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In Peccatum - MDLXIII (EP)

In Peccatum - MDLXIII (EP)
Stil: Gothic/Doom Metal
VÖ: November 2009
Zeit: 22:10
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.inpeccatum.com

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Fünzehnhundertdreiundsechzig heißt die neueste, im November 2009 erschienene Veröffentlichung der portugiesischen Sünder von In Peccatum. Dabei handelt es sich um ein Konzeptalbum über den in jenem Jahr 1563 stattgefundenen Vulkanausbruch auf der Insel Sao Miguel, der größten Insel der Azoren. Das Ziel der ebenfalls von den Azoren stammenden Musiker ist dabei, der Angst und der Betroffenheit der von dieser Katastrophe betroffenen Menschen nachträglich eine Stimme zu geben. Die entsprechenden Lyrics der EP sind hauptsächlich von Gaspar Frutuosos Arbeit "Saudades da Terra" ("Sehnsucht nach der Heimat") inspiriert, einem Historiker und Theologen des sechzehnten Jahrhunderts, der Augenzeuge und Chronist dieser Naturkatastrophe war.
In Peccatum wurden 1998 von Andre Gouveia (Bass), Antonio Neves (Gitarre, Gesang) und Helder Almeida (Gitarre) unter dem Namen Hades gegründet. Später benannte man sich in Peccatum und mit der Veröffentlichung des zweiten Demos 1999 endgültig in In Peccatum um. In den Jahren 2006 und 2007 fand man mit Bruno "Spell" Santos (Keyboards) und Joao Oliveira (Drums) zwei weitere Mitstreiter, die das Line-Up der Band endgültig vervollständigten.
Geboten wird auf ihrem neuesten Output eine ausschließlich in langsamer und schleppender Spielart vorgetragene Mischung aus keyboardlastigem Doom und Gothic Metal, der insgesamt sehr gut zum lyrischen Konzept passt und das nacherzählte Geschehen in der angemessenen Stimmung vertont.
Insgesamt befinden sich drei Lieder auf der EP, die miteinander durch zwei akustische Zwischenspiele verbunden werden, in denen in portugiesischer Sprache jeweils ein Text von besagtem Werk zitiert wird ("Aduro Letifer" und "Tao Temerosas... As Cinzas"). Umrahmt werden die Songs durch ein Intro und ein ebenso mit Akustikgitarre eingespieltes Outro.
Die einzelnen Tracks der Platte zeichnen sich dabei durch düstere Melodien und den tiefen und rauen Gesang von Sänger Antonio aus. Erhaben und traurig nimmt einen die düstere Stimmung der einzelnen Stücke und der Zwischenspiele, die sich übrigens sehr gut in das Gesamtbild fügen, gefangen.
Los geht es mit dem "All I Am Is Fear (Prelude)" betitelten Intro: eine mit atmosphärischen Keyboardsounds hinterlegte, bedrückende und verstörende Geräuschkulisse aus Kirchenglocken, Menschenschreien, lodernden Feuern etc., die das Inferno direkt vor dem inneren Auge aufblitzen lässt. In die selbe Kerbe schlägt der erste Song "(Our Last) Heartbeat". Langsam und zäh fließend, zugleich jedoch melodiös nimmt er Gestalt an, geprägt durch die für In Peccatum typischen Keyboardsounds, ehe er in das erste, von einer weiblichen Stimme gesprochene Interludium übergeht.
Mit "Difusas Sombras" folgt darauf mit einer Länge über sechs Minuten das epischste Stück der Platte. Nach einem weiteren, dieses Mal von einer männlichen Stimme begleitetem Zwischenspiel, folgt als abschließender Song "From An Ashery Flower", der ebenfalls wie die beiden vorherigen mit den typischen Trademarks auftritt, ehe mit "So Shall Ye Wither (Outro)" die Scheibe endgültig abgeschlossen wird.
Alles in allem wirkt die Platte bei allen positiven Aspekten ein bisschen zäh, manchmal wünscht man sich, die Band würde endlich auf den Punkt kommen. Ein weiterer Kritikpunkt sind die zu vielen Akustikpassagen. Trotzdem sollte die Platte jeder mal anchecken, der auf eine Mischung aus viel Gothic und etwas Doom steht. Dies gilt natürlich auch für jeden Hörer von Moonspell.

Gast

4 von 6 Punkten

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