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Yngwie Malmsteen - Relentless

Yngwie Malmsteen - Relentless
Stil: Neoclassical Power Metal
VÖ: 26. November 2010
Zeit: 66:20
Label: Soulfood Music
Homepage: www.yngwiemalmsteen.com
MySpace: www.myspace.com/yngwiemalmsteen

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Uns Yngwie reitet wieder. Und wie. Das Motto dürfte kaum überraschen: Triolen, bis die Lederhose kracht. Warum 32tel spielen, wenn es auch 64tel gibt? Fingertapping nicht im Dienste irgendwelcher Songs (wasdas?), sondern als l'art pour l'art, Hammer und Pull Offs bis der Arzt kommt. Wenn der sich dann überhaupt blicken lässt.

Meister Malmsteen agiert auch bei seinem neuesten Output (der uns mit einiger Verspätung erreicht hat) in echter Edward D. Wood jr.-Manier: wo der legendäre Hollywood-Magier immer Wert darauf legte, director, writer und producer zu sein, fungiert die one man army/show Yngwie hier als (ich zitiere) Lead Guitar, Rhythm Guitar, Bass, Lead Vocalist (bei "Look At You Now"), Vocalist, Acoustic Guitar, Synthesizer Guitar, Keyboards, Cello und Sitar. Ok, und meine Frau ist auch Brian. Produziert ist das Werk von (ratet ihrs?) Yngwie Malmsteen, und selbstverständlich gilt: All Music Composed And Arranged by, sowie All Lyrics and Melodies by - na ihr könnts euch denken. Schon klar, er ist halt ein Fußball-, äh nein Gitarrengott.

Dass er das ist, daran will und kann ja keiner zweifeln, der Kerl ist virtuous und hat das Highspeed-Gefingere geprägt wie vielleicht nur noch Eddie van Halen. Das Problem ist nur, dass er das weiß, sich in Folge für genialisch hält und die Fingerfertigkeit viel zu sehr ins Zentrum des Geschehens rückt. In den immerhin fünfzehn Nummern der Scheibe gibt es durchaus brauchbare Ansätze, die Stropenführung in "Critical Mass" oder auch "Relentless" ist vielversprechend, aber es vergehen kaum fünf Takte, bis wieder Einsprengsel, Verzierungen oder sonst welche Spirenzchen den Fluss stören oder Yngwie gar ganz abhebt. Da ist der gute Ripper Owens, der wohl ewig Ersatzmann spielen wird, auf verlorenem Posten - wenn schon der Song eigentlich nur schmückendes Beiwerk zur beherzt vorgetragenen Brillanz des Protagonisten ist, wo soll denn dann noch der Sänger bleiben? Vielleicht bezeichnend, dass der songmäßigste Song, "Look At You Now", vom Meister selbst gesungen wird - und das recht manierlich.

Also, wer scharf ist auf "Adagio B Flat Minor Variation" oder auch "Arpeggios From Hell", kurz für wen die Güte des Sounds von den Tappings per Minute abhängt, der soll reinschauen. Andere eher nicht.

Holgi

3 von 6 Punkten

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