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Thunder - The Magnificent Seventh

Thunder - The Magnificent Seventh
Stil: Hard Rock
VÖ: 21. Februar 2005
Zeit: 53:36
Label: Frontiers Records
Homepage: www.thunderonline.com
MySpace: www.myspace.com/thunderonline

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"One Foot In The Grave", so heißt nicht nur eine ziemlich witzige englische Fernseh-Serie, sondern auch ein Song auf der neuen Thunder-CD. Mit einem Fuß im Grab - jetzt aber mal halt, da stehen sie ja wohl noch lange nicht, auch wenn sie natürlich auch nicht jünger werden. The Magnificent Seventh ist die neue Scheibe betitelt, frei nach dem Westernklassiker "Die glorreichen Sieben" - und glorreich ist sie in der Tat, die Historie der Briten:
1990 waren sie mit ihrem Debüt Backstreet Symphony über die ahnungslose Welt hergefallen und hatten die Rockfans in aller Welt mit ihrem Sound begeistert, der irgendwo zwischen Whitesnake und den Black Crowes angesiedelt war und ist. Bluesiger Hard Rock, mit dem sie als Opener bei den Monsters Of Rock 1990 abgefeiert wurden und mit dem sie in den folgenden Jahren nicht weniger als 18 Singles in die englischen Charts platzierten. Ihr Entdecker, der Duran Duran-Gitarrist Andy Taylor, ließ sich gerne zitieren, dass Thunder die Band sei, in der er eigentlich hätte spielen sollen. Ja, hätte er wohl.
Irgendwann war aber die Luft raus, zwei Jahre lang hatten sie sich komplett aufgelöst, bevor sie sich 2003 wieder zusammenrauften. Höchste Zeit, kann man nur sagen, denn Thunder gehören zu den ganz Großen. Das beweisen sie auf der glorreichen Siebten eindrucksvoll. Schon der Opener "I Love You More Than Rock'n'Roll" reißt einen mit seinem Mörder-Groove treffsicher aus den Socken - nicht umsonst stieg der Song sofort in den englischen Charts ein. Hier treffen sich Rainbow, Whitesnake, die Committments und ein bißchen AC/DC, und alles wird mit sympathischster Cockney-Attitüde vorgetragen. Die Stimme von Danny Bowes ist stimmungsvoll wie eh und je, und die Gitarrenarbeit von Luke Morley bringt den Blues in den Rock. Überhaupt ist die Scheibe reich an Höhepunkten: mit der Ballade "I'm Dreaming Again" können Thunder massiv punkten, und das erdige "Amy's On The Run" liefert ein Highlight des Hard Rock-Jahres. So geht's munter weiter, "Fade Into The Sun" zum Beispiel besticht durch eine schöne Stakkato-Melodie und ein brillantes Solo, und "Together Or Apart" bringt wieder ruhigere Töne an den Start. Der erwähnte Fuß-im-Grab entpuppt sich als standesgemäß flotter Rocker, und die von dem alten Britrock-Recken Russ Ballard mitgeschriebene letzte Nummer "One Fatal Kiss" lässt astreines Rainbow-80erJahre-Feeling aufkommen. Respekt die Herren, reife Leistung! Nachdem schon Waysted mit ihrem Comeback-Album Back From The Dead auf ganzer Linie überzeugten, melden sich nun also auch Thunder sehr deutlich wieder als Herren im Hard Rock Ring zurück. Schön, wenn sich Qualität durchsetzt - auch wenn's mal etwas länger dauert.

Holgi

5 von 6 Punkten

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