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Dark Tribe - Archaic Visions

Dark Tribe - Archaic Visions
Stil: Black Metal
VÖ: 27. August 2010
Zeit: 47:17
Label: Black Hate Productions
Homepage: www.darktribe.de

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Welch schwere Last müssen die beiden Musiker Asordis und Jenseits auf ihren Schultern tragen, um nun schon zum dritten Mal solch düstere und abgründige Klänge zu kreieren? Bilder von Folter und grenzenlosem Schmerz tun sich vor dem inneren Auge auf, während man den zwölf neuen Kompositionen lauscht, die trotz minimalistischer Inszenierung und der primitiven Produktion eine unheimliche und traumatische Intensität entfalten. Dabei bewegen sich die Musiker eher in getragenen Gefilden, werden gelegentlich etwas hektischer, verlieren sich aber nie in Raserei und Blast-Attacken. Das ebenfalls spartanisch gestaltete Booklet der CD verrät uns nichts über die Botschaft der Musik. Der Hörer bleibt im Dunklen, kann sich nur in seiner Fantasie ausmalen, was da wehklagend aus scheinbar weiter Ferne geschrien und gekreischt wird, während sich pro Titel ein ausgesuchtes Riff in ermattender Sequenz immer tiefer ins Gedächtnis fräst. Das ist wirklich schwere Kost. Und dennoch erscheinen aus all der Finsternis immer wieder versöhnende Melodien, die beweisen, dass selbst in Trauer und Verzweiflung, in Hass und Leid noch Schönheit begraben liegen kann.

Diese Doppelwertigkeit ist es, die das Album aus der großen Menge der Untergrundkämpfer hebt und es interessant werden lässt - die Doppelwertigkeit und die Hingabe der beiden Musiker. Denn man hat tatsächlich das Gefühl, dass hier reale Emotionen Vertonung finden und die Musik von Herzen kommt, was ja im Grunde schlimm genug ist. Ich für meinen Teil möchte daher nicht Asordis und auch nicht Jenseits heißen. Ihre archaischen Visionen sind für eine kleine Randgruppe geschaffen. Denn auch von jenen, die von sich selbst behaupten, gerne Schwarzmetall zu hören, dürfte ein guter Teil bei Dark Tribe an seine Grenzen stoßen.

Dagger

4 von 6 Punkten

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