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Goat Of Mendes - Consort Of The Dying God

Goat Of Mendes - Consort Of The Dying God
Stil: Pagan Metal
VÖ: 18. Februar 2011
Zeit: 68:52
Label: Source Of Deluge
Homepage: www.goatofmendes.de
MySpace: www.myspace.com/goatofmendesgermany

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Gute fünf Jahre nachdem Goat Of Mendes aus dem Buch der Schatten lasen, befragt das Quintett aus Nordrhein-Westfalen nun die Tarot-Karten. Consort Of A Dying God ist ein aufwändiges Konzept-Album, das den Mysterien der Schwarzen Sara auf der Spur ist. Der unbekannte Erzähler, dessen poetische Verse den Hörer durch das Werk geleiten, lässt sich von einer betagten Zigeunerin die Karten legen. Jeder der zehn Songs des Albums beschreibt die Geschichte hinter jeweils einer aufgedeckten Karte. Auf diese Weise reist der Erzähler weit zurück in die Vergangenheit, ins Römische Reich und zu den Wurzeln des Christentums.

Ein interessantes Konzept! Und da ich für solche Dinge sehr zugänglich bin, kann ich es auch kaum erwarten, mich von der musikalischen Umsetzung unterhalten zu lassen. Doch die hohen Erwartungen werden nicht erfüllt. In ihrem bekannten Stil, der sich gleichermaßen an Folklore, Death, Thrash und Heavy Metal bedient, schaffen es die Musiker einfach nicht, wirklich mitreißende Songs zu schreiben. Vielleicht wollte man da einfach zu viel und stand sich am Ende selbst im Weg. Vieles wirkt überfrachtet oder unausgegoren oder ist zu langatmig. Hier stört eine schräge Lead-Gitarre, dort nerven laienhafte Gesangseinlagen und beschädigen somit manch guten Ansatz. Das ist schade, denn auf diese Weise stehen gelungene Nummern, wie etwa "The Dying God" oder "In Sara's Tents" alleine auf weiter Flur. Letzteres überzeugt zum Beispiel durch seine schwermütigen Melodien, eingängigen Frauengesang und Violine im Refrain. Das Streichinstrument kommt im Übrigen sehr oft zum Einsatz, um ungarische und rumänische Folklore zu vermitteln und somit das Konzept zu untermauern.

Neben dem holprigen Songwriting liegt auch die Produktion vom heutigen Standard entfernt. Beispielsweise erklingen die gesprochen Verse, die als Einleitung eines jeden Songs eigene Titel erhalten haben, deutlich lauter als die Lieder selbst. So etwas sollte einfach nicht passieren. So kann dem Album guten Gewissens nur eine durchschnittliche Wertung gegeben werden, auch wenn es offensichtlich ist, wie viel Mühe die Band in dieses Werk investiert hat. Das beweist schon das 24-seitige Booklet, das für Consort Of A Dying God erarbeitet wurde. Aber was hilft am Ende die beste Idee, wenn es an der Umsetzung hapert?

Dagger

3 von 6 Punkten

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