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Angantyr - Svig

Angantyr - Svig
Stil: Black Metal
VÖ: 03. September 2010
Zeit: 48:20
Label: Northern Silence Productions
Homepage: www.angantyr.dk
MySpace: www.myspace.com/angantyr

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Drei Jahre ist es nun schon wieder her, dass Dänemarks Angantyr mit Hævn positive Resonanzen in der Fachpresse hervorrief. Nach einer Tour mit Taake und Horna dieses Jahr ist es nun an der Zeit für neues Songmaterial, das von den Anhängern der Band sicherlich schon sehnsüchtig erwartet wird. Das genre-untypische, comichafte Artwork von Svig lässt erahnen, dass Multitalent Ynleborgaz an seine Vorgängeralben anknüpft. In der Tat erzählen die sechs neuen Stücke ein weiteres Kapitel in der fiktiven Geschichte eines nordischen Kriegers namens Arngrim, der ausgezogen ist, um sich an den christlichen Invasoren und Mördern seiner Familie zu rächen. Weil ja die skandinavischen Länder auch mit Gewalt zur Annahme des christlichen Glaubens gezwungen wurden... Da hat wohl einer im Geschichtsunterricht nicht richtig aufgepasst, oder aber (was viel wahrscheinlicher ist) die Fakten werden bewusst ignoriert, quasi im treuen Dienste der Sache, nämlich des Black Metals. Und Black Metal bekommt man auf Svig geboten! 100%en, untergründigen Black Metal!

Nun weiß ja jeder, dass gerade im Underground die musikalische Innovation irgendwann zwischen 1994 und 1995 als Humbug abgeschafft wurde. Daher wird man auch auf Svig keine Überraschungen erleben. Der Musiker hält sich streng an die Regeln, die das auserwählte Genre ihm diktiert. Hat man diesen Pfad erst einmal eingeschlagen, kann man nur noch mit Qualität aus der großen Masse an Gleichgesinnten treten. Und das bekommt Ynleborgaz ein weiteres Mal ganz vorzüglich hin. Mächtig und erhaben klingen seine überlangen Kompositionen. Nach kurzem, sakral anmutendem Introitus von der Orgel erwartet den Hörer in "En Fjedes Død" eine dicke Wand aus hymnischen Gitarrenmelodien, während das rasante Schlagwerk unerbittlich vorantreibt. Geschickt eingefädelt sind die Wechsel zwischen hitzigen und stampfenden Passagen, der Klang ist roh, die gekeiften Vocals sind hässlich und Synthesizer werden nur dezent in den Hintergrund gesetzt. So soll es ja auch sein! Ergreifende und eindringliche Melodien findet man in jedem der neuen Stücke, die kaum einer qualitativen Schwankung unterliegen. Effektvoll dann das große Finale mit dem zehnminütigen "Arngrims Armod": Akustikgitarren bauen geschickt die Spannung auf, ehe es zu einer massiven Entladung kommt und flächige Gitarren eine zähflüssige Epik entfalten. Freunde der Band werden mit Svig sicher nicht enttäuscht.

Dagger

5 von 6 Punkten

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