queen Of The Reich gespielt." Ja, man muss ja gar nicht das unerreichbare Meisterwerk heranziehen - da gab es auch die Debüt-EP und The Warning. Das allein zeigt schon den Abgrund, in den sie gefallen sind. Und das ist einfach nur schade, denn können würden sie's ja noch. Das haben sie gezeigt, vor zwei Jahren, als beim Bang Your Head eben Mindcrime komplett aufgeführt wurde. Aber das war wohl einmalig, in jeder Hinsicht.

Holgi

3 von 6 Punkten

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